Sag mal, Peter Wensierski, Spiegel,
liest Du eigentlich den – ääh – Spiegel?
Ich bin mir nicht sicher, aber bei jemandem, der seinen Sermon in das Sturmgeschütz der Demokratie erbrechen darf, sollte man eigentlich davon ausgehen können, nee?
Misstrauisch begleitete die Obrigkeit das DDR-Indianerwesen von Anfang an. Karl May war verpönt, seine Bücher wurden nicht verlegt.
Himmel hilf! Unterdrückung, Überwachung, Mediengeschmier und das ganze komplette Programm hat es, wie man aus dem Spiegel weiss, ja nur in der DDR gegeben, aber eins ist da noch, wo ich noch Fragen offen hätte.
Ins selbe Blatt schrieb nämlich vor nicht allzu vielen Jahren ein Herr Klaus-Peter Voigt in einem tendentiell ähnlichen Artikel folgenden Satz:
Gnadenlos machte sich der Rotstift zu DDR-Zeiten an „Winnetou“ und anderen Werken des Abenteuer-Schriftstellers Karl May zu schaffen. Durch krampfhafte Korrekturen sollten die Schmöker systemgerecht getrimmt werden.
Wenn die Bücher nicht verlegt wurden, für wen wurden die eigentlich „systemgerecht“ getrimmt? Für die Mongolei oder was?
Quellen:
- Rothäute im Sozialismus – Stasi bizarr: Die Spitzel-Truppe überwachte DDR-Bürger, die in der Freizeit Indianer spielten. (Spiegel)
- KARL-MAY-ROMANE – DDR-Verleger verfälschten „Winnetou“ (SpOn)
- von Mike® am 14. September 2008 in:
- Allgemein,
- Presseschau
[...] Mike erregt sich, dass Peter Wensierski vor längerem behauptet hat, Karl May sei in der DDR nicht verlegt [...]
Mike erregt sich …. bruharrharr! Wie erregend Spiegel online doch sein kann. Aber: Gut Obacht gegeben, Gevatter.