CSS3 durch JavaScript?

Eric Meyer will nicht darauf warten, dass alle Browser CSS3 unterstützen, er sieht JavaScript als Lösung. JavaScript soll automatisch CSS-Angaben auslesen und entsprechend umsetzen. Mehrere Hintergrundbilder, die für ein Element per CSS definiert werden, sollten so zB erkannt werden und durch per JS generierte DIVs umgesetzt werden. Als ersten Schritt sieht Eric das Projekt Sizzle.

Zusätzlich könnten weitere Eigenschaften auf diese Weise umgesetzt werden – etwa „wackelnde“ Buchstaben oder ähnliches. Den Artikel sollte man lesen und sich über das Thema Gedanken zu machen kann auch nicht schaden.

Relaunch Kieler Nachrichten

Die Kieler Nachrichten interessieren mich in etwa so stark, wie die aktuellen Wasserstandsmeldungen für Timbuktu.
Demletzt allerdings tickerte es in meinem Feedreader ein paar mal komisch etwa der Art:

  • Kieler Nachrichten starten online durch …
  • Die Seite KN-Online fiel bislang nur dadurch auf, ein unstrukturierter Baukasten zu sein. (Hervorhebung von mir)
  • Relaunch von kn-online gelungen

und dergleichen mehr, dass ich dann doch mal nachschauen musste, wie sie es verrissen haben.
Und wurde – wie erwartet – nicht enttäuscht – im Gegenteil:

das veraltete Tabellendesign wurde incl. Überschriften und jeglicher Struktur entsorgt, und stattdessen durch eine moderne Div-wüste ersetzt.
1180 (eintausendeinhundertachtzig!) Divs auf der Startseite, nicht ein einziges Inhalt/Semantik gebendes Element, das muss denen erst einmal jemand nachmachen, das kann selbst RTL nicht schlechter.

Link gibt’s bei google, das geht nun garnich, die hier direkt zu verlinken…

Subscribe to Comments deaktiviert

Die meisten unserer Leser werden wohl, wie wir auch, auf diversen Blogs unterwegs sein und auch öfter mal Kommentare schreiben. Da verliert man sehr schnell den Überblick und wirklich verfolgen kann man Diskussionen in Kommentaren ohne Hilfe kaum. Abhilfe schaffte in vielen Blogs (zu denen auch dieses hier gehört(e)) bisher das WordPress-Plugin „Subscribe to Comments“. Einfach, praktisch und zuverlässig verrichtete es seinen Dienst. Einen Strich durch die Rechnung macht hier allerdings mal wieder die unerträgliche und unausgegorene Internet-Rechtslage in Deutschland.

Nicht jeder trägt seine eigene E-Mailadresse ein, sondern eine fremde. Der Besitzer dieser E-Mailadresse bekommt dadurch ungewollt Mailbenachrichtigungen, wenn neue Kommentare zu einem Thema vorliegen, mit dem er unter Umständen absolut nichts zu tun hat. Das ist nervig, keine Frage. Ist die Seite „gewerblich“, was sehr unterschiedlich (siehe unausgegorene Rechtslage) ausgelegt werden kann, können diese ungewollten Mails allerdings auch als Spam gewertet und kostenpflichtig abgemahnt werden. Eine solche Abmahnung wurde auch Jan Tißler vom Upload-Magazin zugeschickt.

Rechtlich sicherer wäre ein „Double-Opt-In-Verfahren“, bei dem man eine Mail mit einem Link bekommt, den man klicken muss, falls man weitere Mails erhalten möchte. Zwar sind auch hiergegen gewisse zu mehrmonatiger Haftstrafe verurteilte Anwälte schon mehr oder weniger erfolgreich vorgegangen, trotzdem hat man damit wohl erheblich bessere Karten als ohne dieses Verfahren.

Dr. Web schreibt über CommentMailer, ein WordPress-Plugin, das genau diese Funktion erfüllt. Optimal scheint aber auch dies nicht zu sein. Und so bleibt uns leider vorläufig nichts anderes übrig, als auf Kommentarbenachrichtigungen zu verzichten. Ich möchte mich bei euch entschuldigen, aber anders geht es derzeit nicht.

Update: Wir setzen jetzt ein bearbeitetes Plugin ein, das Doppel-Opt-In unterstüzt. Danke für den Tipp an Korrupt.

Psychotests, die die Welt nicht braucht (Internetsucht)

Wenn ich auf eine Skala von 0 bis 100 mich einschätzen müsste, wo ich stehe, was die Sucht oder besser Abhängigkeit nach dem Netz betrifft, so würde ich mich irgendwo bei 80 einordnen.

