Mike® 8. November 2008
ist, wenn man ein Hörspiel so anfängt:
Ich betrete die Terrasse und die Holzplanken knarren unter meinen nackten Füßen.
Gänsehaut Alter, Ich betrete die Terrasse und die Holzplanken knarren unter meinen nackten Füßen! Warum müssen Hörspiele generell so theatralisch und platitüdisch überkandidelt und vor allem am schlimmsten IMMER gleich doof anfangen? Oh, es geht schon weiter, ich bin ja nicht so, ich geb‘ Dir noch eine Chance:
Tiiief unter mir erblicke ich die Küstenstrasse und dahinter einen breiten Strand, aus dem zerklüftete Felsen wie Festungen emporragen. In der Brandung dreeeht und wendet sich elegant ein einsamer Wellenreiter, bevor er in der schäumenden Gischt zu verschwinden droht.
Muaaah, Moment, bin mal kurz kotzen. Für so was geben Leute Geld aus? Das ist Schmonze, die ich mit 7 Jahren geschrieben habe. Wenn man mal gutgemenschelte Banken weglässt, die ich zwar für ein ausbaufähiges und tendentiell lustiges Konzept für ein Hörbuch halte, die es aber damals bei uns in der Ostzone nicht gab, glaube ich, kann man Dein aufgeregtes Gequatsche direktemang in die Tonne kloppen.
Ok, weil ich meinen guten Tag hab, schau ich mal mittenrein:
Ich blicke auf den indischen Ozean und warte darauf, dass der grosse rote Ball am Horizont versinkt. Die wenigen Wolken stehen in dunklem Orange und sattem Weiss am Himmel, völlig bewegungslos; wie in einem Ölgemälde.
Weisste was, Lars Niedereichholz, ich bin Dir gar nicht wirklich böse, sondern dem Kumpel der mir diesen Abfall empfohlen hat, ganz im Gegenteil – Du kannst es ja nicht besser, ich bin dankbar, dass Dir Deine Eltern einen solch prägnanten Namen vererbt haben.
Den werde ich mir nämlich merken. Dann kann ich Dein Geseier beim näxten Mal direkt nach dev/null abspeichern.
John Wayne: http://www.google.de/search?q=unknorke+lars+niedereichholz