Da geht er hin der Datenschutz…

Grad geht der Shitsturm der StasiGooglefanbois wieder los, nachdem vor Wochen irgendein fachkundiger Datenschutzbeauftragter Köfferchen mit bedruckten Papierscheinen heimtragen durfte, oder, was eher anzunehmen ist, einfach nur inkompetent mit halbem Ohr und halbem Auge da hingeschaut hat:

auf Anforderung des Webseitenbetreibers das letzte Oktett der IP-Adresse vor jeglicher Speicherung gelöscht wird, so dass darüber keine Identifizierung des Nutzers mehr möglich ist. Die Löschung erfolgt innerhalb Europas;

Der gute Mann kann mir sicherlich erklären, wie mein letztes Oktett „innerhalb Europas“ gelöscht wird, wenn der Server auf dem das Analytics läuft in den USA steht.
Der gute Mann kann mir sicher auch erklären, warum mit einer halbherzig teilweise anonymisierten IP alles schnafte sein soll, wo es doch auch Cookies, Useragenten/ „Browser-Fingerprint“ und dergleichen gibt.

Grosse Einleitung, ne?
Das interessiert keine Sau, was die Leute interessiert ist, wenn heute ein anderer Datenschutzbeauftragter kommt und sinngemäss meint, nee, alles Bullshit, das ist nicht datenschutzkonform. Da sindse alle aus‘m Häusschen die Dummbatzen und kommen mit Verschwörungstheorien und hastenichgesehen. Die Politiker wollen uns unser schönes Internet kaputtmachen!
Grad bei Perun zum Thema der erste Kommentar:

Panikmache, wie so oft.

Btw.: Hat eigentlich schon jemand in freier Wildbahn den angeblich „datenschutzkonformen“ Tracking-code gesichtet? Nein? Ach.

Das wäre alles nur halb so schlimm, wenn’s nicht noch Facebook (&Co) gäbe wo sich die Dilletanten aller Länder vereinigen. Unter anderem Thomas Knüwer, dessen Texte ich eigentlich schätze, der sich an Voßkuhle derart peinlich einen abrantet, dass einem schlecht wird. Ich kann schlecht einschätzen, ob der Herr Voßkuhle eine Flachzange ist oder nicht, aber wenn ein Herr Knüwer, dessen Blogleser ihre IP bei mehr als einer Handvoll Datensammler abkippen müssen, meint, Leute, die sich ernsthaft mit Datenschutz und einhergehenden Problemen befassen, zu belehren, dann wird’s ganz knuffig.
In den Kommentaren zum Artikel ist neben den ganzen Dummbatzen gut informierten Mitbürgern die Knüwers Horizont teilen ein einziges Widerwort zu finden.

Da simmer also nu. Es ist zum Kotzen.

Edit: Thematisch ganz nah dran:
Thilo Weichert und die Facebookaffäre (tuxproject.de)
Für meinen Geschmack etwas zu sachlich 😉

Um klar zu sehen…

Golem zur Besprechung eines Smartphones:

Außerdem gibt es einen Steckplatz für Micro-SD-Karten mit bis zu 32 GByte. Dem Vormodell lag noch eine Speicherkarte mit 8 GByte bei, beim Pro+ gibt es keine mehr dazu. Eine Verschlechterung gibt es auch bezüglich der Mobilfunkfunktionen

(Hervorhebung von mir)

Das „auch“ bezieht sich nach meinen bescheidenen Deutschkenntnissen auf die SD-Karte, ne? Die grosse Quizfrage ist nun; wo ist da bitte die Verschlechterung? Was soll $Käufer mit einer 8GB-SD-Karte anfangen? Zu den anderen 15 ins Kramfach legen?
Das einzig Sinnvolle wäre, eine 32GB-karte dazuzulegen, diese würde das Gerät aber unnötig verteuern.
Meine Meinung: Keine SD-Karte ist für alle Parteien das wirtschaftlich und ökologisch sinnvollste, der User kann dann selbst entscheiden, ob die Karte aus seinem alten Handy reicht, oder ob er sich eine in der Grösse seiner persönlichen Prioritäten zukauft.

