Grünpfeil…

In diesem Moment bog ein 52-jähriger Golf-Fahrer beim Aufleuchten des Grün-Pfeils von der Kleiststraße in die Straße An der Urania links ab.

(Tagesspiegel)

Der Grünpfeil ist nach der deutschen Straßenverkehrs-Ordnung gemäß § 37 Abs. 2 Nr. 1 Satz 8 bis 10 StVO eine nicht leuchtende Ergänzung an Lichtzeichenanlagen, durch die die Wartezeit für Rechtsabbieger bei bestimmten Verkehrssituationen verkürzt wird.

(wikipedia)

(Hervorhebungen von mir)

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Sprit unbedingt bald wieder in sinnvolle Höhen angepasst wird, soviel Kroppzeuch wie da auf der Strasse unterwegs ist;  zum Kotzen. Irgendwann kauf ich mir‘n Panzer und schieb jeden in‘n Graben.

 

via: Der Strafverteidiger empfiehlt – 81

Nicht gelesen: „Preisheiten“

Grad zufällig bei ner Recherche über ein Buch gestolpert: Preisheiten: Alles, was Sie über Preise wissen müssen von Hermann Simon.

Wenn ich jetzt aus Neugierde beim Verlag, bei Amazon oder auf des Professors Webseite nach weiteren Informationen suche, dann weiss ich: it’s the Internet stupid! Die kippen alle ihre sinnfreien und nichtssagenden Teaser in mein Internet und haben ihre Schuldludrigkeit getan.

Laut der wenigen Rezensionen (wenn man mal die der Jubelperser und der offensichtlich scheinbar gekauften weglässt) wird es wahrscheinlich ziemlich Scheisse sein.

Auf Amazon wird das Buch mit einem Zitat von irgendeinem anderen Professor „beschrieben“:

„Ich lese mit einem großen Interesse auch Ihr neuestes Werk „Preisheiten“. Ich finde, dass diese Arbeit das erste in der Geschichte lesbare Buch zum Thema Preisbildung darstellt – Sie haben die natürliche Langweiligkeit dieses Themas glänzend überwunden.“

Die natürliche Langweiligkeit von irgendwelchen Zitaten auf irgendwelchen Buchdeckeln. Was zur Hölle will der mir damit sagen? „Das ist ein gutes Buch, Du musst es kaufen“? Hinfort!

Wenn ich allerdings auf den Preis von diesem Machwerk schaue, dann weiss ich immerhin: Eine Koryphäe der Mann!

Isch werde dieses Buch niescht kaufen, denn es ist zerkraaatzt.

Leistungsschutzrecht, die Drölfte

Golem meint:

Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein

Guter Plot schonmal fürn Anfang. Wird aber besser:

Die Presseverleger hätten die VG Media daher „ganz überwiegend angewiesen, ab dem 23. Oktober 2014 gegenüber Google eine widerrufliche ‚Gratiseinwilligung‘ in die unentgeltliche Nutzung ihrer Presseerzeugnisse zu erklären“

Auf deutsch: die merken tatsächlich mittlerweile scheinbar, dass sie hart dumm sind und bisher nicht verstanden haben wie eine Suchmaschine funktioniert, das nicht verstehen wollten oder gar so tun, als würden sie es nicht verstehen. Ich tendiere ja zu letzterem, anders ist das:

widerrufliche

schwer zu erklären.
Ach geht noch weiter:

Die Verleger „sehen sich angesichts der überwältigenden Marktmacht von Google zu diesem außergewöhnlichen Schritt gezwungen“, hieß es in der Erklärung weiter.

Die überwältigende Marktmacht kann und konnte man seit dem Entstehen von google und anderen Suchmaschinen recht einfach mit einer robots.txt brechen.
Und: gezwungen – haha! Man hätte sich einfach das schwachsinnige Gesetz sparen und stattdessen Energie in Journalismus investieren können.
Das ganze substanzlose Gefasel darum ist meines Erachtens Mimimi von beschränkten BWLern.

Quelle: Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein (golem.de)

Zur aktuellen: Zero-Day-Lücke in Windows

schreibt Heise unter anderem:

Microsoft beschreibt eine Reihe von Schutzmaßnahmen, welche die Angriffe abwehren sollen. So soll man etwa sicherstellen, dass die Benutzerkontensteuerung (User Account Control, UAC) aktiv ist. Im Falle eines Angriffs meldet sich diese mit einem Dialog zu Wort. Sofern man diesen nicht bestätigt, soll der Code auch nicht ausgeführt werden.

