Ach Felix…

Hey, psst, Freunde, mir ist heute im Zug eine brillante Idee gekommen! Passt mal auf!

Wir verbieten einfach nach der NPD auch noch die AfD!

Die NPD ist verboten? Oder ist das nur ’ne Medienkompetenzübung?

Mir tut ja bei der AfD das Führungspersonal leid. […] Ein paar von denen haben hehre Ziele, wollen, dass es dem Land besser geht. Haben Politikwissenschaften studiert. Hatten im Leben das Ziel, dieses Land besser zu machen.

Die haben hehre Ziele (gehabt) sind aber in der falschen Partei nach oben gespült worden? Oder ist das nur ’ne Medienkompetenzübung?

Aus deren Perspektive haben sie da sachliche Argumente und wollten damit die Eliten dieses Landes überzeugen, wenn die nicht eh schon von selbst auf ihrer Seite stehen, weil das ja aus ihrer Perspektive total offensichtlich ist, dass die Argumente der AfD inhaltlich überzeugen.

Argumente? AfD? Oder ist das nur ’ne Medienkompetenzübung?

Quelle: http://blog.fefe.de/?ts=a815c004

Selten so eine gequirlte zusammenhanglose und sinnedit:argumentfreie Scheisse gelesen.

Flugzeug als sicherstes Verkehrsmittel…

das geht mir jetzt seit längerer Zeit im Kopf rum und je länger ich drüber nachdenke, umso klarer wird mir, dass alles was man dazu „weiss“ Bullshit ist.

Man kann (ab und an) bei einigen Betrachtungen zum Thema („Fliegen ist die sicherste Art sich fortzubewegen“) zum Beispiel in der ZEIT-Rubrik „Stimmt’s?“ gewisse Differenzierungsversuche erahnen, die so tun, als würden sie das bescheuerte Dogma hinterfragen und/oder wissen, wie Statistiken funktionieren, aber dann doch lieber nicht allzutief schürfen. Sinngemäss bei der Zeit: „Wenn man die Statistik nicht nach Kilometern, sondern nach Zeit (im Fahrzeug) rechnet, ist die Bahn sicherer“.

Deine Mudder is sicherer!

Um ne (Roh-)Statistik zu verstehen genügt es nicht willkürlich 2 Komponenten (im Gegensatz zu einer Komponente bei diesem klassischen Bullshitdogma) gegeneinander abzuwägen, sondern man kann seine hohle Journalistenrübe auch gern mal bisschen anstrengen und schauen, was man noch so alles für Daten bekommen könnte.
Die Süddeutsche bspw. schreibt exemplarisch irgendwo im Internet zum selben Thema:

Mehr als zwei Milliarden Mal im Jahr landen Flugpassagiere sicher an ihren Zielorten.

Ja? Wirklich? Mitm Klammerbeutel gepudert? Dum? Korrupt? Nix gemerkt? Wieviele Milliarden mal kommen denn Autofahrer … oder … Moment:

Pro einer Milliarde Personenkilometer sterben 53 Biker.

(ZEIT)
Wieviele Milliarden mal kommen denn Motorradfahrer sicher zum Zielort (oder nicht)?

Oops! Geht weg mit Euerm dummen Gefasel!

Disclaimer: Ich streite nicht ab, dass Motorradfahren ein recht sportlicher Umgang mit dem eigenen Leben (bzw. ein Inkaufnehmen des sportlichen Umgangs anderer mit dem Leben des Bikers) ist.

Damit’s spannend bleibt und nicht irgendwelche Hönke mir Statistikverbiegung aufs Brot schmieren, noch ’ne alternative Stats aufs Maul:

- tödliche Unfälle / Treibstoffverbrauch … badusch! Flugzeug ganz hinten, Motorrad … ääh … Fahrrad ganz vorn.

Heise „Technology Review“ review.

Heise bzw. „Signe Brewster“ schreibt in „Technology Review“ einen Artikel über Mapillary. Das finde ich fein. Weniger fein finde ich, wie der Artikel geschrieben ist und wie wenig Sachkunde ein Autor bei Heise haben muss.

Ich review das mal:

Das Start-up Mapillary will mit Hilfe von nutzergenerierten Fotos möglichst große Teile der Erde dreidimensional abbilden

Nein.

Mit Nutzerhilfe und neuartigen Bilderkennungsverfahren soll eine durchsuchbare Weltkarte in 3D erstellen.

(sic!)
Du mich auch!

Mapillary, wie das Unternehmen heißt, startete 2014 mit einer kostenlosen Smartphone-App.

Nein.

Die verwendeten Aufnahmen stammen alle von Nutzern, die sie per Smartphone hochgeladen haben

Nein.

Seit kurzem ist es außerdem mit der App möglich, um Hindernisse virtuell herumzusehen und sich eine 3D-Ansicht aus der Vogelperspektive anzeigen zu lassen

Das is mir grad neu. „Meine“ App macht das nicht.