Btw: Apropos Verschlechterung; Jemand ’ne Idee, wann endlich die ersten SDXC-Smartphones kommen? Der Standard ist afaik 2 Jahre alt und nix in der Richtung in Sicht…
Btw²: Bin mal gespannt, wann der erste Trouble von Blackberry zu dem Design kommt…

Quelle: Gingerbread-Smartphone mit Hardwaretastatur (golem.de)

zum Lebensmittelklarheit.de-Hype…

kann ich natürlich auch nich meine Fresse halten, zum einen, da ich die ganzen mimimimi-hype-lahm und dergleichen Äusserungen zum Thema nicht wirklich nachvollziehen kann, zum anderen, da es aus ausreichend anderen Gründen einfach tatsächlich mal Crap vom Feinsten mit alkoholhaltiger Sprühsahne ist.

Das fängt an, dass man für so ein blogiges 08/15-System ein CMS namens „Open Text Web Solutions“ braucht, wo das „open“ dafür steht, dass der Preis des Systems nach oben offen ist. Kurze Recherche dazu sagt mir (2008), dass das wohl in der Minimalversion um die 25000$ kostet, da is wohl noch kein Template oder Einrichtung etc. dabei. Ob die Verbraucherzentrale für derlei Nepp zuständig ist, ist mir unbekannt.

Als Nächstes fällt zu dem ganzen Geschrei darum auf, dass die es tatsächlich hinbekommen mit 10 (zehn!) bemängelten Produkten ihren Server dahingehend abzuschiessen, dass sie es bis boocompany schaffen (auf deutsch: mehr oder weniger offline sind). 10 Beiträge! Mit einem System was 5-stellige Beträge kostet! Respekt!

Andererseits muss man sehen, dass die bisher 10 Produkte trotzdem einigen Spass generieren, was die wenigen Stellungnahmen der Hersteller betrifft. Beispiele:

Eine Irreführung ist weder er-kennbar noch beabsichtigt.

(GustoLand GmbH)

Die Aufmachung unserer Schokolade entspricht traditionellem Handelsbrauch und erfolgt in voller Übereinstimmung mit dem Lebensmittelrecht.

(Piasten GmbH)

Mein persönlicher Favorit der Hersteller-kommentare:

Nach unserem Informationsstand ist es derzeit mehr als zweifelhaft, ob es das geplante Internetportal mit der Initiative „Klarheit & Wahrheit“ überhaupt geben wird. Nicht nur der BLL und der BDI haben grundsätzliche Bedenken gegen das Internetportal erhoben, sondern es liegen mittlerweile auch mehrere Rechtgutachten vor, die zu dem Ergebnis kommen, dass der Betrieb eines produktbezogenen Internetportals in der geplanten Art und Weise rechtwidrig wäre. Daher sehen wir derzeit keine Veranlassung eine im Zusammenhange mit diesem Internetportal zur Veröffentlichung vorgesehene Stellungnahme abzugeben.

(CFP Süßwarenhandel GmbH & Co. KG)

Fassen wir zusammen: für „Lebens“mittel ist kein Abfall zu billig und kein Betrug zu krimininell aber für die PR-Abteilung und Pressesprecher etc.  wird das Geld mit vollen Händen ausgegeben.

Äääh, was wollte ich noch? Ach. Irgendwo las ich, dass die Hersteller sich darüber im Voraus beschwert haben, dass sie dort an den Pranger gestellt werden würden. Das ist leider nicht der Fall. Ich vermisse Informationen darüber, zu welchen Konzernen die jeweilig nichtssagend „an den Pranger gestellten“ Firmen gehören. Ich wüsste gern, welche weiteren Produkte eine Firma vertreibt, die durch Beschiss oder kreative Auslegung der Gesetze aufgefallen sind.

Desweiteren hätte ich gern einen RSS-Feed. Der war nich mehr drin, weil der weitere 5000 Latten kostet? Maaan, geht’s noch etwas blöder?

Journalismus und Korruption Mumpitz bei der „Zeit“

Die „Zeit“ als eines der letzten ernstzunehmerenden „links“liberalen Medien ist seit längerer Zeit schon von allen guten Geistern verlassen, heute schiesst sie mal wieder den Vogel ab mit einem Artikel, den man in Ermangelung anderer mit gesundem Menschenverstand zu erklärenden Möglichkeiten eigentlich nur als gekauft erklären könnte zum Thema „grüne Gentechnik“.

