Spass mit Arte.tv …

Heute gabs mal ne Doku über Bären und nen Wildhüter in Kamtschatka. Nicht sonderlich aufregend, kann man aber sehen.

Das meiner Erinnerung erste Mal, dass der Stream durchlief ohne zu buffern oder gar ganz stehenzubleiben.

Zum Schluss wurds allerdings nochmal ziemlich spannend:

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Ich hab nich gelacht!

Zu HOT (Crisis Mapping),

schreibt „die Zeit“ einen ausnahmsweise nich ganz schlechten Artikel:

Freiwillige aktualisieren Landkarten der philippinischen Krisenregion. Für die Helfer vor Ort ist das oft lebenswichtig. (zeit.de)

Dummerweise wurde der Artikel vor dem Veröffentlichen nicht kompetent gegengelesen (bspw. auch nicht vom im Artikel zitierten und scheinbar konsultierten Pascal Neis (ein Freak!;))) und da bleiben wie so oft diverse Komponenten einer Geschichte irgendwo liegen:

Als Vorlage für die Landkarten dienen hochauflösende Satellitenbilder; Details sind noch in Bereichen deutlich unter einem Meter zu erkennen. […]
Normalerweise sind Satellitenbilder ein teures Gut: Die Betreiber verlangen oft hohe Gebühren für die Nutzung der Aufnahmen. Ein Sonderabkommen mit den UN stellt jedoch sicher, dass die Krisenhelfer das Material für ihre Karten kostenlos bekommen.

Mei. Ja. Nein. So ein Mist.
HOT läuft in 2 Stufen.

  • Zuerst malt man die Sat-Bilder von i.d.R. Bing-Maps (ja, die bösen Microsofties geben ihre SAT-Bilder kosten- und bedingungslos an einen freien Konkurrenten – nämlich OpenStreetMap – ab und das sogar permanent),
  • erst im zweiten Schritt werden aus von der UN generös vorübergehend zur Verfügung gestellten semi-freien Quellen die Schäden drüberdokumentiert.

Auf deutsch: Das Material kommt (permanent) kostenlos von Microsoft und von diversen anderen Anbietern UND im Krisenfall gibt’s nochmal paar zeitnahe Häppchen extra.

Ach:

Bei dem verheerenden Erdbeben auf Haiti im Januar 2010 konnten die Krisenkartografen erstmals entscheidend helfen und erstellten teilweise völlig neues Kartenmaterial – auf der digitalen Landkarte der Insel hatte es vor dem Unglück große weiße Flecken gegeben.

Was „heuer“ auf den Phillipinen nicht sonderlich anders war.  Wenn nicht permanent grossflächig Daten an Google etc. verschachert oder gar verschenkt würden, könnte man sich auf  OSM(bzw.HOT-)Seite den zeitintensiven Schritt 1  sparen und gleich zur Sache kommen.

Ok, „gleich“ is so ne Geschichte, obwohl täglich und permanent Satbilder gemacht werden waren die diesmal auch erst nach Tagen verfügbar.

P.s. HOT=Humanitarian OpenStreetMap Team

Windows kaputtmachen…

Microsoft-Patch für Mausstottern unter Windows 8.1

Auja, brauch ich unbedingt noch!

Ah Mist:

Kurz nach dem Erscheinen von Windows 8.1 hat Microsoft eingeräumt, dass es mit dem neuen Betriebssystem zu ungewöhnlichem Verhalten bei der Mauseingabe kommen kann. Der Softwarehersteller hat nun einen Patch bereitgestellt, der drei unterschiedliche Phänomene adressiert.

Also ein Patch GEGEN Mausstottern, sag das doch gleich.

Quelle: heise

Der aktuelle Spiegel(42) …

… der wächst mal wieder über sich selbst hinaus.
Das ganze Heft wieder übervoll von Räuberpistolen und Schund und Müll, dass es eine wahre Freude ist.

Am besten hat mir der Artikel von Uwe Buse (Seite 56) gefallen. Da ist genau nichts, was man aus dem Zusammenhang heraus beispielhaft auszugsweise zitieren könnte, es ist komplett über mehrere Seiten mitsamt Punkt und Komma(ta) übelster ScheissdreckQuatsch.

Der Buse-Plot in Kurzform:
Der „Journalist“ Uwe Buse geht zu einer Firma, die Penetration-geschichten also Angreifbarkeit von Hard- und Software und dergleichen im Angebot haben, legt dort seinen Rechner und sein Handy auf den Tisch … und lässt im Artikel natürlich offen wie weit da der Zugriff zugelassen wird.
Die Hacker (das Wort „Hacker“ wird im Artikel gefühlt 200 Mal verwendet) dann jedenfalls hacken den derbe und a wait, geht doch was zu zitieren:

Was SPIEGEL-Reporter Uwe Buse bei einem Selbstversuch erlebt hat, kann auch jedem anderen Internetnutzer passieren

Jawoll! Ich stelle meinen Rechner und mein Telefon bei jemandem aufn Tisch, der das schon mal gemacht hat, dann kann mir das auch passieren. Wenigstens nur zur Hälfte gelogen.

