Spass mit Telefon…

haben die da bei der deutschen Marine neuerdings:

Alle 95 Schiffe der Deutschen Marine sind ab sofort unter festen Telefonnummern erreichbar. Egal an welchem Anlegeplatz ein Schiff festmacht oder in welchem Hafen es gerade liegt, es ist immer über die gleiche Rufnummer erreichbar.

Damit ich das richtig verstehe, wir gehen ins zehnte Jahr des neuen Jahrtausend, und die Marine schafft es über feste Telefonnummern zu telefonieren. Da geht dann ein Matrose raus und, ääh nee Moment, ich kann das garnicht so abstrus formulieren:

Meldet sich nun ein Schiff an einem Stützpunkt unter Angabe seiner Bundeswehrkennziffer und seiner Rufnummer beim Schiffsanlegedienst an, wird seine Rufnummer an den sogenannten Landanschlusskasten umgeleitet

Alles in allem eine dumme langweilige Geschichte, was mich aber schon interessieren würde, wie dick denn die Koffer mit den bedruckten Papierzetteln war, damit man keinen ordinären 08/15-Gateway irgendwo hinstellt.
Ach, da war ja demletzt was mit Siemens, keine weiteren Fragen.

Wo ich grad bei der Telefoniererei war, was mich auch sehr erfrischt, 10% der Deutschen versenden ihre Weihnachtsgrüsse per Facebook.
Prost Mahlzeit, und frohe Arschnachten… Facebook! Alter, ich brauch einen Schnaps. Facebook? Ach, drauf geschissen.

Spass mit Barrierefreiheit… [Update]

hab ich jedes Jahr von Neuem mit den Biene-Awards.
Mit jedem neuen Award sinkt meine Bereitschaft mir die Sieger genauer aunzuschauen, dieses Jahr habe ich aber einen persönlichen Favoriten:

Hinweis

Hinweis

Wegen geplanter Wartungs- und Erweiterungsarbeiten steht Ihnen die JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit derzeit nicht zur Verfügung. Wir werden Ihnen den gewohnten Service schnellstmöglich wieder zur Verfügung stellen.

Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

Völlig korrekt mit einer Biene in Gold ausgezeichnet.
Semantik erstklassig, man beachte die „doppelte“ Überschrift; einmal für vorsintflutliche Reader, die mit Überschriften nicht umgehen können und ein weiteres Mal strukturell vernünftig als H4 gekennzeichnet. „Stärkere“ Überschriften sind hier
a id="logo" oder div id ="logoMeineJobboerse".
Morgen schau ich mir den Spass noch einmal etwas genauer an, vielleicht fällt ja ausnahmsweise mal noch etwas spannenders ab, als a: dieser Bullshit und b: der vom letzten Jahr oder dem vorletzten oder …

Update:
Nun gerade habe ich mal die Goldmedaillen (nur die Startseiten) etwas intensiver gestresst und bin einigermassen positiv überrascht. Text-Zoom, Minimale Schriftgrösse, einigermaßen korrekte/sinnige Alternativattribute – alles im hellgelben Bereich. Einzig die Bundesagentur für Arbeit und „Einfach Teilhaben“ tanzen bei Skalierung mit einem 200% breiten Viewport aus der Reihe. Gold? Mhh, ohne den direkten Vergleich mit den anderen Kandidaten denke ich; ja, geht.

Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein…

Aus der Serie: „Dummbatzen reden wider besseren Wissens dummes Zeug ohne jeglichen Realitätsbezug“ heute unsere geliebte Führerin:

Es darf kein rechtsfreier Raum sein, es kann ja nicht sein, dass im Internet ausgerechnet gar nichts gilt

Darauf ein dreifaches Heil!hellau!

In einem rechtsfreien Raum darf ich Meinungen (!) vertreten, dass Lügner und/oder Gedächtnisakrobaten eingeschläfert gehören, im Internet steht morgen die Staatsmacht vor meiner Tür und entfernt mich und meinen Computer auf Nimmerwiedersehen aus der öffentlichen Wahrnehmung.

Quelle:
Merkel: Internet darf kein rechtsfreier Raum sein
(heise.de)

Spass mit Esotanten

“Ich habe über das Problem auf Internetseiten gelesen, die die Wahrheit schreiben”

Da gibt es eine Epetition – *räusper* – wo es um ein Verbot von Heilpflanzen in der EU geht, und dann gibt es eine Petition, wo 110000 Leute unterschreiben und ääh, das kann man gar nicht in Worte fassen, zu zitieren fällt da auch schwer, ich versuchs trotzdem:

So wichtig das Anliegen ist, aber die in der Petition zitierte EU-Richtlinie gibt es nicht und damit fällt die Petition in sich zusammen.

