Spass mit WordPress-roles

Seit WP 3.0 oder so ist es ja relativ einfach Menüs und die Sortierung dort zu bearbeiten. Ich begrüsse das ausserordentlich.

was ich nicht begrüsse, ist, dass dies nur dem Admin möglich ist, m.E. sollte ein Redakteur das auch können – bzw. egtl. nur er.

Wie es WordPress so will, kann man ja über die functions.php einiges drehen, bspw. sollte man via:

// get the the role object
$role_object = get_role( ‚editor‘ );

// add $cap capability to this role object
$role_object->add_cap( ‚manage_nav_menus‘ );

erwarten dürfen, dem Redakteur genau diese Funktion zur Verfügung zu stellen.
Interessanterweise tut es das tatsächlich, allerdings zusätzlich gleich noch Themes, Widgets und den ganzen anderen Schröffel im Menüpunkt „Designs“.
Wer denkt sich einen solch abstrusen Müll aus?

Jemand ne Idee hier, wie ich das OHNE Plugin nur mittels der functions.php lösen könnte?
Jemand ’ne Idee, was dieses bescheuerte Konzept soll?

Edit: die Anführungszeichen im Code verwurschtelt mir das Intypo-plugin hier, wer damit rumspielen möchte sollte den Code nicht so übernehmen…

Wie Parteien mit den Daten ihrer Webseitenbesucher umgehen…

Wie meine Daten ungefragt und gegen meinen erklärten Willen u.A. an internationale Gross-Konzerne geraten, habe ich hier schon einmal beschrieben, nun hatte ich grad bisschen Langeweile und mal ein paar relevante Webseiten besucht.

Los geht’s mit den Parteien (jeweils nur die Startseite besucht, möglicherweise wird auf Unterseiten (sowie den nicht aufgeführten Parteien) munter weitergeschludert) und an wen die meine Daten verschenken:

  • spd.de
    • Facebook
    • Google (maps)
    • Twitter
  • gruene.de
    • Google (googleapis)
  • gruene-bundestag.de
    • hwcdn.net
  • gruene-europa.de
    • Google (youtube)
  • liberale.de
    • Google (youtube)
  • cdu.de
    • Etracker.de*
  • cducsu.de
    • Facebook
  • dielinke-europa.eu
    • Google (youtube)

* Etracker hat ein „Datenschutzsignet“, somit fällt die CDU mehr oder weniger aus der Wertung, meine IP mit zusätzlichen Informationen landet trotzdem ungefragt bei einem externen Anbieter.
Ganz interessantes PDF haben die da übrigens verlinkt. Lesenswert! Gibt’s eigentlich auch Abmahnanwälte, die sich nicht nur an kleinen Kindern (vulgo Filesharer) vergreifen, sondern auch mal bei ParteiXY vorsichtig nachfragen, was die Scheisse soll?

Spass mit Flash…

haben die da bei RSA:

gelang der Einbruch über eine Backdoor, die über infizierte Mails installiert wurde. Die Mails enthielten im Anhang eine Excel-Tabelle, in der wiederum eine präparierte Flash-Datei eingebettet war

und nochmal ganz langsam:

eine Excel-Tabelle, in der wiederum eine präparierte Flash-Datei eingebettet war

Also, damit ich das richtig verstehe, man kann in Excel-tabellen Flash-dateien einbetten. WAS ZUR HÖLLE?
Kommt noch besser:

Laut RSA wurden insgesamt zwei Varianten infizierter Mails mit dem Anhang „2011 Recruitment plan.xls“ über zwei Tage an eine Gruppe von RSA-Mitarbeitern verschickt, wovon einer die Mail aus seinem Spam-Ordner herausholte und öffnete.

Damit ich das richtig verstehe: da gibt’s eine auf IT-Sicherheit spezialisierte KlitscheIT-firma mit 1144 Angestellten, und da arbeiten Leute, die zwielichtige Mails aus dem Spamordner holen, um da auf zwielichtige Excel-Anhänge zu klicken?
Und dann kann sich in SO einem Laden so ein Trojaner bis zu wirklich systemkritischen Daten durchhangeln?
Ist das so?
Kann mich mal bitte wer kneifen?

