Target-Nazis: Shut the Fuck up!

Seit Monaten schon habe ich diesen Beitrag hier in Vorbereitungplanung, nachdem nicht nur ich hier beim Pantoffelpunk drüben auf Verwunderung bei einigen Leuten stiess, weil ich keinen Bock habe, mich durch diesen Dreck fremdbestimmen zu lassen.

Den Artikel zum Thema spar ich mir mal, sondern verweise auf: Warum target=“_blank“ nervt und verboten gehört (peterkroener.de). incl. der Kommentare dort.
Zuzüglich dazu empfehle ich den Befürwortern von Bevormundung dann noch „Links mit target=”_blank” gesondert markieren“ von der selben Seite, die einigen Wind aus den Segeln nehmen kann.

Ich habe natürlich auch eine persönliche Meinung zu den von Fremdbestimmten vorgetragenen Pro-target-argumenten kundzutun, die ich hier aber nur ganz kurz anreissen möchte.
Eins der Argumente ist, dass es viele, auch fortgeschrittene Nutzer, gäbe, die gar nicht wissen, welche Möglichkeiten es auf Userseite gibt, eine externe Seite so zu öffnen, dass man gleich oder später ohne grosses Gewese auf der gerade aktiven weitersurfen kann.
Hierzu gibt es verschiedene Sachen zu sagen:
Das Argument ist so schlecht nicht, es hat nur mehrere Haken:

  • Wenn ich auf eine externe Seite gerate, deren Thema mich interessiert, so ist die Wahrscheinlichkeit nicht sonderlich gering, dass ich später kein sonderlich grosses Interesse mehr habe, zurück auf Start zu gehen und dort weiterzulesen.
  • Es gibt eine Zurück-taste in nahezu jedem Browser, die, so meine Erfahrung, jedem noch so blassen Internet-neuling geläufig ist.
  • Die Huhn-Ei-geschichte. Niemand stellt die Frage, warum es Leute gibt, die die Möglichkeiten der Browser nicht kennen. Na?
    Weil sie mittels „target“ vom ersten Tag im Netz fremdbestimmt werden und – übertrieben gesagt – nicht dazu angeregt werden, selber zu denken.
    Würde das Target-attribut nicht genutzt, sähe die Welt ganz anders aus, und die ersten Schritte im Netz bestünden nicht aus Verwunderung, wieso und wo da jetzt dieses ominöse weitere Browserfenster herkommt, sondern über Verwunderung, wie man ohne Back-taste mehrere Seiten gleichzeitig besuchen kann.
  • Ein weiteres Gegenargument kann man unterhalb dieser Liste hier finden.

Links:

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7 Kommentare to “Target-Nazis: Shut the Fuck up!”

  1.  pantoffelpunk schrieb am 08. Aug 2007 um 18:10 zitieren

    Das einzige, das erbitterlicher geführt wird als Religionskriege sind Nerd-Kriege …. ich liebe das :-)!

  2.  DarkRat schrieb am 08. Aug 2007 um 18:24 zitieren

    Geekwars – may the source be with you…

    naja. mich stört es manchmal schon, dass ich ein neues fenster bzw tab erwarte, und die seite im gleicehn fenster geöffnet wird. ist wohl die gewohnheit :/

  3.  Peter Kröner schrieb am 08. Aug 2007 um 19:03 zitieren

    Der Sieg über die Pro-Target-Fraktion ist nur durch konsequente Aufklärung möglich. Da hilft nur schreiben, schreiben, schreiben.

    Das ist übrigens eine sehr schöne und prägnante Headline.

  4.  Sylke schrieb am 08. Aug 2007 um 19:26 zitieren

    Da war doch noch ein Argument gegen target=“_blank“:
    „Doch, wenn diese nach Stunden des Weitersurfens den Browser schließen und erschreckt feststellen, dass Deine Website wieder da ist, Du also ihren Rechner gehackt haben musst.“
    (http://spotlight.de/zforen/htm.....17018.html)

  5.  Zapp schrieb am 08. Aug 2007 um 18:29 zitieren

    Kann man sich hier irgendwo für die Truppen der Anti-target-Fraktion eintragen lassen? Ich würde mich freiwillig melden.

    Es will einfach nicht in meinen Kopf, was an einem mittleren Mausklick oder der Benutzung des Back-Buttons so kompliziert sein soll. Die target-Unsitte geht mir auf jeden Fall ziemlich auf den Senkel.

  6.  Zapp schrieb am 08. Aug 2007 um 18:36 zitieren

    Ich habe noch einen netten Artikel zum Thema in meinen Bookmarks gefunden:
    http://www.roell.net/weblog/ar.....href.shtml

    So richtig aus dem Leben gegriffen.

  7.  Name (erforderlich) schrieb am 01. Jul 2010 um 13:40 zitieren

    Ihr habt vielleicht sorgen…

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