„grüne“ Gentechnik ist schonmal was feines, was den StandardZEITleserdeppen einstimmen kann auf das was kommen muss:

Ökoterror
Die Gegner der grünen Gentechnik werden gewalttätig.

Könnt Ihr mal in Euer korruptes Buch zurückgehen? Die „grüne“ Gentechnik IST gewalttätig. Die „grüne“ Gentechnik geht über Leichen, entzieht arbeitenden Menschen BEWUSST ihrer Lebensgrundlage. „Grüne“ Gentechnik tötet Menschen (und Tiere).

Weil die meisten Aussaaten offene wissenschaftliche Fragen beantworten sollen, vernichten die Aktionen die Arbeit von Jahren.

„Grüne“ Gentechnik vernichtet die Arbeit von Jahrtausenden.

Diesmal nahm die Auseinandersetzung jedoch eine neue, eine gewalttätige Dimension an. Die Angreifer waren vermummt und bewaffnet. Sie drohten den Sicherheitskräften am Feldrand mit körperlicher Gewalt, erzwangen die Herausgabe von Handys und Akten.

Dummkopf. Wen willste damit verarschen? ZEIT-leser? „Grüne“ Gentechnik fordert die Herausgabe von Leib und Leben. Nicht andersrum.

Die Eskalation zeigt zunächst: Viel zu lange hat der Rechtsstaat die Attacken auf die Forschungsfreiheit als Kavaliersdelikte behandelt. Den Tätern fehlt, das zeigen die Bekennerschreiben, jegliches Unrechtsbewusstsein.

Vom Rechtsstaat bin ich auch ein grosser Fan. Vielleicht findet der heraus, welcher gewalttätige Konzern dieses peinliche Gewimmer zu verantworten haben könnte.
Wo muss ich unterschreiben?

Spass mit Alice (hansenet/o2/vodafonetelefonica)

hab ich grad koan. (Achtung, wird etwas länglich…)

Gregor hat hier schon den einen oder anderen äusserst wohlwollenden Promotionartikel für Alice/Hansenet/O2/Vodafone geschrieben, und neulich meinte das Schicksal es mit mir auch insoweit gut, dass meine wachsenden Magengeschwüre für eine ebenso hohe Lebenserwartung sorgen.

Das kam so:

Demletzt rief mich meine Tante an, und meinte, sie hätte ein Problem mit ihrem Online-banking. Da ich weiss, dass sie bei der Volksbank ist, war mir das auch klar.
Gehe ich dann dahin, schaue mir das kurz an und meine, dass das ein übliches Problem der Bank ist. (sagte ich schon, dass es sich um die Volksbank handelt?).

Problem gelöst erläutert. Sagt mir mein Onkel dann später nebenbei, dass die Telekomiker ihn demletzt anriefen, und fragten, ob er nich Bock auf DSL-2000 hätte und dafür 5,- weniger im Monat bezahlen möchte.  Sachter ja und ein oder zwei Tage später lags tatsächlich an. Erfreulich.

Fahr ich dann heim und schau online zum gefühlt 200. Male, was denn bei mir so anliegt und – tada! – DSL-2000.

Anruf Nummer 1 bei der Telekom (sinngemäss, stark gekürzt):

  • Ich: Mahlzeit, (name sowieso, Kundennummer, blabla) ich hätte gern DSL2000.
  • Telekomiker: Kuckich. … Tja, würde das gern sofort umstellen, aaaber es läuft ein Portierungsauftrag zum 26. September.
  • Ich: Geil!

Im Herbst letzten Jahres hatte einer meiner Mitbewohner sich von Alice am Telefon mit den bekannten Lügen Halb(un)wahrheiten a la „DSL 16000, kein Problem“ einlullen lassen, und dann hat er das da initiiert.
Ich meinte damals, dass ich nicht von der T-Doof wegwill, weil bei Problemen sich die Provider erfahrungsgemäss gegenseitig den schwarzen Peter hin- und herschieben. Und vor allem, wenn die Telekom sagt: DSL 768 is, dann is 768 und nicht irgendwas, was mir am Telefon irgendeinem halbseidenem Vertreter Provision bringt.