(netzpolitik.org)

„Nur was man patentieren und mit einer Schutzmarke im Handel monopolisieren kann, ist erwünscht. Was einfach in der Natur wächst, ist illegal“, heißt es in der Petition. Die Gesundheit „wird dadurch nicht geschützt, sondern es werden die Umsätze und Profite der Großkonzerne gesichert“.

(taz.de)

Die große Zahl der Unterstützer kam nur zustande, da in der Naturheilkunde- und Bioszene der Petitionsaufruf in Internetforen, Blogs und unzähligen E-Mails verbreitet wurde. „Weil das Gesetz ein typisches Beispiel dafür ist, wie in Brüssel die Pharmalobby gegen die Interessen der Bevölkerung arbeitet“, sagt eine der E-Mail-Weit

Danke, liebe ESO-Deppen, welchen grossen Dienst Ihr dem zahnlosen Instrument der Epetition zukommen lassen habt.

Spass mit TinyMCE (WordPress)

Seit immer schon und noch viel länger finde ich es in WordPress sowas von geil geht es mir so derbe auf den Sack, dass der „Durchgestrichen“-Button im TinyMce (Wysiwyg-Ansicht) genau das macht, was man auf einem Blatt Papier sieht; ein Wort durchstreichen.

Im HTML sieht das dann so aus:
<span style="text-decoration: line-through;">finde ich es sowas von geil</span>

Das SpannendeKomische an der Geschichte ist, dass der Editor in der HTML-Ansicht das nicht macht, sondern sauberen semantischen Code ausspuckt:
<del datetime="2010-11-08T00:58:48+00:00">Spannende</del>

Frisch ans Werk, das Netz abgegrast nach Abhilfe, und nach diversen Tutorials bspw. von bueltge.de wie:

und noch ein paar Weiteren steht man dann ratlos da, weil WordPress die komische Angewohnheit hat in gefühlt jedem 2. Release die Konfigurationsdaten woanders hin zu packen.

Aktuell ist das wohl die /wp-admin/includes/post.php. Freilich hab ich erstmal ewig in der wp-admin/post.php rumgesucht, zwischenzeitlich noch ein Plugin bemüht: WP Super Edit, das ist ein knuffiges und relativ mächtiges Tool, nur schlicht, es tat auch nicht, was ich möchte.

Nun hab ich in der scheinbar richtigen Datei zweimal strikethrough durch del ersetzt, und siehe da: der Button ist ganz weg. Aaaargh!

Falls mich jemand sucht, ich mach jetzt was mit Landwirtschaft.

Cool URIs don‘t change

Die Geschichte an sich is schon bisschen älter, ich finde gerade die älteste Erwähnung davon nicht, war das Hixie? Nee oder? War das Nielsen?
Grad zumindest bin ich dabei mal in Angriff zu nehmen, dieses Blog von kaputten Links zu säubern, dabei helfen kann – zumindest in WordPress – Broken Link Checker. Mal schauen, wann mir der Link als kaputt angezeigt wird ;)
Hier im Blog haben sich über die Jahre 191 kaputte Links (von insgesamt 2500, also eine starke Quote…) angesammelt, und wenn man sich das mal für so ein winziges Furzprojekt überdenkt, dann möchte ich nicht wissen, wie das bei grösseren ist.
Leider gibt’s beim Link-checker keine Sortiermöglichkeit, so dass ich keine Top Ten anbieten kann, aber ein kleine Auswahl möchte ich hier mal anführen – zum einen, dass sich der Leser ein Bild machen kann, zum anderen, damit wir in Zukunft uns zweimal überlegen, etwas, was wir interessant finden zu verlinken.
Zusätzlich zu den kaputten Links gibt es noch 555 Redirects, mal schauen, wieviel Müll dabei ist. Das wird wohl eher eine wochenfüllende Aufgabe.
Los gehts:
Server nicht gefunden:

  • lycos-europe.com (Haha, was für Schwachmaten)
  • radeberger.de (aus der Geschichte von 2007, die haben das bis heute nicht hinbekommen…)
  • prototype.conio.net (…)

404 (zwischen 1-10 Links jeweils)

  • drweb.de was?
  • whatwg.org
  • de.news.yahoo.com
  • mozilla.org
  • stern.de … keine weiteren Fragen
  • sueddeutsche.de (ständig, hab jetzt alle Links auf die Süddeutsche entsorgt – hoffe ich)
  • fr-online.de
  • pc-welt.de
  • tlz.de
  • mdr.de
  • gmx.net
  • google.com
  • hosted.ap.org
  • ccc.de
  • archiv[sic!].bundestag.t-bn.de
  • trash-wissen.de (angebotene Files/Patche/Fixes, die von Herstellerseite später gefixt wurden) zzgl. eigener Änderungen
  • jede Menge Blogs

und ewig so weiter und so weiter.