Mehr zum Thema UAC steht da nicht. Bspw. nicht, dass dieses dermaßen bescheuerte Konzept (was bei diversen ähnlich beknackten Linux-GUI-Konzepten abgeschaut ist) im besten Falle genau 3 Mal nach der Installation von Windows aufgrund Konditionierung komplett ins Leere greift.

Welcher Otto-normal-Dau weiss denn nach 50-maligem Wegklicken des UAC-nagscreens was er da überhaupt macht? Welcher etwas versiertere Benutzer?

JEDER Dau klickt bei der UAC auf [ok], ob das nun beim Runterladen von irgendwelchen geilen Tools oder beim Besuchen einer Webseite ist.

Deutschlands dümmstes Boulevardblatt…

Der Spiegel schreibt in einem widerwärtig „Deutschlands dümmste Gewerkschaft“ betitelten Artikel neben allerlei anderem Schmarrn:

Derzeit bastelt die Bundesregierung zudem an einem Gesetz zur sogenannten Tarifeinheit. Im schwerwiegendsten Fall dürften sogenannte Spartengewerkschaften dann nicht mehr streiken, weil die größeren mit mehr Mitgliedern in einem Betrieb dann Vorrang hätten.

Schön gezirkelschlusst. Die Gewerkschaft (bzw. die Lokführer) darf nicht streiken, weil man ihr ja eh durch die Hintertür das Streikrecht nehmen könnte. m(

Gehts noch einen Zacken dümmer? Könnten die sich aus Angst nicht einfach gleich erschiessen oder wie?

So ein widerwärtiger riesiger Hartmüll, die Woche fängt richtig gut an.

Bonuswitz: Die Lokführer verdienen um die 2000,- netto, das war mir grad neu. Wieso streiken die erst jetzt?

20 Jahre Netscape

Auf Heise gibts ’nen meiner Meinung nach zu kurz gehaltenen Artikel zum Thema. Steht viel Quatsch drin, viel aus dem Zusammenhang gerissenes und wenig substantielles. KannWill ich grad ich auch nicht besser, aber der Quatsch bleibt da bitte nicht so stehen:

Zur Jahreswende 1995/96 erreichte der Browser einen Marktanteil von fast 80 Prozent. Doch der Höhenflug währte nicht lange. Microsoft drängelte das Startup mit immer besseren Versionen von Internet Explorer vom Markt, die bereits in Windows enthalten und somit ohne weitere Kosten nutzbar waren.

Dum? Formal korrekt, aber sachlich nicht. Der IE kam mit W95 gebündelt. Also Ende 94. Ab da nahm er mit dem absolut lachhaften IE3 (wenn ich mich recht entsinne), also mit einem richtigen Scheissbrowser, dem NN Marktanteile ab. Aber eben nicht, weil er eine „bessere Version“ war, sondern, weil es (afair ab W95B (die A war ja auch recht lachhaft)) mit dem OS gebündelt war, was (nochmal afair) im Nachhinein mit nem fetten Bussgeld gewürdigt wurde. Da war Netscape wegen der Bündelung schon recht tot, und von dem Bußgeld hamse auch nix gesehen.

Der „bessere“ IE(4) kam 97 oder so und ab da hat Netscape geschlafen oder war noch in der Totenstarre. Und selbst wenn’s 96 war, einen Browser von Microsoft wollte zu der Zeit keiner freiwillig (s.o.) haben, der ins Netz wollte.

Die lange geplante Version 5 sollte nie erscheinen.

Natürlich sollte die erscheinen. Aus Langeweile hat man da nich lange Jahre dran Arbeit und Geld hingeworfen. Ach, das „sollte“ war garnich so gemeint? Den NN5 der hier irgendwo rumliegt hab ich mir ausgedacht. Ok.

Überraschenderweise schaffte Netscape eine Wiedergeburt als Open-Source-Projekt. Als das gemeinnützige Unternehmen Mozilla […] seinen 10. Geburtstag feierte, war der Navigator-Nachfolger Firefox gerade dabei, den Internet Explorer wieder vom Thron zu schubsen.

Der Navigator-nachfolger ist die Mozilla-suite (heute Seamonkey*)!
Verdammt nochmal!
Ein Abkömmling der Mozilla-Suite ist Phoenix. In späterer Version umbenannt in Firebird. In späterer Version umbenannt in Firefox. Ursprünglich geplant als schlanke Alternative zur Mozilla-suite (was bis FF 4 etwa grob funktioniert hat), heute ein Stück Software, wo mittlerweile fast sämtliche Neuerungen darin bestehen, die Oberfläche noch unbedienbarer zu machen. Der „letzte Seite“-button von letzter Woche ist heute woanders und bspw. Tab-gruppe-speichern ist in nem ganz anderen Browser, zumindest nicht in FF.