Nunja, jedenfalls sag ich, ok mach ma, ich häng mich da nich rein.
Nun aber, das mehr Bandbreite anliegt, hätte ich die gern sofort und nach meinem Gespräch mit der Telekom frag ich meinen Mitbewohner, was Phase is.

Sagt der: „Mhh. Keine Ahnung.“ Greift in sein Postfach, nimmt den Brief raus, den hat er tatsächlich schon geöffnet gehabt nie gelesen vor 7 Monaten … und gibt den mir.

Kuck ich da rein, is da ein Formular „Kündigung, Rufnummernübernahme usw.“ Hat der nie abgeschickt, krieg ich einen Hals, aber da war ja nochwas.

Alice:

  • Ich: Tach, Kunde Sowieso, ich habe gestern bei der Telekom angerufen und die meinten „Portierung“ un so, blabla
  • Alice: Ja, das ist zum 26. September. vorher können wir da nix machen
  • Ich: Wieso ist das so spät?
  • Alice: mhh ja, da läuft wohl noch ein anderer Vertrag erst aus.
  • Ich: Wie kann das denn sein, dass da eine Portierung aktiv ist, wenn Alice keinen Auftrag bekommen hat dafür?
  • Alice: Da ist keine Portierung von uns. … Blubb blubb
  • Ich:  Wie kann das denn sein, dass da eine Portierung aktiv ist, wenn Alice keinen Auftrag bekommen hat dafür?
  • Alice:

Fein. Stellt die das Gespräch einfach stumm. Dass sie nicht aufgelegt hat höre ich am nicht vorhandenen Tuten und sehe ich am weiterlaufendem Gebührenzähler. Ich habe keinen Vertrag mit dem Verein aber 33 Einheiten (a 14 cent.) ohne Ergebnis auf der Uhr.

Telekom:

  • Ich: Tach, ich habe gerade mit Alice telefoniert und hätte da gern ein paar mehr Infos.
  • Telekomiker: ja das is komisch, das is nich Alice. Das is O2/Vodafone.
  • Ich Häh?
  • Ja, das ist nicht Alice, sehe ich an der Providernummer.

Kurzes Kopfkratzen, kurze Internetrecherche: Alice (bzw Hansenet) = O2-Telefonica.

Ich habe (noch) keinen Vertrag mit Alice/Hansenet, ich habe keinen Vertrag mit O2/telefonica ich bekomme kein DSL von denen, ich bekomme kein Telefon von denen, ich habe  einen gottverdammten Scheissdreck mit diesem Laden am Hut und telefoniere von Pontius zu Pilatus um ein lächerliches DSL2000 zu bekommen.

Mein privater Handyvertrag bei O2 läuft wieder mal im Dezember aus und ich werde ihn dieses mal nicht wieder verlängern. Bisher war ich mehr als zufrieden damit.

Karl ist tot.

Ich werde Dich nie vergessen.

Karl-wer?:

P.s. Das ist der tausendste Beitrag hier im Blog gleichzeitig zum 5-jährigen Jubiläum. Ich hätte gern was dööferes geschrieben dazu.

Spass mit Kernkraft…

haben die da draussen alle … es wurde sich zwar bereits von jedem dazu geäussert, aber einerseits nicht zu jedem Aspekt und andererseits ists nicht allzuselten hanebüchener Bullshit.
Ein paar meiner Favoriten:

  • Unsere geliebte Führerin und unsere geliebte Partei macht auf Kosten der Leichen Wahlkampf mit der Laufzeitverlängerung. Die ist jetzt erst mal bis kurz nach den anstehenden Wahlen ausgesetzt und die Dummen applaudieren. Mehr davon!
  • Bei der Süddeutschen Zeitung gibt es eine Atomkatastrophe: (Atomkatastrophe in Japan) Kann die mal jemand wecken? Oh Mist, grad paar Atome verschluckt. Muss ich jetz beim Arzt?
  • Bei der ZEIT geht’s noch eine Kleinigkeit dümmer, die haben da eine Atomgefahr.
    Können die mal bitte zügig zurück in ihr bescheuertes Buch gehen?
  • Neckarwestheim geht (wahrscheinlich) doch noch vor der Wahl vom Netz. Dabei ist die gültige Betriebserlaubnis doch offiziell erst im vergangenen Januar erloschen?

