Wegen dem Stern nochma

bzw. dem Scheibe seiner Kolumne, das ist natürlich schwer zu unterbieten, wenn man grad nicht Markwort oder oder Wagner oder – ääh – ach, Diekmann heisst oder so.

Man kann aber auch bei einer seriösen „linksliberalen“ Gazette anheuern und solch nichtssagendes inhaltleeres Gefasel ablassen wie „Henning Sietz“ in der „Zeit“. IN DER ZEIT!
Mal ab davon, dass die Zeit auch nicht mehr das ist, was sie nie war, aber das ist so peinlich schlecht, dass man es nichtmal zitieren kann,
viel Spass damit:

Link: Schlug er zu? (zeit.de)

Heise: dum?

c‘t empfiehlt daher, sich besser ein Windows-Notebook zuzulegen, auf dem man nachträglich Linux installiert.

Noch alles klar im Oberstübchen?

Quelle: Schlechte Noten für Notebooks mit vorinstalliertem Linux (heise.de)

Das Web ist tot… (Update)

sagen die geschätzten Webdeppen bei Wired da (zum wiederholten Male (1997) übrigens) und wie es sich gehört, ist die schmale Basis

  • a: eine Statistik und
  • b: ein Vollhonk, der diese nicht lesen und viel schlimmer nicht mal ansatzweise zu interpretieren weiss*.

Wie nicht anders zu erwarten schreibt das ganze weite Netz dünnes Zeux über das dünne Zeux, reibt sich verwundert den Kopf und wendet sich dem nächsten Hirnfick zu.

Die zweite Seite, wo ich was dazu lesen durfte, war die der „seriösen“ Süddeutschen Zeitung wo eine „Journalistin“ namens „Lena Jakat“ daherkommt und meint dieses ganze bescheuerte Gefasel ohne jegliche Recherche frei ins Deutsche übersetzen zu müssen und gleich noch en passant den Beweis anzutreten, dass das Web tot ist, indem sie es versäumt einen Link zur Quelle diesen Bockmists zu setzen.

Tja, wie sagte anno weissnichmehr jemand so zutreffend:

Das schöne am Internet ist: jeder kann mitmachen. Das Schlimme: jeder macht mit.

Wenn ich nach meiner Schule gewusst hätte, dass man für Journalismus keinen Plan von Mathe – und im Besonderen von Prozentrechnung haben muss – dann hätte ich mitgemacht.
So blogge ich eben einfach nur Katzenbilder und so.

Himmel, wie bescheuert muss man denn sein? Könnt Ihr mal schnell alle zurück in Euer Scheiss-Buch gehen?!
Der Video-traffic hat stark zugenommen! Dass dann proportional zum Gesamttraffic der HTML-Traffic stark abnimmt (obwohl er absolut stark steigt) – ääh, war das in der 5. oder 4. Klasse?

Oh, meine Baldrianspritze kommt grad…

* hab den Artikel auf Wired nicht gelesen, sondern nur die Meldungen dazu. Möglich, dass es da etwas differenziert wird im Text – my english…

Update: BoingBoing hat hier eine schöne Grafik, wo man sieht wie „tot“ der HTML-Traffic ist…

Spass mit der „Brennelementesteuer“…

… haben die Energiekonzerne da:

Die Steuer auf Brennelemente von Atomkraftwerken gilt als wichtiger Bestandteil des Sparpakets der Bundesregierung: Sie soll dem Staat 2,3 Milliarden Euro Einnahmen bescheren. Laut eines Medienberichtes drohen die deutschen Stromkonzerne nun mit einer Klage.

Da freu ich mich drauf. Leider haben die Politiker, die das eingerührt haben, keinen Arsch in der Hose, wenn ich was zu melden hätte, würde ich für jeden Pups, den die Konzerne da tun, die Steuer jeweils verdoppeln.
„Was, ihr wollt uns verklagen? 5 Mrd. … Was, das passt Euch nicht? 10 Mrd.“ usw.
Ich gehe stark davon aus, dass „unser Staat“ entweder einknickt oder verlieren wird vor Gericht.
Da gäbs dann noch den Königsweg zu folgendem Thema:

Auch aus Konzernkreisen bei E.ON verlaute, die Steuerpläne verstießen gegen EU-Richtlinien, weil sie die Atomkraft als Energiequelle einseitig belasteten.

