Qualitätsprobleme im Webdesign und ihre Ursachen (Update)

Grad eben wollte ich auf Netzpolitik im Artikel „Qualitätsprobleme im Journalismus und ihre Ursachen“ einen Kommentar hinterlassen, da bekomme ich die Meldung:

Fehler: Der Captcha wurde falsch eingegeben.

Ein Captcha? Wo? Seite neu laden: kein Captcha.

Adblock guggn: „google.com/recaptcha…“

Nun stellen sich mir ein paar Fragen:

  • Wie kann eine Seite, die sich engagiert mit Netzpolitik und Datenschutzthemen beschäftigt, erlauben, dass ein fremder Dienstleister (Google) ohne meine Zustimmung meine IP-adresse bekommt incl. des Links der Webseite, die ich gerade besuche?
  • Warum kann man eine solche Captcha-implementierung nicht so bauen, dass Paranoiker auf Datenhygiene bedachte User sofort sehen, dass sie sich das Kommentieren sparen können?

Update vom 27.April 2011:
Mittlerweile bin ich zufällig auf die Policy von Recaptcha gestossen, und die sagt u.A. Folgendes:

In our logs, we will delete any information that identifies the individual URLs within the implementing site within 30 days of the event logged.

Auf deutsch heisst das, dass im datensparsamsten Falle alle von mir vorhandenen Daten nicht länger als 30 Tage mit der direkten Seitenadresse verbunden werden, sondern „nur“ mit der Domainadresse. Im datensparsamsten Falle weiss Google also, wann und wie oft jemand die Webseite Netzpolitik.org besucht und zusätzlich wann und wie oft er dort Kommentare hinterlässt.
Im paranoidesten Falle ist „any“ ziemlich dehnbar und Google tauscht die URL einfach gegen eine ID, Inhalte oder was auch immer ein.
Das schöne an der Geschichte ist, dass man jedes Mal, wenn es um die Problematik geht auf diese Policy verwiesen wird a la: „Die speichern das nur 30 Tage“. Gelesen hat das niemand wirklich. Auf der Netzpolitik-seite gibt’s ab und an die Diskussion, wo die Vorgehensweise nur selten als „bizarr“ (Thema ist eine von Netzpolitik.org empfohlene Disconnect-extension die diese ganzen bösen Datenkraken deaktiviert) bezeichnet wird.

Die Piraten nehmen Datenschutz ähnlich ernst, wie man hier nachlesen kann.

Spass mit DSL

hatte da wohl demletzt jemand, der bis zum BGH gezogen ist, um seine Rechnungen nach Umzug nicht zu bezahlen, da er am neuen Wohnort kein DSL mehr beziehen konnte.

Wer einen DSL-Anschluss hat und in eine Gegend zieht in der noch kein DSL zur Verfügung steht, darf dennoch den Vertrag mit seinem DSL-Anbieter nicht vorzeitig kündigen, entschied der Bundesgerichtshof.

Das ist soweit ganz grosse Scheisse, aber irgendwie – zumindest ansatzweise – nachvollziehbar; Vertrag ist Vertrag, Zonk ist Zonk.
Was ich aber an der Geschichte nicht ganz raff‘ ist, wie der BGH das (unter anderem) begründet:

Zudem, so die Richter, amortisierten sich die Investitionen des Unternehmens, das dem Kunden auch Router und WLAN-Stick zur Verfügung stellte, erst innerhalb des zweiten Vertragsjahres.

Ich mag mich irren, aber eine vorzeitige Vertragsauflösung bei einem DSLIrgendwas-Vertrag kenne ich persönlich so, dass man die Hardware zurückgibt.
Mal ab davon, was teilweise für Plinzen an deutschen Gerichten so rumsitzen, der ist durch etliche Instanzen gegangen und hat sich unterwegs nicht überlegt, dass er bei soviel Durchhaltevermögen auch einen vernünftigen Anwalt hätte nehmen sollen?
Versteh ich nicht.

Edit: Oh, bei Heise geht es etwas ausführlicher zu (auch in den Kommentaren; 1000 Stück :o ):

Oft räumten DSL-Provider und TV-Kabel-Anbieter in gleich gelagerten Fällen bisher dem Kunden aber kulanzhalber trotzdem ein Kündigungsrecht ein, forderten dabei aber oft subventionierte Hardware zurück.

Quellen:

Spass mit dem „Bankenrettungsfonds“

haben die da bei Hypo Real Estate:

Die Bundesregierung will die Münchner Pleitebank Hypo Real Estate (HRE) mit weiteren Staatsgarantien in Höhe von 40 Milliarden stützen, zusätzlich zu den bereits Ende 2008 garantierten 102 Milliarden.

Yeah.