Die Firma gibt in einem neuen „Viewer“, der per App und Website verfügbar ist, einen Einblick, wie die 3D-Szenen zusammengesetzt werden.

Nein.

Wie bei Google Street View werden Nummernschilder und Gesichter automatisch unscharf dargestellt.

Jein.

Der Rest des Textes scheint mir auch ähnlich krude, aber dafür müsste ich etwas recherchieren. Wenn ich lange Weile hab, frag ich mal bei Heise, ob die mir Geld geben für halbgare Artikel, wo sogar Recherche dabei ist.

Zu der BILD-Adblock-geschichte…

da muss man ja nich mehr viel sagen, haben ja andere schon genug. Bspw. Heise hier:

Surfer, bei denen ein Werbeblocker-Plugin erkannt wird, werden sofort auf eine Unterseite geleitet, auf der sie aufgefordert werden, Bild.de freizuschalten oder ein Abonnement abzuschließen.

Nein.
Oder hier vom selben Autor (Torsten Kleinz, eigentlich kein Dummkopf):

[…] lässt Bild.de die eigenen Inhalte inzwischen erst durch ein Skript entsperren, das mit der Werbung ausgeliefert wird.

Nein.
Aber gut, dass wir da drüber geredet haben.

Straßennamen ole

Zeit.de so:

Straßen brauchen keine Namen. Man kann sie nummerieren, wie in […] Mannheims Zentrum

In Mannheim sind keine Strassen nummeriert. Wenn das auf Google-Maps so aussehen sollte, muss man so einen hanebüchenen Journalistenscheissdreck trotzdem nicht in die Zeitung schreiben.

Wie alt is der denn?

Heise so:

Hacker können die aktuelle WinRAR-Version missbrauchen, um Archive mit Schadcode zu erzeugen, der nach einem Doppelklick automatisch ausgeführt wird

Nein? Und mit nicht aktuellen Versionen ging das nicht? Und wenn die die „aktuelle“ Version patchen geht das wieder nicht?
Kann mich ma bitte wer kneifen?

Im Disneyland der Taz…

da findet man täglich hochinteressante Dinge, heute zum Laibachkonzert in Nordkorea mit dem Titel „Im Disneyland des Totalitarismus“ von Polona Balantič:

Vorwürfe, das von Rammstein beeinflusste Kollektiv […]

Nee, is klar. Der Rest des Artikels ist – soweit ich das beurteilen kann – frei von solchem Unsinn; dafür allerdings recht Wischiwaschi. Sollte die Taz es hinbekommen, das such- bzw findbar auf die Webseite zu packen: lohnt nicht.

Ach, die Relevanzkasper sind wahrscheinlich wie in den meisten Redaktionen gesperrt:

Der musikalische Stil der Band wurde unter anderem von der slowenischen Band Laibach beeinflusst.

(wikipedia…Rammstein)

Spass mit Mathe

Der Internet-Plattform SomailaReport,

Wahrscheinlich heisst die „Somalia Report“ aber wer wird denn kritisch sein…

[...] gibt an, dass die Ausfuhr von Holzkohle im Jahr 2012 auf 70.000 t pro Jahr geschätzt wurde. Da in den arabischen Ländern Preise von 10 bis 15 $ bezahlt werden, ergibt sich ein Handelsvolumen von 700 Millionen Dollar im Jahr [...]

Da die verlinkte Webseite recht wenig auskunftsfreudig ist, ob die verrückten „Araber“ tatsächlich „10-15 Dollar“ für ein Kilo lumpige Holzkohle bezahlen, hab ich mich dann mal zusammengerissen und etwas weitergelesen:

Für 20 Säcke Holzkohle mit jeweils 20 kg brauchen wir 2 große Akazien. Wir bekommen 5 Dollar von einem Aufkäufer, der es in die Golfstaaten für 10 bis 15 Dollar weiterverkauft, wenn die Nachfrage hoch ist.

Wer hätte das gedacht.

Quelle: Biomasse finanziert den Terror in Ostafrika (heise.de/tp)

Wie Sexismus funktioniert…

Man nehme sich ein beliebiges Stereotyp her und verallgemeinere das auf ein ganzes Geschlecht. So die Art:

So passierte es […] Rebecca Solnit […], als ihr ein Mann von dem total wichtigen Buch über den Fotografen Eadweard Muybridge erzählte. Sie müsse das unbedingt lesen, bestimmte er ungefragt und gab ein paar Informationen aus dem Buch verkürzt und falsch wieder. Erst nach Versiegen des Redeflusses konnte Solnit ihn darüber aufklären, dass sie dieses Buch selbst geschrieben hatte.