Ok, noch ein willkürliches Zitat aus der Mitte:

Als Nächstes ruft mein Hacker Google Maps auf, klickt auf die Kartenansicht und zoomt sich von oben an mein Haus heran

Welcher „Hacker“ schaut sich bitte freiwillig die grottenschlechten Sat- und/oder Strassen-Fotos von Google an? (im Teaser taucht dann selbstverständlich unter anderen ein (falsch bzw. nicht lizensierter) Screenshot von OSM auf) )

Und zum Abschluss noch das Hilight:

Um künftig besser auf solche Angriffe vorbereitet zu sein, frage ich meine Hacker ein paar Tage später, wie ich mich schützen kann. Ich soll ein Leben führen, das mich sehr anstrengen wird. Keine Windows-Rechner mehr benutzen, sagen sie, sondern Linux als Betriebssystem.
Software-Updates immer installieren, und zwar schnell, das gilt vor allem für den Viren-Scanner. Eine Firewall einrichten, das Handy verschlüsseln, keine unnötigen Apps installieren. Kein Homebanking mehr, raten sie mir, schon gar nicht über das Handy, sondern immer persönlich zur Bankfiliale gehen und einen Vordruck ausfüllen.

Also, Mädelz: Kein Windows, Virenscanner immer aktualisieren, Firewall einrichten (wat?) (aufsmowl?) (dum?)

Heise:

Nach dem Bekanntwerden des Daten-Raubs bei Vodafone Deutschland gibt es nun ein…

Halt Deine Schnauze Du Depp!

Gut recherchiert…

Zum Thema „Südkorea führt Strassennamen ein“ schreibt die NZZ:

Zum europäischen Ordnungsschema gehört, dass jede Strasse einen Namen und jedes Haus eine Nummer hat. Dass es nicht überall in der Welt auf diese Weise organisiert ist, erfährt man beispielsweise, wenn man nach Südkorea kommt.

Oder nach Mannheim.

Keine Ursache.

Links:

Verworrene Zeiten…

der Spiegel heute so in einem Artikel zu einem begnadeten Spinner:

Es waren verworrene Zeiten. Braun und grün schlossen sich so wenig aus wie anthroposophisch und ewig rechts.

Is nich wahr, sowas gabs mal? Verrückt, kann man sich heute garnich ausdenken sowas.

Willkommen, ZDF…

im dritten Jahrtausend.

Ich hab hier mittlerweile brauchbares DSL anliegen und „GEZ“ zahlt auch irgendwer im Haus, da schau ich in letzter Zeit ab und an mal so Dokus, unter anderem auf der ZDF-mediathek, und das ist genau der Müll, wie ich ihn in Erinnerung hab.
Unabhängig davon, dass der überwiegende Teil so Galileo-ambitioniert ist und Schwachfug wie „Projekt Erde – Sonnenspiegel im All“ ist, man kann sich auch immer Infos im Brustton der Überzeugung reinziehen, wie:

Sonnenenergie ist die Quelle allen Lebens auf unserem Planeten.

gleich vorn in der Einleitung.

Nee, was? Die machen eine Sendung zu semiwissenschaftlichen Themen und da ist kein Wissenschaftler dabei, der sagt: „Ihr seid hart dumm!“?

P.s. Treppenwitz dabei; wenn ich mich recht entsinne, kam genau auf diesem Quatsch-ZDF vor eins/zwei Wochen eine Doku zu (teils symbiotischen) Chemosyntese-Lebewesen/ bzw. allgemein Lebewesen in der Tiefsee. (Selbstredend sehr wahrscheinlich mit ähnlich beschrappter Einleitung)
P.p.s. Über die übelst bescheuerte Programmnavigation werde ich mich ein anderes Mal aufregen.

Anzünden alles! (update)

Der Spiegel heute jedenfalls so:

Es ist der Abend des 12. Februar, und Pachomow geht ins Marengo, sein Lieblingsrestaurant in Lipezk, einer Industriestadt 370 Kilometer von Moskau entfernt. Es liegt zwischen dem Kino Himbeere und dem Stripclub Anzünderin, der Rindfleischsalat trägt den Namen Camorra.

Dass das Kino in Wirklichkeit Малина (Malina) heisst, geschenkt, einen Stripclub „Anzünderin“ wage ich dann aber doch zu bezweifeln.

Also kuckmerma, oh ein Stripclub um die Ecke namens Zажигалка (Saschigalka).
Als erst mal naheliegende Übersetzung für nicht des russischen kundige Spiegeljournaille hätte ich jetzt eigentlich „Feuerzeug“ erwartet. Das merkt aber ein Kleinkind, dass das eher komisch klingt in dem Zusammenhang.

Man könnte sich nun etwas an „зажигать“ abarbeiten, wo (neben anzünden) treffendere Übersetzungen bei rumkommen wie „(jmd.) anfeuern, begeistern, Party machen“, PONS meint noch „Zuhörer mitreissen“ usw. usf.

Nee, man musste auf Teufel komm raus was übersetzen, und dann nimmt man am besten eine Deutung, die kein Russe je gehört hat und die in keinem Wörterbuch auch nur näherungsweise zu finden ist.

Edit: Bonuswitz: jetzt habe ich auch noch das Restaurant gefunden, vorhin nur halbherzig gesucht und – tada! – natürlich liegt es nicht „zwischen dem Kino und dem Nachtklub“ sondern ganz ordinär und langweilig zwischen zwei Supermärkten.
Nochma Edit: den Bonuswitz nehme ich zurück, wenn ich die Grafik jetzt richtig interpretiere, liegt das Marengo direkt neben dem Kino also im weitesten Sinne doch „zwischen“ den Objekten.

Dafür simmer 89 auffe Strasse!

Sätze, die mir auch gern eingefallen wären drölfeinachtzig

Hätte die absurde Story jemand als Drehbuch bei Filmproduzenten eingereicht, hätte das Sekretariat vermutlich längst Weisung erhalten, weitere Einsendungen dieses Autors ungeöffnet entweder zu entsorgen oder an die ARD-Tatort-Redaktionen weiterzuleiten.

Ich hab nicht gelacht.

Quelle: Ich bin der Bombenleger (heise.de/tp)

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