Quelle: Einbruch bei RSA: Der Flash Player war schuld (heise.de)

Spass mit Usenet

hab ich da:

Etwas längliche Recherche dazu führt mich letztendlich hierher:
Was ist eigentlich das Usenet und wie funktionieren die Newsgroups? (hilfe.telekom.de)
Steht nix dazu? doch, ganz unten unauffällig im Schlusssatz:

Da die Bedeutung des Usenet als Kommunikationsplattform in den letzten Jahren stark abgenommen hat – v. a. zugunsten von Foren – wird die Telekom den bisher für unsere Kunden betriebenen Newsserver news.t-online.de voraussichtlich zum 31.03.2011 abschalten.

Is das geil? Kann da mal jemand von ganz tief unten hochziehen und die Experten da anspucken?
Jetzt kann ich mir einen alternativen Anbieter suchen und meine sämtlichen ignores und reads neu setzen, weil der grösste Provider Deutschlands von heute auf morgen ohne konkrete Vorwarnung und ohne irgendwelche Not den Zugang versperrt.
Grosses Kino, Fuck off Telekom.

P.s. Kurz über einen Aprilscherz nachgedacht, und von der abgrundtiefen Blödheit würde das auch auf die Telekom passen, nur schlicht ist diese „Ankündigung“ schon etwas älter.

weiterführende Links (die man dann so bei intensiver Recherche findet…): Es hat sich ausgenewst (heise.de)

Spass mit Kernkraft…

haben die da draussen alle … es wurde sich zwar bereits von jedem dazu geäussert, aber einerseits nicht zu jedem Aspekt und andererseits ists nicht allzuselten hanebüchener Bullshit.
Ein paar meiner Favoriten:

  • Unsere geliebte Führerin und unsere geliebte Partei macht auf Kosten der Leichen Wahlkampf mit der Laufzeitverlängerung. Die ist jetzt erst mal bis kurz nach den anstehenden Wahlen ausgesetzt und die Dummen applaudieren. Mehr davon!
  • Bei der Süddeutschen Zeitung gibt es eine Atomkatastrophe: (Atomkatastrophe in Japan) Kann die mal jemand wecken? Oh Mist, grad paar Atome verschluckt. Muss ich jetz beim Arzt?
  • Bei der ZEIT geht’s noch eine Kleinigkeit dümmer, die haben da eine Atomgefahr.
    Können die mal bitte zügig zurück in ihr bescheuertes Buch gehen?
  • Neckarwestheim geht (wahrscheinlich) doch noch vor der Wahl vom Netz. Dabei ist die gültige Betriebserlaubnis doch offiziell erst im vergangenen Januar erloschen?

Meinen Tag macht Wikipedia mit dem Supergau:

Als Super-GAU wird ein Unfall bezeichnet, bei dem stärkere Belastungen auftreten als beim oben definierten Auslegungsstörfall.[1][2][3]
[…]
Bei einer Freisetzung von Radioaktivität jenseits der gesetzlich festgelegten Grenzwerte ist daher nach Definition der Rahmen des GAU überschritten und ein Super-GAU eingetreten.
[…]
Hingegen sind die Folgen eines Super-GAU in der Regel beträchtlich und überschreiten die in der gesamten vorherigen Betriebszeit erwirtschafteten Betriebsgewinne.

Zum Mitschreiben für die etwas Begriffstutzigeren: der „grösste anzunehmende Unfall“ ist nicht der, der den grössten anzunehmenden Schaden verursacht, sondern der, der innerhalb gesetzlicher und buchhalterischer Grenzwerte stattfindet.
Kann mich mal wer kneifen? Welche kranken Hirne denken sich so einen kranken Scheissdreck aus? Ein GauGAU ist ein GauGAU ist ein GauGAU.

