Peinliche PR-Nummern, SpOn
das sind so Dinger, wo man sich Sonntags über die Debatte über angeblich aufgetauchte Dokumente zum Schiessbefehl an der innerdeutschen Grenze online bspw. über sowas mokiert,
die von der Auflösung bedrohte Stasi-Unterlagenbehörde zaubert einen uneingeschränkten Schießbefehl gegen Mauerflüchtlinge aus ihrem Archiv. … Dabei wurde ein fast identisches Papier schon vor zehn Jahren veröffentlicht.
oder sowas:
Der Rest des Landes sprang an. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sagte … „Der Fund des Schießbefehls demonstriert in erschreckender Weise, wie menschenverachtend dieses System war.“
oder auch:
Die Anweisung richtete sich an Angehörige des DDR-Geheimdienstes, die als normale Soldaten getarnt bei den Grenztruppen eingesetzt waren und fluchtwillige Kameraden aufspüren sollten.
und so weiter und so fort.
Das ist auch alles ganz dufte soweit und investigativ und Spiegel-2.0-untypisch und hastenichgesehn,
wenn,
ja wenn nicht sage und schreibe einen Tag vorher – tja, wo wohl, im Spiegel online – solcher Art Geplärr seinen Platz gefunden hätte:
SCHIESSBEFEHL FÜR DDR-GRENZE ENTDECKT
„Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern“
und, Tada!:
Stur behauptete die DDR-Führung, es habe keinen Feuerbefehl gegen Mauer-Flüchtlinge gegeben – nun ist das Gegenteil bewiesen.
Na denn, weiter so.
Links:
- Schiessbefehl für DDR-grenze entdeckt – „Zögern Sie nicht, auch nicht bei Frauen und Kindern“ (SpOn, Samstag)
- Schiessbefehl für DDR-Grenze – Wichtige Veröffentlichung oder peinliche PR-Nummer? (SpOn, Sonntag)
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- von Mike® am 13. August 2007 in:
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