Mein Vorschlag, das Problem ein für alle mal zu beenden: Die ganzen faulen und unfähigen Hartz4-empfänger ab in den Gulag und mit dem dadurch freiwerdenden Geld könnte man die hart arbeitenden Banker dauerhaft unterstützen. Dann spart man sich auch die monatliche Debatte.

Ach, Moment, es gibt gar keine Debatte?

Der Bundestag muss für solche Garantien nicht befragt werden. Dessen dafür zuständiges, geheim tagendes Finanzmarktgremium wird üblicherweise erst im Nachhinein über derartige Stützungsoperationen informiert.

Na, dann, keine weiteren Fragen ihr Lutscher Abschaum

Quelle: Staat muss HRE erneut vor Pleite retten (stern.de)

Apple-computer sind sicherer

Die Liste der Unternehmen mit den meisten gemeldeten Sicherheitslücken führt laut Studie im laufenden Jahr erstmals Apple an

Hätten wir das dann auch endlich.

Quelle: Anwendungen sind größtes Risiko für Windows-PCs (heise.de)

Die „Lebensmittel-ampel“ ist (hoffentlich endlich) tot.

Ich glaube, dass ich relativ unverdächtig bin mit irgendwelchen Konzernen gemeinsame Sache zu machen, oder allzugrosse Sympathien für die CDU zu hegen:

Diese Kennzeichnung sei zu simpel und wissenschaftlich nicht begründet, betonte die Berichterstatterin Renate Sommer (CDU).

Das sind die Fakten. Völlig egal in dem Falle, auf wessen Gehaltsliste die gute Frau steht.
Seit Monaten wird von selbsternannten Verbraucherschützern in ehemaligen Nachrichtenmagazinen, Medien und Parteien versucht dem „Bürger“ weiszumachen, dass wir eine Lebensmittelampel bräuchten auf Lebensmitteln.
Viel Zucker=Rot, viel Fett=Rot, viel Salz=Rot.
Viel Zucker ist schon mal ein schöner Anfang. Fast ausnahmslos alle Lebensmittel (!) werden mit künstlichen Süssstoffen wie Aspartam, Sacharin, Acesulfam und noch 1000x anderem widerwärtigem Dreck versetzt. Dafür soll’s grün geben? Wer denkt sich so eine abgrundtief dumme Scheisse aus? Am Besten gar kein Zucker mehr? Wie verödet und verblödet muss man sein, um diesen Dreck zu fressen? Und dann noch per Gesetz? Geil!
Wichtig ist einzig die Kombination der Lebensmittel. Wenn ich mich den ganzen Tag ausschliesslich von fettigen und salzigen Pommes mit verzuckertem Ketchup/ Majo ernähre, dann ist das ganz allein meine eigene Blödheit, und nicht die, dass da keine dicken roten Buttons bei Fett und Salz drauf sind.

Gesetzt den Fall, das wäre tatsächlich geil und schmackhaft und überhaupt mit der Ampel, wie machen das dann die Leute? Die holen sich eine Portion Pommes mit Currywurst mit 3 roten Punkten und schmeissen eine Vitaminpille drauf mit 3 grünen Punkten.
Yeah. Wenn ich gross bin, dann werde ich auch Politiker, oder Medienschmierfink, dann kann ich mir jeden Tag auch so ein neues verblödetes Gesetz ausdenken.

P.s.: Wen’s interessiert: ich habe Untergewicht.

Quelle: Lebensmittel-Ampel scheitert an EU-Parlament (Zeit.de)

Das neue Apple-spielzeug ist da!

Und ich muss sagen, dass sie es nach Jahren endlich geschafft haben, dass man es mittlerweile fast schon gebrauchen könnte.

Link: WWDC: Apple macht das iPhone platt (heise.de)

Eeh, Southpark.de

als DSL-Prekariont vom Lande finde ich Dein neues Feature erste Sahne, beim Klick auf Pause anzuzeigen, wieviel Video im Cache ist. Muss man endlich nicht mehr auf Verdacht vorladen.

Scheisse allerdings finde ich, dass man nur eine Minute vorladen kann und vor allem, dass neuerdings Deine Videos mit max. 20 KB/s ankommen. 3 Minuten warten, eine Minute kucken, 3 Minuten warten ist nicht so ganz der Weisheit letzte Schluss.

Bitte da auch noch mal bei. 5 Min Cache wäre schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

Ööh, Wikipedia?

