Immer, wenn man denkt,

 man kann etwas jetzt wirklich nicht noch einen Tacken scheisser und dööfer machen, dann passiert sowas.
Ultra.

(Siehe zum Thema auch: Das Logo für London 2012)

Spass mit der Bahn

Damit wir hier nicht die Einzigen sind, die sich zum Ausfall des Bahn-netzwerkes gestern enthalten haben, hier anderthalb kurze Gedanken dazu:
1. Dass laut semioffiziellen Quellen die Ursache war, dass in einem Rechenzentrum in Berlin der Strom ausgefallen ist, das ist noch nicht irgendwie was direkt aus der Kategorie, wo man fordern wollte, Verantwortliche für so innovative Rechenzentren (herrgott, es ist schliesslich die B A H N) an die Wand zu stellen, dass aber die Bahn in der Situation ihrem Zahlvieh laut Süddeutsche anbietet:
1.5. dass den BahnKunden ausnahmsweise das exclusive Recht eingeräumt wird ihre Fahrkarte ohne Nachlösegebühr im Zug lösen zu dürfen
da fällt mir dann wirklich nix mehr ein.

Google=Co2-Schleuder?

Die letzten Tage ging’s ja schön lustig durch alle Medien, dass Google pro Suchanfrage 5-10 Gramm CO2 verblasen würde, ich habs mir etwas gemütlich gemacht, und ein paar Tage auf harte Daten gewartet.
Nun sind sie da, die harten Daten:

Die Quelle dieser Angabe wiederum soll ein zwei Jahre altes Blog-Posting des Sun-Mitarbeiters Rolf Kersten sein. Der zuständige Editor der Times meint, man habe „den Eindruck gehabt“, dass es sich dabei um Ergebnisse von Wissner-Gross gehandelt habe.

*Prust*

Physiker widerspricht Times-Darstellung (intern.de)

Wo nur die ganzen Updates der Falsch-Meldungen so bleiben?

Andrian Kreye, Süddeutsche

Dir wird man unter Umständen eines Tages einen dicken Orden an die Brust heften, weil Du es warst, der das Internet ohne grossen Aufwand mit Geruch verbunden hat. Mundgeruch.
Man muss nur 2 Zeilen von Deiner Hirnakrobatik lesen und schon verbreitet sich ein – ääh – schon möchte man schön weit weg flüchten, fern jeder Projektionsfläche, ob dieses hanebüchenen Hartgeschwafels.

Doch was sich da unter der Flagge von Freiheit, Fortschritt und digitaler Innovation als vermeintlich revolutionäre Gegenkultur formiert hat, ist nichts anderes als die Annektierung des Kulturbetriebes durch eine Technikbranche.

Darf’s nicht noch etwas mehr sein? So etwa: „Nazis enteignen die Rolling Stones“ oder was der Art? Nee? Schade. Über Auswurf a la:

Die Inhalte, wie nun jede Form von Kultur im Branchenjargon (von AOL+Compuserve etc. (red. Anm.)) genannt wurde, waren Gratiszugaben.

hätte man schon herzlich lachen können.
Ach so, für solch Müll hat Dir die Süddeutsche auch Geld überwiesen? Dann hab ich mal nix gesagt.

Die Aushebelung der Urheberrechte schafft jetzt schon ein Zweiklassensystem mit einem tiefen Graben zwischen Stars und einem kulturellen Prekariat. Die Auswirkungen auf die Zukunft der Kulturen ist schwer abzuschätzen. Sicher, die Kreativität, die digitale Technologien freisetzt, ist nicht zu leugnen. Doch da wird viel schöngeredet. Der beliebte Vergleich zwischen Urheberrechten und Patenten hinkt. Patente lassen sich vermarkten. Tantiemen sind dagegen nur ein kultureller Gesellschaftsvertrag. Der ist nun in Gefahr.

Uuh, Moment, muss mir mal kurz ne Träne wegdrücken.

Link: Kopierschutz am Ende – Falsche Revolutionäre (sueddeutsche.de)

Update: Siehe auch: kurz korrigiert 7: kulturprekariat und stars (fluechtigenotizen.wordpress.com)

Relaunch SPD.de

Was für eine himmelschreiende ekelhafte Drecksscheisse, Ajax, wohin man schaut, ohne JS darf man zwischen „animierter“ und „alternativer“ Version wählen, die auf grausigste Textwüsten linken: holla!
Mehr davon, gestern war das alles noch irgendwie begehbarer.

Schnell weg, ja nicht allzu genau hinschauen.

Edit: wie immer kann ich es natürlich nicht lassen und kuck doch noch mal. Wer zur Hölle denkt sich so einen gequirlten Hartmüll aus? Gibt’s das auch mit Struktur?

vor blättern
Hybsch mit Deppenagenturleerzeichen, klickmerma:
mhh?

Ne Blätter-Community? Oh Gott oh Gott oh Gott.

Spass mit Politiker-webseiten

hat Netzpolitik.org bei einer zwar quantitativ oberflächlichen aber trotzdem interessanten Betrachtung einiger Webseiten von Politikern.
Mein Favorit ist gleich das erste Beispiel; sehr viel mehr Scrollbalken kann man in 2009 beim besten Willen nur mit sehr viel Mutwillen dem Politikinteressierten zumuten:

Als ehemaliger Bundesdrogenbeauftragter (mit dem Spitznamen “Bier-Edi”) war er sogar einige Jahre Staatssekretär. Dass seine beste Zeit lange vorbei ist, zeigt seine Webseite.

Schade, dass sich die Betrachtung hauptsächlich auf Aktualität bezieht, aber HTML/Web-Schmankerl lassen trotzdem nicht zu wünschen übrig:
Die besten Politiker-Websites von gestern (netzpolitik.org)

Neuigkeiten 2009

Konjunktur: Ifo-Chef prophezeit schwerste Krise seit 1945
Düstere Prognose: Nach Ansicht des Präsidenten des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, steckt Deutschland in der schwersten Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

Das is ja mal‘n Ding, wer hätte das gedacht…

Link: Ifo-Chef prophezeit schwerste Krise seit 1945 (stern.de)

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