AOL-Desaster und Googles Reaktion

Googles Chef – oder wie auch immer das heisst – Schmidt, oder wie auch immer der heisst, hat sich dazu herabgelassen ein paar Halbwahrheiten und ganze Lügen in Bezug auf Datensicherheit und Co in ein ihm bereitwillig hingehaltenes Mikro zu plappern:

„Das war ja wohl keine gute Idee“, so Eric Schmidt ironisch. Um gleich darauf zu versichern, dass ein „derartiger Vorfall bei Google nicht passieren kann“. Nie? „Man soll natürlich niemals nie sagen“, schränkte Schmidt wohlweislich ein. Doch seine Priorität sei das Vertrauen der Anwender und eine Veröffentlichung derartiger Datensätze daher tabu.
Quelle: de.inquirer

Das is ja so weit ganz niedlich, wenn ein Vertreter der unangefochtenen Datenkrake Nummer 1 seinen dämlichen Senf über einen Fehler bei der Datenkrake Nummer – ääh ich sag ma – 11 abgibt.
Richtig ist Folgendes:

  • keine gute Idee
  • bei google passiert das nicht
  • veröffentlichung solcher Datensätze tabu

Richtig ist natürlich auch, dass das Vertrauen der Anwender Priorität geniesst, nur leider nicht in dem Sinne, wie sich diese dreiste Halb-wahrheit, Halb-lüge liest.
Google hat natürlich kein Interesse seine Logs – nichtmal sequentiell – offenzulegen, es würde, wie die AOL-Geschichte eindrucksvoll bewiesen hat, offenlegen, was bei Google hinter den Kulissen an Schweinereien möglich ist und – Hand auf’s Herz – selbstverständlich praktiziert wird.
Die Deppen da draussen lassen ihre Mails von Google scannen und indizieren, die Deppen da draussen liefern Google via Google-earth den Standpunkt ihres Wohnhauses frei Haus, die Deppen da draussen liefern Google über Cookies und Ips ihre Suchanfragen und Gewohnheiten, die Blogger bei blogger.com gehen da noch etwas exzessiver ins Detail.

JA, IHR! IHR Deppen.

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14 Kommentare to “AOL-Desaster und Googles Reaktion”

  1.  Oli schrieb am 11. Aug 2006 um 7:57

    Na ja Redmond unterwirft man sich auch schon recht widerstandslos seit Jahren, wenn nicht bald Jahrzehnten und die Adresse vieler, so auch hier, gibts doch leicht via Impressum, oder? 😉

    Web2.0 bzw. die innewohnenden Techniken, provozieren letztendlich „Datenschleuder 2.0″, Google oder sonstwer sind, jetzt nur mal als Suchmachine betrachtet, eher „Mittelsmann“, denn Initiator der Datensammlung.
    Das Datamining das Geschäft der Geschäfte heutzutage darstellt, glaubt aber doch keiner. Die Leute laufen wie ein paar Hühner umher und gackern etwas „was wollen die denn damit“.

  2.  Oli schrieb am 11. Aug 2006 um 11:44

    Mal noch eine kleine Ergänzung zu meinem obigen Kommentar,

    http://rabe.supersized.org/arc.....uropa.html

    Den Buhmann für die Schuld der omnipotenten Überwachung kann man heutzutage eben nicht mehr einem alleine andichten, zu sehr gibt man selbst schon überall bereitwillig die Daten her.

  3.  Mike schrieb am 11. Aug 2006 um 12:29

    Hi Oli, mir ging es in meinem Beitrag nur eher am Rande um die „Überwachung“/ Datamining, mehr um das scheinheilige Bashing von Schmidt aus dem Glashaus a la „Haltet den Dieb!“.

    Danke für den Link, liest sich gut 😮

  4.  Missi schrieb am 12. Aug 2006 um 10:08

    Hier fehlt nen Link auf die Feeds. *anmerk*

  5.  Mike schrieb am 12. Aug 2006 um 10:13

    Nein, 2:
    http://trash-wissen.de/feed
    http://trash-wissen.de/comments/feed/

    Ist in Arbeit btw 🙂

  6.  Missi schrieb am 12. Aug 2006 um 10:16

    Nase, die must zum klicken auf die Seite packen. 🙂

  7.  Mike schrieb am 12. Aug 2006 um 10:22

    welchen Teil von „is in Arbeit“ hast Du jetzt nicht verstanden? 😀

  8.  Missi schrieb am 12. Aug 2006 um 10:25

    Ich frag mich gerade, was das für Arbeit macht? :o)

  9.  Mike schrieb am 12. Aug 2006 um 22:09

    Ok, um die Frage noch zu beantworten, Arbeit, das einzubinden macht das einige. Und zwar strukturelle und gestalterische.
    Man könnte die Feedicons, so wie das überall gemacht wird, einfach mit ins Menü rechts pappen.
    Wir sind hier aber nicht überall, und so machen wir uns Gedanken darüber, dass das Menü so schon viel zu unübersichtlich genug ist.
    Also was tun?
    Geplant ist, die unten in den Footer reinzupappen, was mir persönlich auch nicht sonderlich gefällt, aber Greg is nu ma Scheffe, und irgendwo müssen die auch hin, ich blick da grad nich wirklich in seinem CSS-Gefrickel da durch, bzw mag ich grad nicht durchblicken, also macht er das 😀

  10.  Mike schrieb am 13. Aug 2006 um 23:16

    Irgendwie – ääh – entweder bin ich blind, oder die Suche is auch abhanden gekommen. Grääääääg! Übernehmen sie!

  11.  Greg schrieb am 14. Aug 2006 um 15:35

    Ich war 5 Tage auf einem Festival (nein, nicht M‘Era Luna, obwohl das vor der Tür ist). Wenn ich hier mal endlich alle Mails etc. abgearbeitet habe, dann kommt das. Ich finde die Feedlinks halt nicht wichtig genug, um die nicht (zusammen mit der Suche) nach unten zu verbannen. Die klickt man ja eh nur 1 mal, wenn überhaupt. Ich finde, dass das die Übersichtlichkeit erhöht. Mal gucken, was wir da machen.

  12.  Greg schrieb am 15. Aug 2006 um 14:13

    Da wohl die Mehrheit (alle außer mir) dagegen sind, Feeds und Suche nach unten zu verbannen, habe ich mich geschlagen gegeben und den Krempel in die Sidebar reingeklatscht. Zufrieden?

    Ich würde eine andere Lösung noch schöner finden. Vielleicht fällt uns ja noch was ein, wie wir das am besten lösen…

  13.  Mike® schrieb am 02. Nov 2006 um 2:56

    was bisschen am Thema kratzt ist die angebliche (ich glaub gern dran) Kungelei mit der CIA. Auf SpOn ist hier zu lesen:

    Und so sei auch Googles lautstarke Gegenwehr beim Streit um die Herausgabe von Userdaten gegenüber der US-Regierung nur eine PR-Scharade. „Google war ein wenig heuchlerisch, als sie der Aufforderung des Justizministerium nach Aktenübergabe nicht nachkamen – aber gleichzeitig mit der CIA-Abteilung für Forschung und Entwicklung im Bett waren.“

    Na denn, Hauptsache nur Kuscheln 😮

  14. [...] ist die Verknüpfung von anonymisierten (ähnlich der vom "AOL-Desaster") mit öffentlich einsehbaren Daten, sehr [...]

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