Momentan gibt’s viel Wirbel um eine geplante Tagesschau-app, wo man sich an den Kopf greifen muss, mit welchen Argumenten dagegen geschossen wird. Speziell Springer, die mit Bild und Welt zum gefühlt einedillionsten Male testen wollen, wie man im Netz mit Paid-content aufs Maul fällt, faseln einen durchsichtigen Nonsens daher, dass einem schlecht wird.
Wobei, mit dem auf’s Maul fallen wird wohl doch etwas schwerer, wenn’s um Apple-fanbois und Iphone-deppen geht:
In Apples „App Store“ landeten die Programme ganz vorne, wenn auch diverse Käufer sich beschwerten, nicht mitbekommen zu haben, dass die Bild- und Welt-Apps monatlich neu gekauft werden müssen.
Die Elite sozusagen.
Ääh, was wollte ich? Ach ja:
Bei Springer reagierte man mit Befremden: „Es gehört ganz sicher nicht zum Grundversorgungsauftrag öffentlich-rechtlicher Fernsehanstalten, kostenlose Applets auf dem iPhone zur Verfügung zu stellen“, ließ Sprecherin Edda Fels der Presse mitteilen. Das sei eine „nicht tolerierbare Marktverzerrung“.
Das ist Unfug, bzw. das Pferd von hinten aufgezäumt. Die öffentliche Grundversorgung gehört selbstverständlich auf Geräte mit Internetzugang, und siehe da – tada! – da ist sie auch schon. Tagesschau.de kann jeder Interessierte entweder direkt in einem mobilen Browser lesen, oder „halb“-direkt in einem RSS-Reader. Für dünne Leitungen oder kleine Displays gibt’s eine Mobilversion ohne oder mit Bildern, offline für Unterwegs ohne Netz gibt’s eine Avantgo-version. (Von letzterem kann man sicherlich halten was man will…)
Und genau da ist der springende Punkt, keine Sau braucht eine Extrawurst für ein einziges Gerät, da wird das Geld des Gebührenzahlers für pseudoelitären Spielkram zum Fenster rausgeworfen.
Quelle: Springer fühlt sich verapplet (taz.de)
Ich habs mir jetzt paar Tage verkniffen, aber irgendwann kann ich es einfach nicht mehr hören:
Der Ökonom Ulrich Blum schlägt eine Ethiksteuer vor, „um die Austrittswelle aus der Kirche bremsen“.
Kann man solche Nasen nicht irgendwie wegökonomisieren? Nein? Scheisse!
Quelle: Ethik-Steuer, „um Austritte zu bremsen“ (taz.de)
Da viele danach suchen und dann auf diesen alten Artikel stoßen, gibt es hier jetzt eine kleine Erklärung, wie man UTF-8 als Standard-Zeichensatzkodierung unter SciTE einstellt.
In den User-Einstellungen (Options → Open User Options File) muss einfach die Code-Page-Einstellung wie folgt angepasst werden:
code.page=65001
Nach dem Speichern der Datei sollte SciTE bei jedem Start UTF-8 als Standard-Encoding verwenden.
… die mir auch gern eingefallen wären:
Fast richtige Schlagzeilen (111) (titanic-magazin.de)
Eine größere vierstellige Zahl von Unternehmen und Domaininhabern bekam dieser Tage Post von der Osnabrücker Websuche Search Technology GmbH mit dem Angebot, für 99 Euro eine .co.de-Subdomain für ihr Unternehmen zu „mieten“.
Danke, Denic, danke VW. Mal kucken was da noch so an Spam nachkommt.
.de-Subdomains: Ärger um co.de (heise.de)
Die DNS-Server der Internetprovider haben bekanntlich nicht den besten Ruf. Nicht nur, dass sie auf eigene Suchseiten umleiten, wenn die Domain nicht gefunden wurde, seit Zensursula müssen sie die DNS-Einträge auf Wunsch des BKA auch zensieren. Wer darauf keine Lust mehr hat, kann andere, freie DNS-Server benutzen. Soeinen bietet unter anderem der Datenschutz-Verein FoeBUD an und bis vor kurzem habe ich diesen auch benutzt. Seit einiger Zeit sind nun aber diverse Internetverbindungen (Browser, Mail, etc.) sehr langsam. Das gilt allerdings nur für Anwendungen, die DNS benötigen, also Verbindungen über Domains aufbauen. Torrent-Clients sind demnach z.B. nicht betroffen, da sie die direkten IP-Adressen der anderen Peers ansteuern. Auch Nachts waren die Verbindungen schnell, anscheind greifen da weniger Leute auf den FoeBUD-DNS-Server zu.
Ich bin dem FoeBUD sehr dankbar dafür, dass sie einen kostenlosen (!) freien DNS-Server zu Verfügung stellen, unter diesen Bedingungen ist der aber für mich unbenutzbar. Inzwischen bin ich auf einen anderen vertrauenswürdigen DNS-Server umgestiegen und bin sehr zurfieden. Eine Anleitung wie man einen DNS-Server einstellt und eine Liste mit freien DNS-Servern stellt der CCC-Berlin bereit.
Update: Spannend in dem Zusammenhang sind natürlich auch die DNS-Pläne von Google, zu denen unter anderem fefe ein paar Sachen aufgeschrieben hat.
Laut einem Bericht von Hit-Radio Antenne Niedersachsen dürfen niedersächsische Polizisten in ihren Dienststellen derzeit nicht das Internet nutzen. Grund sei, dass die automatische Updatefunktion der Virenschutzsoftware nicht funktioniere.
Wie meinen? Internetverbot wegen nicht funktionierendem AV-Updates? Versteh ich das richtig, dass die da als Admin auf Windowsrechnern surfen?
Das is definitiv ’ne Ente, so bescheuert kann keine Behörde sein.
Vorübergehendes Internetverbot für niedersächsische Polizei (heise.de)
… haben die da in Schleswig-Holstein:
Reizgas ohne Reiz (sueddeutsche.de)
Ich hab nicht gelacht!
kann ich mich irgendwie überhaupt nicht anfreunden.
Meinen persönlichen Hauptgewinn bekommen:
- www.credit-suisse.com
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Etwa 50% der Seiten der Preisträger skaliert (bei nur-text-zoom) nicht fluid, sondern rechts aus dem Browserfenster hinaus (Extra-scrollbalken, jippie).
Desweiteren verwenden mehrere der Preisträger feste Höhen für diverse Elemente, so dass Text überläuft, teilweise auch weisse Schrift in weissen Hintergrund hinein. Bspw. bei www.bund.de, aber da ist man nach dem Skalieren eh schon verloren.
Das Selbe gilt für browserseitig eingestellte minimale Schriftgrössen.
www.dhl.de beglückt mich mit einem inlineframe, www.weisse-liste.de, was eigentlich am brauchbarsten ist hat da rechts einen „Ihre-meinung-button“, auf den man sich tot-klicken kann, Zeit-online bekommt für ihr altbekanntes interaktives Ratespiel „wo zur Hölle ist mein Fokus?“ eine Biene in Bronze, alles in allem kristallisiert sich bei den Preisträgern die Frage heraus, was man eigentlich noch alles falsch machen muss um KEINE Biene zu bekommen.
Goldgewinner Manufactum glänzt neben anderen Schwächen mit:
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Das muss ich nicht verstehen…
Link: BIENE 2009: Manufactum hat die schönste Blüte (einfach-fuer-alle.de)