Meinen Tag macht Wikipedia mit dem Supergau:

Als Super-GAU wird ein Unfall bezeichnet, bei dem stärkere Belastungen auftreten als beim oben definierten Auslegungsstörfall.[1][2][3]
[…]
Bei einer Freisetzung von Radioaktivität jenseits der gesetzlich festgelegten Grenzwerte ist daher nach Definition der Rahmen des GAU überschritten und ein Super-GAU eingetreten.
[…]
Hingegen sind die Folgen eines Super-GAU in der Regel beträchtlich und überschreiten die in der gesamten vorherigen Betriebszeit erwirtschafteten Betriebsgewinne.

Zum Mitschreiben für die etwas Begriffstutzigeren: der „grösste anzunehmende Unfall“ ist nicht der, der den grössten anzunehmenden Schaden verursacht, sondern der, der innerhalb gesetzlicher und buchhalterischer Grenzwerte stattfindet.
Kann mich mal wer kneifen? Welche kranken Hirne denken sich so einen kranken Scheissdreck aus? Ein GauGAU ist ein GauGAU ist ein GauGAU.

Auch ganz hybsch zum Thema: In Deutschland kann sowas nicht passieren (readers-edition.de) oder Korrupt zum Neckar-westheim-ding: Ups? Hoppla (korrupt.biz).

Edit: mal wieder Fefe-lesen vergessen. Ich nehm das mit dem Supergau zurück, das is witzlos. Der Fukudingens, der da grad geringfügig bisschen mehr Mist macht, als normalerweise, der sollte 2000 schon abgeschaltet werden. Isser aber nich, wegen? Laufzeitverlängerung (faz.net). Das macht jetzt erstmal meine Woche. (via)
Edit²: Telepolis:

Ist […] eine Kernschmelze eingetreten? Oder gibt es doch keine? Funktionieren die Pumpen wieder, die Meerwasser einleiten? Und können sie das Schlimmste verhindern? Und was passiert in den Ummantelungen der Reaktoren überhaupt? Weiß das jemand? Oder werden die Geschehnisse verschleiert? Wie viele Reaktoren sind überhaupt in einem kritischen Zustand?

Dabei sind wir nicht in Russland im Jahr 1986, als sich die Katastrophe von Tschernobyl ereignete. In Japan herrscht kein kommunistisches Regime, wird die Meinungs- und Pressefreiheit nicht systematisch unterdrückt.

Kommunistische Regimes unterdrücken die Meinungs- und Pressefreiheit. Woher nimmt der die Weisheit? Und was hat das mit Tschernobuil zu tun?

Qualitätsprobleme im Webdesign und ihre Ursachen (Update)

Grad eben wollte ich auf Netzpolitik im Artikel „Qualitätsprobleme im Journalismus und ihre Ursachen“ einen Kommentar hinterlassen, da bekomme ich die Meldung:

Fehler: Der Captcha wurde falsch eingegeben.

Ein Captcha? Wo? Seite neu laden: kein Captcha.

Adblock guggn: „google.com/recaptcha…“

Nun stellen sich mir ein paar Fragen:

  • Wie kann eine Seite, die sich engagiert mit Netzpolitik und Datenschutzthemen beschäftigt, erlauben, dass ein fremder Dienstleister (Google) ohne meine Zustimmung meine IP-adresse bekommt incl. des Links der Webseite, die ich gerade besuche?
  • Warum kann man eine solche Captcha-implementierung nicht so bauen, dass Paranoiker auf Datenhygiene bedachte User sofort sehen, dass sie sich das Kommentieren sparen können?

Update vom 27.April 2011:
Mittlerweile bin ich zufällig auf die Policy von Recaptcha gestossen, und die sagt u.A. Folgendes:

In our logs, we will delete any information that identifies the individual URLs within the implementing site within 30 days of the event logged.