Auch ganz hybsch zum Thema: In Deutschland kann sowas nicht passieren (readers-edition.de) oder Korrupt zum Neckar-westheim-ding: Ups? Hoppla (korrupt.biz).

Edit: mal wieder Fefe-lesen vergessen. Ich nehm das mit dem Supergau zurück, das is witzlos. Der Fukudingens, der da grad geringfügig bisschen mehr Mist macht, als normalerweise, der sollte 2000 schon abgeschaltet werden. Isser aber nich, wegen? Laufzeitverlängerung (faz.net). Das macht jetzt erstmal meine Woche. (via)
Edit²: Telepolis:

Ist […] eine Kernschmelze eingetreten? Oder gibt es doch keine? Funktionieren die Pumpen wieder, die Meerwasser einleiten? Und können sie das Schlimmste verhindern? Und was passiert in den Ummantelungen der Reaktoren überhaupt? Weiß das jemand? Oder werden die Geschehnisse verschleiert? Wie viele Reaktoren sind überhaupt in einem kritischen Zustand?

Dabei sind wir nicht in Russland im Jahr 1986, als sich die Katastrophe von Tschernobyl ereignete. In Japan herrscht kein kommunistisches Regime, wird die Meinungs- und Pressefreiheit nicht systematisch unterdrückt.

Kommunistische Regimes unterdrücken die Meinungs- und Pressefreiheit. Woher nimmt der die Weisheit? Und was hat das mit Tschernobuil zu tun?

Qualitätsjournalismus (die Zeit)

geht so nicht:

Mit an Bord ist auch der Weltraumpionier John Glenn, der 1962 als erster Mensch die Erde in einem Raumschiff umkreiste

der Vollständigkeit halber hätte man erwähnen können, dass 1 Jahr vorher Juri Gagarin die Erde bereits in einem Waschzuber umkreiste. Honk.

Oder vielleicht, wenn man partout Angst hat Poposchmerzen zu bekommen, weil man in einem seriösen Schmierblatt den Namen dieses Russen erwähnen müsste, könnte man ja alternativ und auch nur halb so dummbescheuert statt „Raumschiff“ evtl. „amerikanischen Raumschiff“ oder noch besser „demokratischen Raumschiff“ verwenden. Nee?

Keine Ursache. *mit Anlauf hinten rein bei – ääh – Feigling heisst „es“*

Abschiedsflug ins All (zeit.de) (Textzitat nur per JS-Klickhuren-Kack zu erreichen; „Seite“ 10.)

Tolle Firefox-neuerungen

Die etwas Älteren unter uns erinnern sich sicher, dass der Firefox ursprünglich aus dem Grund aus einer Rippe des Mozilla-browsers (heute Seamonkey, wiederum allerdings ein Kind des Firefox, also quasi Mozilla und der Enkel von Mozilla in Personalunion) geschnitten wurde, damit er durch weniger Ballast schneller würde.
Das hat sich natürlich über die Jahre als Quatsch mit Soße herausgestellt, nachdem immer mehr Mist integriert wurde, der dieses Stück Crippleware teilweise tatsächlich langsamer macht, grossteils aber stets Entwicklerkapazitäten gebunden hat (und das weiterhin tun wird), die für wirkliche Verbesserungen permanent und schmerzhaft fehlen.
Grad tickert mir mal wieder eine Glanzleistung aus dem Hause Mozilla rein, wo ich mich frage, ob die da jetzt vollkommen durchdrehen:

[...] 4 Beta 11 [...] Die interessanteste Neuerung ist jedoch die Privatsphären-Funktion “Do Not Track”. Mit ihr können Nutzer Webseiten mitteilen, dass sie kein Tracking durch Werbenetzwerke wünschen.

