Bundeswehr – jippie!

Ich hab mal wieder Spass mit meinem Feedreader, da stehen 2 putzige Meldungen direkt nebeneinander:
Computervirus „Conficker“ greift Bundeswehr an (sueddeutsche.de)
und
Neue Einheit – Wie die Bundeswehr den „Cyberwar“ gewinnen will (welt.de)

Im Artikel bei der Welt geht’s um elektronische Kriegführung im Netz und dergleichen Schabernack, in der Süddeutschen drum, dass bei der Bundeswehr mehrere 100 Rechner vom Conficker-Virus befallen wären:

Das Amt (BSI) rät zudem zu erhöhter Vorsicht beim Einsatz von Wechseldatenträgern wie USB-Sticks. Beim Anschließen eines Datenträgers wird laut BSI durch die Autorun-Funktion automatisch das darauf befindliche Schadprogramm gestartet und installiert.

Mit einer Armee, die so deppisch ist, „mehrere hundert Rechner“ mit Adminrechten laufen zu lassen und obendrein Austausch mit Wechseldatenträgern zulässt, fühle ich mich richtig sicher, da kann der Iwan ruhig kommen…

Quellen:

6 Kommentare to “Bundeswehr – jippie!”

  1.  Simon schrieb am 14. Feb 2009 um 18:19

    USB-Sticks sind heutzutage das Austauschmedium für Dateien bei Besprechungen und Meetings.
    Das ist aber auch bei allen Firmen und Behörden der Fall.
    Eine praktikable Alternative kenne ich nicht.

    Warum viele Rechner mit Admin-Rechten laufen und die Autoruns-Funktion nicht deaktiviert ist, ist mir aber auch nicht klar.

  2.  Mike® schrieb am 15. Feb 2009 um 4:40

    [quote comment="42725"]Das ist aber auch bei allen Firmen und Behörden der Fall.[/quote]
    Das ist es zum Glück nicht. Sicher, ich weiss aus eigener Erfahrung, wie hemmend das in manchen Fällen sein kann, aber es gibt Lösungen, die Probleme zu umgehen.
    Zum einen: Besprechungen/etc. in Firmen kann eine Sekretärin/etc. per Mail verschicken. Wenn man die Meldung oben liest: Netzwerk ist da. Wenn kein Mail geht, dann kann man die Dokumente im Netzwerk zugänglich machen.
    Zum anderen: fallen mir keine zwingenden Gründe ein, wozu man Daten noch hin und hertragen sollte. Wenn man zwischen verschiedenen Rechnern Daten zwingend synchronisieren muss, gibt es immer noch einen Admin, der dies per Fernwartung erledigen kann.

    So läuft das jedenfalls in dem Laden, in dem ich gerade arbeite (Keine genauen Zahlen parat, werden so ca. 10000+ Mitarbeiter sein)

  3.  Unterdosis schrieb am 15. Feb 2009 um 19:04

    Der Iwan? Ich bitte dich, Mike. Der steht sich doch schon lange nicht mehr vor unserer Tuer die Beine in den Bauch; der Feind hoert jetzt auf den Namen Muhammed und ist mitten unter uns.
    Hat den angenehmen Vorteil dass unsere Bundeswehr zum Kaempfen jetzt nicht mehr weit anreisen muss.

  4.  Simon schrieb am 16. Feb 2009 um 20:51

    In der eigenen Firma alles kein Ding, aber bei Projektbesprechungen mit mehreren Firmen funktioniert das in der Regel nicht.
    Mitarbeiter anderer Firmen haben bei uns jedenfalls keinen Zugriff aufs Netzwerk.

    Alltägliches Szenario:
    „Ich hab heut morgen im Zug noch das Kapitel X für den Report geschrieben. Ich geb’s Ihnen schnell auf USB, dann können wir den Bericht gemeinsam bei Ihnen fertig machen.“
    usw. usf.

  5.  Mike® schrieb am 16. Feb 2009 um 21:00

    Für Projektbesprechungen gibt es in Zeiten von Breitband die gute alte E-mail.

    USB macht viele Sachen bequemer, sicher, auch das Viren hin und herschaufeln 😉

  6.  CerebrosuS schrieb am 18. Feb 2009 um 14:46

    Ich weiß schon warum ich mich vor der Bundeswehr gedrückt habe. 😀

    Grüße aus #coding

Trackback-Adresse | RSS-Feed für die Kommentare abonnieren

Hinterlasse einen Kommentar:


(Wir behalten uns vor Kommentare von dummen Menschen entweder zu löschen oder exemplarisch für die Nachwelt zu konservieren. Dumme Kommentare mit Werbelinks müssen leider auf zweiteres Privileg verzichten.)

XHTML: Du kannst diese Tags verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>