Guter Plot. Viele kunstvoll und flüssig lesbar angereihte Füllworte über eine vollkommen geschlechtsunabhängige alltägliche lächerliche und langweilige 08/15-Anekdote, die – badusch! – vom Wesentlichen ablenken. Das Wesentliche ist, dass Mensch A von einem Buch begeistert ist und es Mensch B empfiehlt. Das Wesentliche interessiert aber nicht, sondern dass ein vermeintlich garstiger männlicher Sexist einer weiblichen Opferin irgendwas erklärt, was sie schon weiss. Nein? Doch! Oh!
Köstlich auch das unauffällig völlig nutzlos und unsachlich und recht sicher recht planvoll eingefügte „bestimmte er ungefragt“. Genau so funktioniert Sexismus.

Anschließend prägte sie das Wort „Mansplaining“

Geiles Wort, da kann man sich als Scheuklappenfaschosexistin schön einen drauf runterholen.

Es lässt sich nur darüber spekulieren, warum dieses in jeder Konstellation üble Phänomen nun ausgerechnet in der Form „Mann erklärt Frau“ Ruhm erlangt hat.

Genau So funktioniert Sexismus;

Es ist recht einfach, liebe Julia Bähr; weder handelt es sich hier um ein übles Phänomen, noch hat es irgendeinen Ruhm erlangt noch muss man darüber spekulieren. Hinzu kommt, dass Männer sich aller Regel in bspw. der FAZ nicht über eine handvoll Dummköpfinnen und/oder Julia Bährs lustig machen und deren schwachsinniges Geblubber verallgemeinert. Nee, echt nicht.
Zum besseren Verständnis für Dich nochmal explizit auf sexistisch:

Die meisten Männer wissen im Gegensatz zu dummen Frauen, dass man dummes weibliches Gewäsch – wie beispielsweise Deins, liebe Julia Bähr – nicht immer (haha!) auf alle Frauen herunterbrechen kann. Und wenn alles nix hilft kann man(n) es ignorieren.  Vielleicht lernste mal ein paar Männer kennen; wobei, ich glaub bei der abstrusen sexistischen Kackscheisse die Du so verzapfst, nee ok ich zieh das zurück, bei dir is scheinbar wirklich Hopfen und Malz verloren und Du willst nur Deppen kennen.

Das ist der Alltagssexismus am „Mansplaining“: Dass AE automatisch annehmen, die ihnen gegenüberstehende Frau wüsste weniger als sie. AE sprechen Kolleginnen in Konferenzen gern mit „Junge Frau“ an und legen wenig Humor an den Tag, wenn sie mit „Alter Mann“ antwortet.

Warste mal beim Arzt oder ner Ärztin deswegen? Ja? Dringend wechseln. Du hast schein- bzw. offenbar einen übelsten Schuss. (Die bei der FAZ, die Dir für diesen paranoiden ultimativen Scheissdreck Schwachsinn Geld überweisen offenbar auch, aber das is ja nix Neues.
Bzw. FAZ.
Bzw. Männer.)

Quelle: Komm, Kleines, ich erklär’ dir die Welt (faz.net)

Genome, DNA und so Zeuch…

Ich les grad nen Artikel in TR über Biotech 2014, was da so alles wundersames und weltbewegendes passiert ist. Paar halbwegs spannende Sachen dabei, aber weitgehend harmloslangweilig. Warum ich mir den Mund fusslig rede, es ist natürlich auch reichlich Quatsch zugange.

Der Artikel is hier: Biotech 2014: DNA, Hirnforschung und ein Paradox.

Fange ich gleich mit der paradoxen – haha! – Überschrift an, die wird am Ende des Artikels aufgelöst:

In genmaipulierten[sic!] Pflanzen aber sehen die europäischen Länder weitaus weniger Wert und haben sie weitestgehend verboten. […] Von ihm stammt auch unser Lieblingszitat des Jahres: „In Europa laufen gentechnisch veränderte Menschen herum, die keine gentechnisch veränderten Lebensmittel essen.“

Der Satz muss korrekt lauten:

„In Europa laufen eine wahrscheinlich mit zwei gentechnisch unverdächtigen Händen abzählbare Anzahl gentechnisch veränderte Menschen herum, die keine weitestgehend gentechnisch veränderten Lebensmittel essen.“

Kann ja jedem ma…

Was mir auch noch aufgefallen is (kann der Autor nix für):

Der Suchriese Google reagierte darauf am konsequenten[sic!] und startete ein wissenschaftliches Projekt für das Sammeln von biologischen Daten über gesunde Menschen; außerdem können Genome für 25 Dollar pro Jahr auf Google-Servern gespeichert werden.

Damit ich das richtig verstehe: ich „schenke“ einem Milliardenkonzern einen tendentiell recht wertvollen Datensatz, damit die damit arbeiten können und da krieg ich jährlich 25$ für? Wo muss ich unterschreiben?
Nee warte: ICH muss denen Geld dafür geben? Noch alle Latten am Zaun?

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