Auf deutsch heisst das, dass im datensparsamsten Falle alle von mir vorhandenen Daten nicht länger als 30 Tage mit der direkten Seitenadresse verbunden werden, sondern „nur“ mit der Domainadresse. Im datensparsamsten Falle weiss Google also, wann und wie oft jemand die Webseite Netzpolitik.org besucht und zusätzlich wann und wie oft er dort Kommentare hinterlässt.
Im paranoidesten Falle ist „any“ ziemlich dehnbar und Google tauscht die URL einfach gegen eine ID, Inhalte oder was auch immer ein.
Das schöne an der Geschichte ist, dass man jedes Mal, wenn es um die Problematik geht auf diese Policy verwiesen wird a la: „Die speichern das nur 30 Tage“. Gelesen hat das niemand wirklich. Auf der Netzpolitik-seite gibt’s ab und an die Diskussion, wo die Vorgehensweise nur selten als „bizarr“ (Thema ist eine von Netzpolitik.org empfohlene Disconnect-extension die diese ganzen bösen Datenkraken deaktiviert) bezeichnet wird.

Die Piraten nehmen Datenschutz ähnlich ernst, wie man hier nachlesen kann.

Spass mit DSL

hatte da wohl demletzt jemand, der bis zum BGH gezogen ist, um seine Rechnungen nach Umzug nicht zu bezahlen, da er am neuen Wohnort kein DSL mehr beziehen konnte.

Wer einen DSL-Anschluss hat und in eine Gegend zieht in der noch kein DSL zur Verfügung steht, darf dennoch den Vertrag mit seinem DSL-Anbieter nicht vorzeitig kündigen, entschied der Bundesgerichtshof.

Das ist soweit ganz grosse Scheisse, aber irgendwie – zumindest ansatzweise – nachvollziehbar; Vertrag ist Vertrag, Zonk ist Zonk.
Was ich aber an der Geschichte nicht ganz raff‘ ist, wie der BGH das (unter anderem) begründet:

Zudem, so die Richter, amortisierten sich die Investitionen des Unternehmens, das dem Kunden auch Router und WLAN-Stick zur Verfügung stellte, erst innerhalb des zweiten Vertragsjahres.

Ich mag mich irren, aber eine vorzeitige Vertragsauflösung bei einem DSLIrgendwas-Vertrag kenne ich persönlich so, dass man die Hardware zurückgibt.
Mal ab davon, was teilweise für Plinzen an deutschen Gerichten so rumsitzen, der ist durch etliche Instanzen gegangen und hat sich unterwegs nicht überlegt, dass er bei soviel Durchhaltevermögen auch einen vernünftigen Anwalt hätte nehmen sollen?
Versteh ich nicht.

Edit: Oh, bei Heise geht es etwas ausführlicher zu (auch in den Kommentaren; 1000 Stück :o):

Oft räumten DSL-Provider und TV-Kabel-Anbieter in gleich gelagerten Fällen bisher dem Kunden aber kulanzhalber trotzdem ein Kündigungsrecht ein, forderten dabei aber oft subventionierte Hardware zurück.

Quellen:

Spass mit dem „Bankenrettungsfonds“

haben die da bei Hypo Real Estate:

Die Bundesregierung will die Münchner Pleitebank Hypo Real Estate (HRE) mit weiteren Staatsgarantien in Höhe von 40 Milliarden stützen, zusätzlich zu den bereits Ende 2008 garantierten 102 Milliarden.

Yeah.

Mein Vorschlag, das Problem ein für alle mal zu beenden: Die ganzen faulen und unfähigen Hartz4-empfänger ab in den Gulag und mit dem dadurch freiwerdenden Geld könnte man die hart arbeitenden Banker dauerhaft unterstützen. Dann spart man sich auch die monatliche Debatte.

Ach, Moment, es gibt gar keine Debatte?

Der Bundestag muss für solche Garantien nicht befragt werden. Dessen dafür zuständiges, geheim tagendes Finanzmarktgremium wird üblicherweise erst im Nachhinein über derartige Stützungsoperationen informiert.

Na, dann, keine weiteren Fragen ihr Lutscher Abschaum

Quelle: Staat muss HRE erneut vor Pleite retten (stern.de)

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