Löbliche Sache soweit. Ich implementier das mal:

Das erfolgt mittels speziellem HTTP-Header, den der Browser mit jeder Anfrage an einen Server überträgt.
Die Do-Not-Track-Funktion muss in den Browser-Einstellungen aktiviert, ist also optional. Beim Browsen wird sich dadurch laut Mozilla-Blog nichts ändern – zumindest nicht, solange Webseitenbetreiber und Werbetreibende nicht den Do-Not-Track-Header auswerten. Dazu sind sie bisher nicht verpflichtet

Also: Ich schicke im Header die Info mit, dass ich nicht getrackt werden möchte. Der Serverbetreiber wertet diesen Teil des Headers selbstverständlich nicht in meinem Sinne aus, sondern trackt weiter wie gehabt.
Moooment, muss mich mal kurz am Kopf kratzen.
Ääh, noch alle Latten am Zaun?

Also: Google als grösstes Trackingschwein da draussen überweist monatlich dicke Geldbündel an die Mozilla-foundation und denen fällt nix anderes ein, als ihre Entwickler für solchen Schlangenölmist zu bezahlen?
Versteh ich alles nicht, kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen?

P.s. Heute im Usenet gelesen; im FF gibt’s ja dieses tolle Feature sämtliche Urls mit einer Liste auf stopbadware (vormals lief das direkt über Google, aufgrund der Proteste hat man da widerwillig den Umweg der Daten über diese „eigenständige externe“ Domain eingebaut) abzugleichen. Das kann man deaktivieren. Angeblich. Nun hat da der Usenet-fragende seinen Traffic mal mitgeschnitten, und der Firefotz schickt wohl nach wie vor alle Daten weg.

Quelle: Firefox 4 Beta 11 für mehr Privatsphäre (golem.de)

Wenn „Die Süddeutsche“…

was über Computerkram schreibt, dann darf man in aller schönen Regel so einen Müll erwarten:

Geht es aber um das Arbeitsgerät des modernen Büromenschen, den Computer, nimmt man, wenn auch zähneknirschend, in Kauf, dass es quälend lange dauert, bis die Maschine endlich bereit ist, die ersten Eingaben entgegenzunehmen – bis sie also, wie es Computerexperten sagen, gebootet hat.

Doch seit Geräte auf dem Markt sind wie das iPad, das mit einem einzigen Knopfdruck nahezu verzögerungsfrei aus dem Schlaf erwacht, steigen die Ansprüche. „Die Bootzeit ist die wichtigste Messlatte für die Nutzerzufriedenheit“,

Was zur Hölle hat das Ipad da im Artikel verloren?
Und wie kann es sein, dass die Bootzeit von den bösen lahmen Computern mit dem Aufwachen aus dem Standby des guten tollen Ipads verglichen wird? Andersrum wärs zu auffällig gewesen?
Ist das der sogenannte seriöse Journalismus, von dem man immer so viel hört?

Quelle: Computer-Startprobleme – Wenn der Rechner lahmt (sueddeutsche.de/ Helmut Martin-Jung)

Spass mit Datenschutz…

hatte der Hamburger Datenschutzbeauftragte da:

Hamburgs Datenschutzbeauftragter, Johannes Caspar, hat seinen Internetauftritt abschalten lassen, da auf der Seite „unzulässige Trackingsoftware“ zum Einsatz kam.

Das ist soweit alles ganz lustig, das wirklich dicke Ei allerdings steht in einem Nebensatz:

Da die Website des Hamburger Datenschutzbeauftragten Teil des offiziellen Auftritts der Stadt Hamburg ist, der vom Axel Springer Verlag betrieben wird, findet sich dort auch das IVW-Pixel.

Kann mich mal wer kneifen? Wie zur Hölle kann es bitte sein, dass sich eine „freie“ Stadt ihren Webauftritt von „unabhängigen und überparteilichen“ Demagogen zurechtfrickeln lässt?

Quelle: Hamburger Datenschutzbeauftragter schaltet sich selbst ab (golem.de)

Spass mit Spiegel Online, dpa und der Tagesschau-“App“

hat Stefan Niggemeier hier, und ich reihe mich da einfach mal kommentarlos – ähem – auweia, was für seriöse Dummköpfe da draussen bei den – ääh – ach drauf geschissen:
Super-Symbolfoto (84) (stefan-niggemeier.de)

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