Na dann, es geht voran…

Anhand der Liste kristallisiert sich ganz gut raus, was man trotz gutem Willen in Blogs vermeiden sollte: verlinke nie auf die sogenannten „seriösen Medien“, die hier nicht aufgezählten kleinen Blögchen&Co sind zwar quantitativ  in der Mehrheit, aber auch viel stärker fragmentiert. Auf 10 kaputte Links irgendeiner einzelnen Zeitung kommen zusammen 10 kaputte Links von 10 verschiedenen Blogs oder anderen privaten Seiten.

Der Wahnsinn hat also Methode. Ob bspw. die Papiermedien damit ihre abstrusen Thesen a la „Papier ist besser“ beweisen oder schlicht nur ihre so gern und oft zur Schau gestellte Technik-Blödheit demonstrieren wollen, bleibt jedem selbst überlassen zu beurteilen. Ich meine, es ist Beides.

Wider URL-Shortener

Ja, Kurz-URLs können praktisch sein. Wenn bei Twitter nur eine begrenzte Zahl an Buchstaben zur Verfügung steht, freut man sich um jedes eingesparte Zeichen. Auch zu manch anderen Gelegenheiten können URL-Shortener gute Dienste leisten. Was sich allerdings in letzter Zeit beobachten lässt, ist ein offenbar völlig undurchdachter Umgang mit Kurz-URLs. Da werden in Newslettern und anderen Veröffentlichungen statt der eigentlichen URL bitly-Adressen angegeben, obwohl alles andere als Platzmangel herrscht. In Blogs werden Kurz-URLs gepostet, statt einen sinnvollen Text mit der richtigen Adresse zu verlinken.

Warum das von Nachteil ist? Seit einigen Jahren geben sich fast alle Webmaster die Mühe, „sprechende URLs“ zu erzeugen, also etwa domain.tld/datum/titel. Der User sieht bereits in der Statuszeile, wo ein Link hinführt und was ihn dort wahrscheinlich erwartet. Auch ob sich nach dem Klick eine Website öffnet, ein PDF oder eine sonstige Datei kann der User sehen. Kurz-URLs vernichten dieses schöne Feature und lassen sprechende URLs verstummen. Es gilt also: URL-Shortener nur nutzen, wenn es wirklich sinnvoll ist, wenn also der Vorteil der geringeren Zeichenlänge die Nachteile überwiegt.

Spass mit Arte.tv

Hab ich hier gefühlt alle 8 Wochen. Da is nämlich Relaunch-time.

Das schöne an so ’nem Relaunch – zumindest bei Arte – ist, dass man deutlich sieht, dass da ein WebTeam stetig bündelweise viereckige Papierbündel heimtragen darf, und dass – ohne Ironie – tatsächlich Leute da sitzen, die sich Gedanken machen, was man alles 2010 so machen kann.
Das doofe an so ’nem Relaunch ist – zumindest bei Arte, und das generell – dass nach jedem Relaunch man sich in der konfusen Menü- und Seitenführung neu einarbeiten muss. Arte.tv funktioniert nicht wie man das im Seminar „Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und so Kram“ gelernt haben sollte, dass man auf die Seite kommt und sieht; „ah meine Info-Interessen liegen da und da, da klick ich jetzt.
Arte.tv ist für Neueinsteiger wie ein Spiel, wo es Sachen zu entdecken gilt a la: „ah, wenn ich jetzt hier klicke, dann passiert das und das. Und wenn ich da klicke, dann: oh, verrückt!“.
Für Alteingesessene, wie meinereiner funktioniert das genauso – zumindest (gefühlt…) alle acht Wochen. Und das ist – das wird man ja wohl noch sagen dürfen: Scheisse!
Dabei gäbs da soviel schöne Sachen zu basteln.
Man könnte:

