Zu wenig Verantwortung (Zensur in China)

Gisela Keuerleber schrieb diese Woche einen Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung zum Thema des vom NDR interwiewten chinesischen Bürgerrechtlers, der nach dem Interview zusammengeschlagen wurde:

Der Korrespondent des NDR, der wohl den Beitrag für die Tagesthemen gedreht hat lebt ja nicht erst seit gestern in China, er weiss, wie gefährdet kritische Bürger dort sind

und:

Weshalb hat man beim Interview nicht das Gesicht unkenntlich gemacht? … Aber offenbar hält bei den öffentlich-rechtlichen Medien der Grundsatz einzug: Hauptsache, ich habe die Story…

Ja nun, liebe Frau Gisela Keuerleber, die Fragen lassen sich ganz einfach beantworten. Beim nächsten Mal, wenn’s in der Zeitung um solch ein Thema geht, vor dem Lesen:

  • Baldriantropfen einnehmen
  • hinsetzen
  • gaaaanz tief Luft holen
  • wieder ausatmen

Danach den Artikel aufmerksam lesen und auch die Stelle nicht überspringen, wo möglicherweise steht, dass der Aktivist gar nicht unkenntlich gemacht werden will. (Hab den SZ-Artikel dazu imho nicht gelesen, in der TAZ stand es explizit dabei und auch sollte das allgemein bekannt sein)

Aber Hauptsache, mal über die Öffentlich-rechtlichen gemeckert, nicht wahr?

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