Oh ja! Das ist bitter, wie wäre es stattdessen mit marktüblichen Preisen für Versicherungen, wie das „die anderen Energiequellen“ im Gegensatz zur Atomindustrie bezahlen müssen? Oder marktübliche Preise für die „Entsorgung“ des anfallenden Mülls?
Ooops? Doch lieber Peanuts als Steuern bezahlen? Warum nicht gleich so?

Bonusgedanke: Ich weiss nicht, ob ich ein Brett vorm Kopf habe, aber in dem Zusammenhang frage ich mich, ob es von Seiten atomstromfreier Energieversorger nicht vernünftig wäre, medienwirksam gleichzeitig auch die Regierung wegen einseitiger Belastung zu verklagen. Zu einfach, oder warum kommt da keiner drauf?

Quelle: Stromkonzerne drohen Regierung mit Klage (stern.de)

Die „Lebensmittel-ampel“ ist (hoffentlich endlich) tot.

Ich glaube, dass ich relativ unverdächtig bin mit irgendwelchen Konzernen gemeinsame Sache zu machen, oder allzugrosse Sympathien für die CDU zu hegen:

Diese Kennzeichnung sei zu simpel und wissenschaftlich nicht begründet, betonte die Berichterstatterin Renate Sommer (CDU).

Das sind die Fakten. Völlig egal in dem Falle, auf wessen Gehaltsliste die gute Frau steht.
Seit Monaten wird von selbsternannten Verbraucherschützern in ehemaligen Nachrichtenmagazinen, Medien und Parteien versucht dem „Bürger“ weiszumachen, dass wir eine Lebensmittelampel bräuchten auf Lebensmitteln.
Viel Zucker=Rot, viel Fett=Rot, viel Salz=Rot.
Viel Zucker ist schon mal ein schöner Anfang. Fast ausnahmslos alle Lebensmittel (!) werden mit künstlichen Süssstoffen wie Aspartam, Sacharin, Acesulfam und noch 1000x anderem widerwärtigem Dreck versetzt. Dafür soll’s grün geben? Wer denkt sich so eine abgrundtief dumme Scheisse aus? Am Besten gar kein Zucker mehr? Wie verödet und verblödet muss man sein, um diesen Dreck zu fressen? Und dann noch per Gesetz? Geil!
Wichtig ist einzig die Kombination der Lebensmittel. Wenn ich mich den ganzen Tag ausschliesslich von fettigen und salzigen Pommes mit verzuckertem Ketchup/ Majo ernähre, dann ist das ganz allein meine eigene Blödheit, und nicht die, dass da keine dicken roten Buttons bei Fett und Salz drauf sind.

Gesetzt den Fall, das wäre tatsächlich geil und schmackhaft und überhaupt mit der Ampel, wie machen das dann die Leute? Die holen sich eine Portion Pommes mit Currywurst mit 3 roten Punkten und schmeissen eine Vitaminpille drauf mit 3 grünen Punkten.
Yeah. Wenn ich gross bin, dann werde ich auch Politiker, oder Medienschmierfink, dann kann ich mir jeden Tag auch so ein neues verblödetes Gesetz ausdenken.

P.s.: Wen’s interessiert: ich habe Untergewicht.

Quelle: Lebensmittel-Ampel scheitert an EU-Parlament (Zeit.de)

Spass mit Hewlett Packard…

Grad mal exemplarisch aus den Google-news gefischt, weil mir das den ganzen Tag im Feedreader schon derb draufging:

Bei der PC-Welt ist wohl der Zensor im Urlaub? „HP entlässt Mitarbeiter“? So richtige echte Menschen werden da entlassen? Das ist so gruslig, dass man das auf der Webseite einer PC-Zeitschrift lesen darf und nicht bei den sogenannten Qualitätsmedien.

Den absoluten Vogel schiesst die FTD im Kurztext ab:

Der Computerkonzern baut um: Insgesamt 9000 Positionen sollen umgewandelt werden, ein Drittel davon geht verloren.

Positionen werden umgewandelt! Was für eine Scheisswelt, was für Drecks“journalisten“ da draussen.

Huhu, Titanic!

Deine Rubrik „Briefe an die Leser“ ist ja immer schon Crap erster Güte, da bleibt kein Auge trocken, in der aktuellen Ausgabe aber merkt man leider, dass Frühling ist und die Versorgung mit den Briefeandieleserkrautlingen auch leider vollkommen zum Erliegen gekommen ist.
Das wäre zur Einschlaflektüre soweit nur halb so schön, wenn nicht die Recherche bei Deutschlands letzten Journalisten ebenso gelitten hätte und man zum Thema Klamottisierung eines Matthias Sammer man mit:

so dass Sie … eingekleidet vom VEB Herrenoberbekleidung „Fortschritt“; und …

wieder aufgeweckt würde.