  • den Flash-player endlich mal aufpolieren.
    • Bspw. deutlich machen, was passiert, wenn ich auf „SQ“ oder „HQ“ klicke. Man könnte dem Flashplayer sagen, dass er nicht nur 2 Minuten (ZWEI MINUTEN!) cachet, wenn man aufm Dorf sitzt und das nächste DSL, was flüssig liefe 20km weg ist.
    • Man könnte dem Flashplayer sagen, dass er beim Spulen nicht alles neu streamt, sondern den ganzen Schröffel, so wie man das von Youtube&Co kennt solang im Cache lässt, wie man kuckt.
    • Man könnte dem Flashplayer erklären, dass er das gecachte nicht nach weiteren 2 Minuten wieder verwirft, nur weil man so doof is aufm Dorf zu wohnen und grad 10 Sekunden zu lang auf Toilette war.
  • Man könnte mit Cookies arbeiten
    • Welche die erkennen, ob man nach ewigem rumprobieren festgestellt hat, dass nach Drücken auf HQ man SQ schaut und andersrum
  • Apropos HQ/SQ: Man könnte sich am Anwender (siehe Fazit) orientieren und nicht einmal 90kb+ und einmal 25kb/s senden. Sondern jeweils das Maximum beim Anwender. Dann könnte der möglicherweise flüssig die Videos schauen.
  • Apropos Cookies; man könnte den Feed-Link dahingehend modifizieren, dass er nur das auswirft, was gerade als „Interesse“ angeklickt ist. Nämlich Dokumentationen und nicht Kindersendungen. Oder anders rum.

Man könnte, mal so als Pseudofazit, man könnte sich als Webentwickler mal alle 8 Wochen vor die Computerglotze setzen und sich anschauen, was man da schon wieder für einen hybschen Bockmist verzapft hat.

Oh, meine 2 Minuten Cache sind voll. Melde mich dann hier gleich wieder…

Link: Arte Videos (videos.arte.tv)

Spass mit Internet Explorer

haben die da in Wien:

Dieses Jahr wurden alle 720 Rechner der städtischen Kindergärten wieder auf ein Microsoft-Windows-Betriebssystem “zurückgestellt” (Kosten: 400.000 Euro). Die Begründung war, dass eine spezielle Software zur Erfassung von Sprach-Tests zu diesem Zeitpunkt nur mit dem Internet-Browser von Microsoft lauffähig gewesen wäre. Eine von Herstellerseite angebotene Anpassung der Software, um diese mit einem freien Web-Browser lauffähig zu machen, wurde nicht in Erwägung gezogen.

400000 Euro! Vierhundertausend!
Kann mich mal jemand kneifen?

Quelle: Wiener Parteien wollen Freie Software – und was passiert? (netzpolitik.org)

„Ein stabiler Betrieb kann nicht gewährleistet werden“

Ich hatte ja schonmal über Verbindungsprobleme mit Alice geschrieben. Nach der Einstellung des MTU-Wertes war das Problem auch erstmal gelöst. Dachte ich. Die Verbindung ist i.d.R. völlig in Ordnung, die Geschwindigkeit ist eigentlich auch meistens gut. Trotzdem bricht die Verbindung alle paar Minuten für 10-20 Sekunden ab bzw. wird extrem langsam. Endlich hab ich jetzt mal eine Beschwerdemail geschrieben (auf die 40 ct/min an der Hotline hatte ich keine Lust). Nach ein paar Tagen kam jetzt also eine Antwort:

Die Länge und der Querschnitt Ihrer DSL-Leitung sind leider nicht ausreichend, den Betrieb mit der maximalen Bandbreite sicherzustellen.

Daher haben wir den Betrieb mit leicht verminderter Bandbreite eingestellt, um bessere Werte für den so genannten Signal-Rauschabstand zu erzielen.

Sollte es weiterhin Probleme geben, müssen wir die Bandbreite leider nochmals reduzieren. Aktuell wurde eine Reduzierung auf bis zu 14 MBit/s vorgenommen.

Selbstverständlich stellen wir Ihren Anschluss auf Wunsch wieder zurück. Ein stabiler Betrieb kann dann jedoch nicht mehr gewährleistet werden.

Dass man mir die vertraglich vereinbarte Leistung kürzt (ohne mich auch nur darüber zu informieren!) heißt natürlich nicht, dass Alice nicht trotzdem jeden Monat den vollen Betrag von meinem Konto abbucht. Wieder ein Unternehmen, bei dem man sich denkt: Wenn die Technik-Abteilung da mal so kompetent wäre wie die Buchhaltung…

Pages:  1 2 3 4 ...28 29