Fefe-mimimi vs Neues geiles Tool!

tl;dr:

Fefe schreibt 2 Beiträge [1] [2] zum Problem, dass angeblich effizienzsteigernde Tools in Firmen nicht angenommen werden.
Das ist alles ganz niedlich und tatsächlich ein grosses Problem, aber – ähh SAP ist wirklich toll oder DATEV oder #wirklichgeilerscheissvommarktführer.

Long Version Teil 1:

[...]jemanden, der in einer Firma Post austrägt. [...] der kommt morgens immer zur Poststelle, greift sich mit beiden Händen Briefe, und trägt die dann in der Firma rum zu den einzelnen Gebäuden oder Mitarbeitern.
So, jetzt stellt euch mal vor, dass die Firma dem einen Sack kauft. Hier, Postausträger, du musst die Briefe jetzt nicht mehr mit deinen Händen tragen, tu sie in diesen Sack. […] Und jetzt stellt euch mal vor, dass der Austräger ablehnt.
Ja, aber du könntest damit deine Produktivität steigern! Mehr Post in weniger Zeit austragen! Schau mal hier, wir können dir die Post auch vorsortieren, dann hast du einen Sack für Gebäude A und einen für Gebäude B!

Wenn die Firma das von MCKinsey oder wie die ganzen kriminellen Wegelagerer heissen empfohlen bekommen hat, dann ist klar, dass der nee sagt. Man könnte die Post-transportierung auch mit SAP erledigen, Win-win-win!

Und: Produktivität? What? Hat der dann eher Feierabend oder mehr Geld? Auf’s Maul! Mehr Geld hat MCKinsey, sonst keiner. Hat den wer gefragt, ob das mit dem Sack zielführend ist? Oder obs nicht mehr Zeit kostet, die in den Sack reinzutun und wieder mühselig rauszusuchen? Nein!

Aber das ist gar nicht der Punkt, der mich bedrückt, dass sich da so viel Mist akkumuliert. Was mich bedrückt, ist: Wenn du in der Abteilung für $FOO arbeitest, und die Firma schafft das Marktführer-Tool für $FOO an, und du kannst es nicht bedienen … hättest du dann nicht das Bedürfnis, das zu lernen?

SAP? Nöö. Krieg ich mehr Geld und zusätzlich ne Kompensation für Magengeschwüre?. Nein, Mehr Geld kriegt SAP.

Nehmt nur mal Windows und MS Office. Muss man nicht mögen, aber wenn man damit tagtäglich Briefe schreiben muss, dann setzt man sich dochmal damit auseinander, dass man Text auch mit Shift-Ctrl-Pfeiltasten wortweise markieren und mit Ctrl-B fett setzen kann, und da nicht mit der Maus herumkrautern muss.

Gutes Beispiel, wo ich dem mimimi zustimme. Das sind aber die seltensten Fälle. Und mit dem eigentlichen Problem hat das auch überhaupt nichts zu tun. MS Office ist nicht neu. Wer da rumkrautert gehört gefeuert.

Teil 2:

Und es scheint auch tatsächlich Firmen zu geben, die 100k für ein Produkt ausgeben, aber dann nicht 10k für die Schulung in die Hand nehmen wollen.

Bullshit. Das Problem ist, dass Firmen 100k für Bullshit verbrennen, weils der McKinsey-Berater sagt und den Angestellten sanktionieren, wenn er sagt, wie man was schöner machen kann.
Punkt. Ende.

Edit: Was da ja auch noch reinspielt: wenn man 10k für ne Schulung braucht, dann sollte man erstmal überlegen, warum man Gutes Geld ner schlechten Softwäre hinterherwirft, die eine Schulung braucht. So Typo3-mässig: 1000 Seiten Handbuch und 6 Wochen Schulung, damit ne Sekretärin einmal im Monat eine (!) News-Seite updated. Aber is OpenSource!!11

Ah nee nochwas, Winsler fefe klassifiziert eine der interessanteren Mails zum Thema als „Winsel-rant“. Das sagt ja reichlich über fefes Kompetenz aus, wie es in Firmen so zugeht.

Keine weiteren Fragen Euer Ehren.

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