Spass mit der Bahn
Damit wir hier nicht die Einzigen sind, die sich zum Ausfall des Bahn-netzwerkes gestern enthalten haben, hier anderthalb kurze Gedanken dazu:
1. Dass laut semioffiziellen Quellen die Ursache war, dass in einem Rechenzentrum in Berlin der Strom ausgefallen ist, das ist noch nicht irgendwie was direkt aus der Kategorie, wo man fordern wollte, Verantwortliche für so innovative Rechenzentren (herrgott, es ist schliesslich die B A H N) an die Wand zu stellen, dass aber die Bahn in der Situation ihrem Zahlvieh laut Süddeutsche anbietet:
1.5. dass den BahnKunden ausnahmsweise das exclusive Recht eingeräumt wird ihre Fahrkarte ohne Nachlösegebühr im Zug lösen zu dürfen
da fällt mir dann wirklich nix mehr ein.
- von Mike® am 16. Januar 2009 in:
- Presseschau,
- YMMD
Mal eine Frage: Was ist sonst eine „Nachlösegebühr“?
Hier in lokalen RB kann man nichts nachlösen, es sei denn man hat sich sofort beim Zugführer beim einsteigen gemeldet, dass der Automat nicht ging.
In sowas wie ICs und IECs gibt es ja immer Schaffner und ich habe gesehen, dass man bei ihnen auch karte kaufen kann. Zahlt man da etwa drauf? Dachte bisher, dass man da nichts draufzahlt aber da ich es bisher nie machen musste, weiß ich es nicht.
Und nun noch eine interessante, gefundene Geschichte zu der Bahn (Stichwörter: Datensammeln, Datenschutz, Kundenfreundlichkeit, usw.):
Beitrag im heise-Forum
Es gibt ein paar Bundesländer, wo es seit einiger Zeit kein Nachlösen gibt. Das heisst dann auf bahndeutsch Schwarzfahren incl. der bekannten Nebenwirkungen (12-jährige Kinder bei -20 Grad rausschmeissen oder 20 Tacken abziehen und sowas…)
Dann gibt es afair noch ein paar Länder, wo die Bahn es sich noch nicht ganz leisten kann, ihre Kunden wie Betrüger zu behandeln, da kostet das lösen im Zug wohl 1,50 oder 3 Euro Aufschlag.
Ich fahr seit langem nicht mehr Bahn, daher weiss ich das nicht so genau, genau weiss ich aber, dass ich in meiner Stadt ohne Ticket nicht in einen Zug steigen darf, wenn ich nicht wie ein Verbrecher behandelt werden möchte.
Weißt du es konkreter?
Kenne das eigentlich nur so, dass hier nur in der RB keine ticket gelöst werden können und wenn man keins hat oder so dann werden die Daten aufgeschrieben und man muss da innerhalb von 30 Tagen 40 Euro zahlen bzw. früher war das noch so, dass wenn man eine Monatskarte, die zum Zeitpunkt der „Schwarzfahrt“ gültig war und personalisiert ist, nachträglich vorzeigen kann (hatte man zu Hause vergessen), dann hatte man nur 10 Euro zu zahlen, wobei diese Zusatzregelung vielleicht jetzt weggefallen ist.
Was passiert, wenn die Identität nicht festgestellt werden kann, kA. Eigentlich müsste die Bahn dann u.U. die Polizei einschalten oder so.
Oder ist etwa das Lösen in ICs/ICEs/REs mit extra Gebühr versehen? Wie gesagt – ich musste sowas bisher nie machen aber habe schon öffters gesehen, dass in diesen Zügen die Karten on-the-Fahrt gekauft wurden.
Bayern:
http://www.bahn.de/regional/vi.....agne.shtml
Thüringen, Sachsen und Sachsen-anhalt das selbe, wenn es auch nicht so eindeutig formuliert ist:
http://www.bahn.de/regional/vi.....best.shtml
In Thüringen hab ich letztes Jahr in Bahnhöfen Schilder gesehen, die auf die Änderung hinwiesen, und dort war, wenn ich mich recht entsinne, das ähnlich formuliert wie der Link zu Bayern.
IC etc. dürfte aus der Regelung rausfallen, die Schaffner werden schwerlich an der Grenze zu Bundesländern, die massiv Zugbegleiter aufs A-Amt geschickt haben, ihre böse Miene aufsetzen