Noch wer da?
Im Thema politischer Witz, Hervorhebungen von mir:

Flüsterwitze im Nationalsozialismus [Bearbeiten]

Neuere Forschungen widerlegen die seit den 1960er Jahren gängige Darstellung einer angeblich brutalen Verfolgung der Witze-Erzähler, die als Beweis für die totale Unterdrückung oder aber auch als Beispiel für einen breiten Widerstand in der Bevölkerung herangezogen wurde.[1] Regional erhaltene Gestapo-Unterlagen aus Essen und Düsseldorf für 1933 bis 1945 lassen erkennen, dass der so genannte „Flüsterwitz“ tatsächlich in aller Öffentlichkeit getätigt wurde. Die „Täter“ hatten sich keineswegs durch oppositionelle Einstellung hervorgetan: Sie waren nicht vorher aufgefallen, sie hatten keinen „schlechten Leumund“, und unter ihnen waren auch NSDAP-Mitglieder nicht selten vertreten. Die meisten der Beschuldigten gehörten eher einer unteren Sozialschicht an.

Reinhard Heydrich ordnete 1936 an, es sei beim ersten Mal „grundsätzlich zu prüfen, ob nicht schon eine Verwarnung eine ausreichende Maßnahme sei.“[2] Oft kam es gar nicht zu einem Gerichtsurteil und die Strafen fielen vergleichsweise milde aus. In Essen wurden von 53 untersuchten Fällen nur 8 Haftstrafen ausgesprochen (Extremfall: 15 Monate, Durchschnitt 4 Monate), 19 Fälle endeten mit einer mündlichen oder schriftlichen Verwarnung, andere Verfahren führten zu Freisprüchen oder Geldstrafen in Höhe eines Monatslohnes. In sieben der untersuchten 53 Fällen wurden die Beschuldigten von der Gestapo zwischen 4 und 21 Tagen in Schutzhaft genommen.

Mal kurz für mich zum Mitschreiben, dass ich das auch richtig verstehe, von 53 Fällen endeten 19 Fälle mit einer (folgenlosen) Verwarnung, in 2/3 der dokumentierten Fälle gab es zwischen 4 Tagen und 15 Monaten Haft.

War ja vergleichsweise milde das unter Hitler, nich wahr?

Stromspeicherproblem gelöst!

sagt zumindest der Fokus, und die müssen es ja wissen:

Deutsche und österreichische Forscher haben das Problem gelöst, Ökostrom zu speichern: Sie haben ihn in Erdgas umgewandelt.

Geilomat, oder?
Auf Telepolis gibt’s noch ein paar winzige Details dazu, nirgends aber sehe ich Aussagen über die Wirtschaftlichkeit. Ich denke, dass nicht mehr als 50% übrigbleiben.

Und da kann man mal anfangen zu Rechnen:
Bei einer angenommenen (Energie-)Wirtschaftlichkeit von 100% mache ich aus einer KWH Stunde Strom zum Durchschnittspreis von 14 Cent eine Kilowattstunde Gas zum Durchschnittspreis von 6 Cent.
Das würde heissen, um (Geld-)wirtschaftlich zu bleiben, benötige ich Strom zum Maximalpreis von 6 Cent, bei einer realistischen (Energie-)wirtschaftlichkeit um die 50% also Strom zum Preis von 3 Cent.
Ääähm. Nee, oder? Wo ist mein Denkfehler?

Windows Mobile Phone 7 wird der Kracher! (update)

Diesmal haben sie (fast) alles richtig gemacht und bei Apple mal über die Schulter geschaut, wie man am besten Geräte verkauft. Na? Genau; Restriktionen, Gängelung, Einschränkungen. Die Leute werden es lieben.

Der Nutzer soll aber die Möglichkeit haben, die Startseite den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Den Smartphone-Entwicklern ist dies nicht gestattet. HTC Sense oder TouchWiz wird es nicht für das Windows Phone 7 geben.

Auf deutsch: passt einem dieses superduper-Bedienkonzept nicht, dann kann er nicht wie bisher ein alternatives verwenden. Die Leute werden das kaufen wie warme Semmeln oder wie Iphones!

Mindestanforderung an die Geräte: 1GHZ, 800×480, Multitouch etc. Finde ich persönlich schnafte, dass das HTC HD2 wohl ein Update bekommen wird, mein nahezu identisches HTC TP2 nicht.
Programme für WM6 werden wahrscheinlich nicht laufen, wie auch kein Multitasking für „Fremdprogramme“. Lol?

Mal schauen, was da noch so nachkommt.

Was ich mich frage, wo alle Welt ihr Unwesen mit dem Patent(un)recht treibt, hätten die bei Apple nicht diesen ganzen Dreck auch patentieren lassen können?

Update:

Externe Speicherkarten sind nicht erlaubt. Damit folgt Microsoft dem Beispiel von Apple und Palm.

Es heisst a: „dem schlechten Beispiel“ und b: Muharharhar, das wird so dermaszen der Kracher, das geht garnicht.

Links:

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