Wahnsinn! Spiegel online – mobil!

Hey, knorke, beim Spiegel gibt es jetzt eine Mobil-version, damit man mit‘m Handy nich die Tonnen an vergewaltigten Tabellen laden muss.
Und wie isses? Natürlich wie in 95% der Fälle, wenn sich Programmierer an wehrlosem HTML vergreifen:

  • Tabellensuppe mit DIV-Suppe getauscht
  • wozu diese komischen Links da gut sind, erschliesst sich wohl nur dem Praktikanten (siehe unten)
    hätte man das nicht noch ein wenig – sagen wir – umfangreicher gestalten können?
  • Der Praktikant hat schonmal was von Cascading Style Sheets gehört, und verwendet die auch konsequent – als inline-styles (!)
  • die Hälfte der Links sind weiss, das macht sich hervorragend, wenn man im PDA wegen der besseren Übersicht Hintergrundfarben deaktiviert hat
  • Sage und schreibe 628 Bytes Text in 5 kb (!) Code verschusselt (Startseite), Code-Text-ratio: 12.5 % (!)

Damit sich die geneigten Leser hier nicht die Mühe machen müssen, bei SPONs vorbeizuschauen, ein Fliegenschiss a la:

Kultur>>
Popkultur: Die Musik spielt im Netz

wird bei SPON-Mobil so generiert:

<div class="kultur" style="margin:0">
<
a href="rubrik.do;jsessionid=+ aGNZbNZfX6Mb1MWPR9iew** ?target=/spon/centerpage/mobile/kultur" class="spitzmarke" style="color:#FFFFFF;">KULTUR&#xa0;&#x3e;&#x3e;</a>
<
/div>
<
div class="kultur_on" style="margin:0;border-bottom:solid
1px #FFFFFF;">
<
span class="spitzmarke">Popkultur: <a href="article.do;jsessionid=+ aGNZbNZfX6Mb1MWPR9iew** ?id=/spon/article/mobile/431049" class="meldung">Die
Musik spielt im Netz</a></span>
<
/div>

Isses nich hybsch?
Ich sag’s gern immer wieder: Solchen Leuten sollte man die Finger abhacken und ab in die LPG zum Kühe melken!
Ich kann gar nich so viel fressen … ach lassen wir das.

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6 Kommentare to “Wahnsinn! Spiegel online – mobil!”

  1.  Mike schrieb am 10. Aug 2006 um 17:58 zitieren

    Im Quälcode findet sich auch ein Link auf eine Seite, die das wohl verbrochen zu haben scheinen – wer mal so richtig ausgiebig kotz.. sch sare daderzu besser nüschd mehr…

  2.  stephantom schrieb am 11. Aug 2006 um 5:38 zitieren

    Also ich hab schon einige minderwertige Umsetzungen von selbst ernannten „mobil“ und „accessible“ Varianten gesehen. Aber das hats sofort auf die Spitze geschafft. Für so einen Müll würde ich keinen Cent bezahlen.

  3.  Greg schrieb am 14. Aug 2006 um 16:32 zitieren

    Das Beste ist: wenn das ein Praktikant wäre, würde da nicht so ein Müll bei rauskommen. Ich spreche aus Erfahrung. Als Praktikant lassen die einen da nur leider nicht ran :(

    Habe leider keinen brauchbaren Taschenbeschwerer, mit dem ich die Site mal testen könnte.

  4. [...] Das Problem ist also erkannt, wann folgen Taten? [...]

  5. [...] Hier schrub ich über die stümperhaften Versuche beim Spiegel eine Mobilversion auf die Beine zu stellen. Durch diesen Beitrag auf dem Pocketweblog habe ich nun in Erfahrung bringen können, dass der Spiegel weiterhin auf voller Fahrt auf der Mobilwelle schwimmt und nun sogar eine .mobi-tld hat. *Kopfkratz* Wie zu erwarten war, haben die Fachkräfte mal wieder nicht die Regeln gelesen und so landet man bei Eingabe ohne "www" auf 'ner grossteils weissen Seite. Ich finde das ganz grossartig, die 12 Buchstaben laden extrem schnell auf'm PDA, Respekt! [...]

  6. [...] mir nicht ganz sicher, ob ich es versäumt habe, bei meinen Hurrarufen zur Spiegel Online Mobile hier und hier mir die Browsererkennung genau anzuschauen, oder ob die Fachkräfte das zwischenzeitlich [...]

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