* um die Korinthenkacker vorwegzunehmen: Seamonkey „heute“ ist mittlerweile tatsächlich ein Abkömmling von Firefox. Die Geschichte erzähle ich ein anderes Mal.

Schirrmacher-nachrufe…

braucht kein Mensch.
Hab da doch grad was hybsches gefunden, was ich meinen 3 Lesern nicht vorenthalten möchte:

Die Ambivalenz, die geistige Überlegenheit in sich trägt
(ueberschaubarerelevanz.com)
Spass ham!

Das Sturmgeschütz 14/2014

der aktuelle Spiegel schreibt ne Geschichte über einen Verein, dem noch nicht genug Historie in Weimar vorhanden ist, und die da das Bachhaus wieder aufbauen wollen. Da gibts sogar ne Petition – sinngemäss: „wir wollen das Bachhaus auf dem Grundstück von dem und dem wieder aufbauen, aber der gemeine Kapitalist will das nich“ – für.

Einleitung, zweiter Absatz:

Zwar hat der Komponist im 18. Jahrhundert fast zehn Jahre lang in der Stadt gelebt, am Markt 16, mitten im Zentrum.
Doch das Haus ist längst abgerissen, heute stehen an der Stelle Bratwurststände und Autos.

wunderschön illustriert mit einem Foto dieses Schandflecks auf dem neben einer (zugegeben recht hässlichen) Mauer, die selbstverständlich ein paar Autos aus der öffentlichen Wahrnehmung entzieht(!) – tada! – genauso selbstverständlich natürlich kein Bratwurststand zu sehen ist (und sonst auch nie einer steht, selbst zum Zwiebel- oder Weihnachtsmarkt nicht).
„Mitten im Zentrum“ ist natürlich auch ne schöne Geschichte, wenn Richtung Osten noch 2 Häuser kommen und dann erstmal über einen Kilometer nichts und dann ein paar 80er-Jahre Zone-Vorstadt-Häuschen.

Nichts deutet darauf hin, dass sich unter dem Parkplatz ein bedeutsames Renaissance-Gewölbe befindet:  [Spiegel-Geschwurbel].

Da muss man dem Autor zustimmen, an der Mauer ist leider leider nur eine Tafel angebracht, der man entnehmen kann, wen Bach vor Urzeiten hier mal geschwängert und wann er mal publikumswirksam gefurzt hat und dergleichen, wo man doch von allen anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt weiss, dass irgendwelche modrigen Keller schon 2km vor dem „Ereignis“ grossflächig ausgeschildert sind.

Das ist soooo gemein!1111eins

Der Russe…

Headline im aktuellen Spiegel:

Die seelenlosen Spiele
Russland hat 38 Milliarden Euro in die Winterspiele gesteckt, [blablubb]. Dennoch blieben sich Russen und der Rest der Welt in Sotschi fremd. Für das deutsche Team endete Olympia gar mit einem Desaster – dem Dopingfall der Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle.

… das isn ganz ausgebuffter Typ, hat der sich sogar einen „Dopingfall“ ausgedacht, fast so schlimm wie demletzt die Urkatastrophe des 2WK1. Den sollten wir im Auge behalten!111

Edit: den zugehörigen Artikel tatsächlich auch mal zunehmend angewidert dazu angelesen, und es läuft scheinbar tatsächlich darauf hinaus, dass die Evi wegen der bösen Russen gar nicht anders konnte als zu Dopen.

Gesehen: The Wolf of Wallstreet

Wikipedia sagt: „Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken.“.

Dafür dass unterirdisches Kino der dümmsten Sorte geboten wird – wenn man die Filmkritik 30 Jahre zurückdreht – in den Achtzigern wäre das ein richtig steiler Plot gewesen … muss man sagen: „positiv“? Kann man machen, wenn schmale Schatten geworfen werden.
Für 2013  isses einfach nur absoluter Hartmüll. Positiven Kritikern kann ich mal unverbindlich anbieten  mit Anlauf die Nase geradezuziehen.

Hier schön in einer Reihe anstellen: …

… was für ein unfassbar langweiliger an den Haaren herbeigezogener hanebüchener unambitionierter Scheissdreck … Dieser Dumm-Quatsch ist so schlecht, dass er schon wieder schlecht ist.

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