Unterstützenswerte „Epetitionen“…
sind recht dünn gesät, vor allem, wo die aus demokratischem Standpunkt im Wert sowieso nahezu null tendieren. Drölf Dillionen Demokraten können ihren Willi unter so ein Scheissding setzen, am Ende sagt unser gewähltes Parlament sinnegmäss „Drölf Dillionen können mir den Buckel runterrutschen“ und wertlos ist das mühsame Geklicke.
Grad tickert mir aber wieder eine Petition in mein Internet rein und ich freue mich, dass das wieder eine ist, wo eindeutig formuliert ist, wie ernst es der Petent mit der Demokratie meint:
Der Deutsche Bundestag wird gebeten, die Erhebung von Gebühren für den Zugang zu amtlichen Informationen nach dem Informationsfreiheitsgesetz in denen Fällen einzuschränken oder ganz aufzuheben, wenn der Antrag von einem Medienvertreter oder im Zusammenhang mit der Tätigkeit gemeinnütziger Organisationen gestellt wird.
Lustig, ne? Nee, warte kommt noch besser:
Gebühren sollten möglichst nur noch erhoben werden, wenn der Informationszugang ausschließlich im finanziellen Eigeninteresse des Antragstellers liegt.
Auf Deutsch: Medienvertreter wie ZEIT, Spiegel oder andere staatstragende Boulevardmedien, die kein „finanzielles Eigeninteresse“ vertreten, sollen Informationen für Umme bekommen, Otto Privatmann aber selbstverständlich nicht, der ist kein „Medienvertreter“ und kein „gemeinnütziger Verein“. Top Petition…
Quorum erreicht
Super Sache zu wissen, wieviel Handpuppen offenbar beim Boulevardgeschmier so in Lohn und Brot stehen. (Oder wieviel Deppendemokraten das Kleingedruckte nicht gelesen haben)
Bleibt zu hoffen, dass die Quatsch-petition den Lauf aller bisherigen geht. Man spricht mal kurz drüber und verwirft es.
- von Mike® am 8. Juni 2013 in:
- Finger abhacken,
- YMMD
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