Flock – Wahnsinn oder Methode?

Flock – ein neuer Browser – schallt einem durch’s Netz wie Hanne.
Verschwiegen wird generell, dass es sich hier um einen mit Extensions aufgebohrten Firefox handelt.
Ich hatte den Spass vor Monaten schon mal getestet, dann aber wieder liegenlassen, da ich mich mit Firefox nicht wirklich anfreunden kann; nun bin ich aber wieder neugierig geworden.

Kleiner Erfahrungsbericht:

  1. Leider wurde der Firefox hier so verschlimmbessert, dass keine Extensions mehr funktionieren. Surfen ohne Adblock? Der Wahnsinn.
  2. Die Feedübersicht
    • ist erste Sahne, gefällt mir auf Anhieb
    • was nicht so schön ist, ist, dass es zwar eine Option „mark all as viewed“ aber keine für „unviewed“ gibt. Noch blöder wird das Fehlen dieser Option, da beim ersten Aufrufen alle Beiträge schon als „viewed“ markiert sind 🙁
    • Bei der Seitenleiste ist es ähnlich blöd; betritt man einen Newsfeed, dann wird sie eingeblendet – soweit so gut, nur wird sie wieder ausgeblendet, wenn man eine reguläre Seite besurft. Das mag für den einen oder anderen ganz nett sein, mich nervt das Gewackel. Also in die Optionen geschaut, wo man das abstellen kann: Fehlanzeige.
      Ok, ein paar Tage später hab ich dann einen zweiten Versuch unternommen, und siehe da, diese Funktion versteckt sich unsinnigerweise unter:
      [x] Open the My News sidebar when reading news feeds
      Häkchen raus und die Sidebar ist immer da. Verstehen muss man das nicht 🙂
    • In der Seitenleiste gibt es einen Punkt: „saved articles“. Eigentlich sollte man davon ausgehen können, dass die als Übersicht auch in der Seitenleiste erscheinen; Pustekuchen, man muss draufklicken, und hat’s im Browser. Das ist soweit ok, aber eben nicht schlüssig (Bei den Seitenkategorien geht’s ja…)
  3. Das Blog-Post-Dingens
    • sieht mir ganz knuffig aus, leider sehe ich keine Kategorieauswahl. Mal schauen, wo dieser Beitrag landet, ich hoffe, dass man beim Absenden das dann spätestens auswählen kann
    • Dämliches Manko: wenn man Tools -> Blogging Options anklickt, braucht man erstmal eine Weile, um zu bemerken, dass sich das Optionenfenster hinter dem Blog-Postingfenster befindet. Für einen nicht so computer-affinen User bedeutet das die Hölle grosse Ratlosigkeit.
    • Der generierte Quellcode macht einen vernünftigen Eindruck. Verschachtelte Listen lassen sich scheinbar nicht zurechtklickern, da muss man in den Source, was nicht weiter schlimm is.
  4. Layout/ Design von Flock macht einen ganz guten Eindruck, nicht so fad, wie man das vom Firefox her kennt

Fazit: Knuffiges Teil, reicht aber nicht aus, mich zum Wechsel von Seamonkey zu überzeugen. Ich werd’s zum Bloggen benutzen (so es denn tatsächlich so funktioniert, wie es sollte) und als Feedreader.

So, mal auf „Publish“ klicken und schauen was passiert *spannung steigt* 🙂

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Ein Kommentar to “Flock – Wahnsinn oder Methode?”

  1.  Greg schrieb am 28. Jun 2006 um 14:10 zitieren

    Ich habe das Teil auch vor einem halben Jahr getestet und war absolut nicht überzeugt. Natürlich hat sich bestimmt einiges getan, aber ich lese auch eigentlich keine Feeds und blogge auch nicht wie verrückt. Flickr und ähnliche Späße benutze ich auch nicht, also ist es für mich eigentlich nichts.

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