Als jemand, der alles gern überkritisch betrachtet, bin ich aber immer auch noch fair meines Erachtens, und das schliesst mich ein.
Obwohl ich denke, dass ich die letzten 5 Jahre massiv die Kurve gekriegt habe, was das Vernachlässigen des echten Lebens betrifft, schätze ich, dass ich ein echtes Problem habe.
Wenn ich dann aber Tests finde, die mir bescheinigen:

Sie haben 36 Punkte erreicht

dann platzt mir schlicht und ergreifend der Arsch.

Ich muss 16 Stunden am Tag im Netz verbringen, um eine Quote von 36% zu erreichen?
Was zur Hölle ist das für ein hart dämlicher Test, und viel schlimmer, was machen die Leute, die sich nicht selbst zu reflektieren wissen mit einem solchen Ergebnis bzw so einer zusammengelogenen Statistik?
Eine weitere Stunde Leute „morden“ in WOW oder was auch immer? Himmel hilf. Wer denkt sich solche gequirlte Scheisse aus?

Link: Internetsucht Test (palverlag.de)

Bonuslink: lol, Du hast rofl gesagt (flash/ hirnsalto.de)
.

Bitte einen Eimer!

Symantec-Chef Thompson über Datenschutz:

Thompson: Datenschutzverständnis der Europäer übertrieben (golem.de)

Ohne Worte.

Seamonkey 2 und die Finanzkrise

Lange Build-IDs wieder weg? (usenet/ via Google-groups)

Ich hab nicht gelacht.

Font-Tags bei der taz

Über den Relaunch von taz.de berichteten wir damals (Juni ‚07). Was damals nicht aufgefallen ist (oder noch nicht vorkam), war ein HTML-Element, deren Einsatz schlicht peinlich ist. Zurück in die Zukunft Vergangenheit, denkt man da. Es geht um das font-Element.

Typografie-Definitionen gehörten schon zum Repertoire von CSS 1, womit das font bereits seit 1996 überflüssig ist. Vorzuwerfen ist das allerdings nicht den Webentwicklern, sondern einem Phänomen, das wohl jeder aus Foren und aus HTML-Mails kennt: User finden eine andere Schriftart schöner (gerne genommen wird z.B. Comic Sans MS) und ändern sie manuell.

Dass dieses Phänomen wohl auch bei der taz vorliegt, sieht man daran, dass es nur bei einigen Artikeln vorommt, also nicht von einem Template eingebaut wird. Im Quelltext sieht das dann so aus:

<font face="Helvetica,Arial,Lucida">...</font>

Dass keine generische Schriftart mit angegeben wird, wundert da nicht mehr wirklich.

Doofe Kunstnamen

Mit .net anno dunnemals ist ja MS schon ein halbwegs guter Griff ins Klo gelungen, möchte man sich informieren und gibt .net mal in eine Suchmaschine ein, so kann man gleich auf der ersten Seite sich über

KATH.NET – Katholischer Nachrichtendienst
Katholische Webzeitung mit täglichen News zu kirchlichen und politischen Themen.

und dergleichen ähnlich informative Ergebnisse freuen, zum Glück gibt’s für die etwas Fortgeschritteneren die Möglichkeit nach DotNet zu suchen. Voila. Passt grad noch.

Immer wenn man dann aber denkt, es geht nun nicht mehr wirklich noch etwas dööfer, dann kommen irgendwelche beschruppten Marketingstrategen her und meinen den grossen Durchbruch mit – ähem – ach ja:
Microsoft .. Will mit ‚M‘ eine neue Programmiersprache auf den Markt bringen (gulli.com)
zu schaffen.
Schon wieder April? Es bleibt spannend.

Kurze Werbeunterbrechung

So Kampagnen, die dem genusssüchtigen Bürger erklären wollen, wie hart Scheisse er ist, sind ja fast generell eher der Lacher, wenn aber dann doch was wirklich gut gemacht ist, dann das da.

P.s. Ja, das ist Hornalt aber gut.

Ach „Süddeutsche Zeitung“,

dass es bei Dir im Wochentakt stetig aber zielstrebig in Richtung „Spiegel“-Boulevard-Müll geht, ist aufgrund der allgemeinen Verdummung nur konsequent, schliesslich müssen ja ein paar Deppen Deine Zeitung lesen bzw. kaufen, dass aber heute in Dir zu lesen war, dass die „junge Welt“ die ehemalige Parteizeitung der SED wäre, das, liebe Süddeutsche, ist mir schon ein innerer Reichsparteitag wert.
Liebe Grüsse zu Euch rüber nach München an die lieben Parteisekretäre von der CSU.

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