Getestet: Microsoft Standalone System Sweeper

genauer gesagt die Beta davon, deswegen wird’s leider nur ein verhaltener Rant.

Microsoft Standalone System Sweeper (MSSS-Tool) ist ein bootbares System, um Rechner auf Viren/ Rootkits zu checken.

Vorweg: für Otto-normal-DAU ist das ein hervorragendes Tool, was grossteils tatsächlich macht was es soll.
Schaut man sich den Spass allerdings etwas genauer an, muss man schnell feststellen, dass es sich hier mitnichten um eine Beta handeln kann, sondern eher eine frühe Alpha.
die Installation ist recht einfach, man lädt sich den Installer (mssstool32.exe (bzw 64)) runter setzt Häkchen was man gerne hätte: Iso, direkt auf CD brennen oder auf USB-Stick, das Tool lädt die entsprechenden Daten nach, installiert und los gehts.
Auch die Probleme.

Sofern man das Medium nicht gerade eben erst erstellt hat sollte man nach dem Booten des Tools Updates holen.
Hat man sich für die CD-Version entschieden holt der brav alle Signatur-Updates je Update etwa 150MB(!) (inkrementelle Updates werden noch erfunden werden müssen) um dann festzustellen, dass er die Updates nicht installieren kann. Kann man dann mit einer nichtssagenden Fehlermeldung beenden (oder ohne Update scannen). Wie kommen die auf die bescheuerte Idee Updates auf eine CD-Rom schreiben zu wollen?

Updates (am Usb-stick dann…) laufen übrigens zu allem Überfluss nur, wenn eine Festplatte mit für Windows lesbarem Dateisystem im Rechner hängt. Heisst: schnell mal den USB-Stick an einem Linux/UNIX/whatever-rechner updaten -> nöö.

Wenn man unter Windows den ursprünglichen Installer zum Updaten verwenden möchte, weiss der natürlich auch nicht, wie man auf den eingesteckten USB-Stick schauen kann um zu sehen, ob da schon was ist. Der holt dann alle Daten (250MB) und killt den Stick.
Ach, was mir bei den Updates noch aufgefallen ist: der holt nix schneller als 100kB/s. WLAN geht gar nicht.

Ich hol mir jetzt den „Ultimate Boot Stick“ und schreibe das Kapitel MSSS als Lehrgeld ab.

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