Als Erfinder der Injektionsmaschine

für Todesspritzen zum „Ausüben“ der Todesstrafe, wird, wie im Zusammenhang mit der höchstgerichtlich festgelegten Aussetzung der Todesstrafe durch ebenjene, immer mal wieder gern, zum Beispiel hier in der Taz, Holocaust-Leugner Fred Leuchter genannt.
Ich halte das für eine urbane Legende.
Im Netz finden sich nach kurzer Recherche Unmengen Seiten, bspw. auch in der Wikipedia hier oder hier, wo quellenfrei eben diese „Legende“ behauptet wird.

Bekannte Fakten, die die Geschichte als urbane Legende scheinen lassen, aber eben leider auch nicht detailliert/ eindeutig belegen, finden sich in der „Leuchter-Faq„:

Zum Zeitpunkt der Veröfentlichung von Leuchters Abhandlung waren Gasexekutionen in sechs US-Bundesstaaten statthaft – Arizona, Kalifornien, Maryland, Mississippi, North Carolina und Missouri – vor kurzem allerdings wechselten diese Staaten zur Vollstreckung mittels tödlicher Injektion über. Aus den sechs bundesstaaten liegen offizielle Informationen vor, welche über ihre jeweilige Kommunikation mit Leuchter eindeutige Auskunft erteilen. Den diversen Verlautbarungen zufolge hat Leuchter ihnen trotz gegenteiliger Versicherungen seinerseits niemals zur Seite gestanden.

oder in der Holocaust-referenz:

Unsere Aufzeichnungen können eine beratende oder sonstige Tätigkeit Herrn
Leuchters für uns nicht bestätigen.
Ich kann bestätigen, daß die Planung
und Ausführung der Arbeiten von der Reparaturabteilung, Unterabteilung
Ingenieurwesen (Department of Correction Engineering Section) geplant und
von eigenem Wartungspersonal durchgeführt wurde.“ gez. Gary T. Dixon,
leitender Direktor (Nordcarolina)

Weiss jemand genaueres?

Links:

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2 Kommentare to “Als Erfinder der Injektionsmaschine”

  1.  I.C.Wiener schrieb am 01. Nov 2007 um 23:57

    Mir fehlen die Worte…
    Der sehr geehrte Herr Leuchter hat wohl zu viel radioaktiv verseuchtes Material geschluckt um als anerkannte Leuchte durchzugehen?

  2.  Mike® schrieb am 10. Nov 2007 um 6:00

    immer mal wieder gern, zum Beispiel hier in der Taz, Holocaust-Leugner Fred Leuchter

    Hallo Kasper-web-deppen bei der TAZ? Jemand zuhause?

    Au mann, man kann gar nich so viel fressen, wie man kotzen möchte über soviel Dummheit.

    Hier nochmal ein fast identischer Link, der MOMENTAN auf die „richtige Seite verweist:
    http://www.taz.de/1/politik/am.....be46651f06

    Danke an Flo für Hinweis.

    Ps.: ja ich weiss, is Typo3, wenn MICH jemand fragen würde…

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