Freundlichst, Ihr Herrenobertrikotagiertes Trash-log.

Neues von der Apple vs Adobe-front

Adobe claims that we are a closed system, and that Flash is open, but in fact the opposite is true. Let me explain.

First, there’s “Open”.

Einfach köstlich. Da beharken sich Apple (bekannter Spielzeughersteller) und Adobe (bekannter Epileptikerschreck) seit Monaten wegen Flash&Co, dass man nur müde drüber gähnen kann.
Mittlerweile aber kommt Hartdepp 1 daher mit seinen bekannten Lügen, Halbwahrheiten und Auslassungen und klebt seinen geistigen Dünnschiss ins Netz, da lässt sich’s der andere auch nicht nehmen und kontert mit ebensolchem. Zur Erinnerung für die nicht Mitgekommenen, es handelt sich um erwachsene Menschen, die nebenbei noch Konzerne lenken.
Dooferweise finde ich grad den bescheuerten Erguss von Adobe nicht, daher belass ich’s bei ein paar Zitaten aus den kranken Apple-hirnen:

Apple even creates open standards for the web. For example, Apple began with a small open source project and created WebKit…

Auf solch suggestivem Scheissdreck baut Apples Imperium auf. Sätze so formulieren, dass den ganzen Fanbois der Sabber runterläuft. Mitnichten eine Lüge, man könnte sich hier bestenfalls am „began“ aufhängen. Richtig muss es natürlich „stole“ heissen. Und ganz richtig: „Wir haben uns fertige funktionierende Software (KHTML, KJS und so) hergenommen,  (wie das Apple immer schon tat) jeweils ein bisschen dran rumgeschraubt, überall runde Ecken drangepappt, einen neuen Namen dran und fertig ist die OpenSource-Innovation aus dem Hause Apple.“

Adobe has repeatedly said that Apple mobile devices cannot access “the full web” because 75% of video on the web is in Flash. What they don’t say is that almost all this video is also available in a more modern format, H.264, and viewable on iPhones, iPods and iPads.

H.264 offen? Auf’s Maul?

Apple has adopted HTML5, CSS and JavaScript – all open standards.

Haha! Die guten Menschen bei Apple! Unterstützen offene Standards.
Ohne diese offenen Standards könnte Apple einpacken. Wie soll das denn sonst gehen? Für jede Webseite eine App oder wie? Ach, das geht ja tatsächlich bei Millionen Vollhonks da draussen. Und wenn Microsoft, diese Drecksbude, diese Drecksbude anno weissnichtmehr mit etlichen Millionen und nem Internet-Explorer (Internet Explorer!) nicht aus der Bedeutungslosigkeit und Lethargie geholt hätte, dann müsste man sich heut nicht solchen Firlefanz anhören.

Eeh, Michael Bartsch, Taz,

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist diese Woche Praktikanten- und Nachwuchstazschreiberlingwoche. Also Taz U30 quasi, was ich gar nicht ganz doof finde, da zeitgeschichtliche und Netz-Themen
a: etwas besser in den Focus geraten und
b: die auch nicht so taz-gewohnt verschnarcht herkommen.

Was ich in dem Zusammenhang allerdings nicht ganz raffe, ist, wie Du hier auf das schmale Gleis kommen kannst, es hätte anno dunnemals „Weltall, Erde, Mensch“ zur Jugendweihe gegeben:

Ein Pflichtprogramm an Jugendstunden bereitete auf den großen Tag vor. Der Handschlag kam von einem führenden SED-Genossen, und das atheistische Weltanschauungsbuch hieß „Weltall, Erde, Mensch“.

Dieses weitgehend exzellente Buch gab es allerdings nur bis 1975, also *rechne rechne* letzmalig etwa für die Jahrgänge 1962. Ab 1976 gab es die Propagandaschmiererei „Der Sozialismus, Deine Welt“ bzw. „Vom Sinn unseres Lebens“ (kuckstu).
Die Recherche der Zahlen hat mich jetzt exakt eine Minute gekostet, nochmal neumachen bitte.

P.s. meinen persönlichen Handschlag habe ich damals lang vor der Wende übrigens von einem CDU-Genossen bekommen.

Edit: Haha die Kommentare da, köstlich, so aufmerksam hatte ich das gar nicht gelesen…

Quelle: Jugendweihe damals und heute – Gut geweiht ist halb erwachsen

Stimmt’s? Murks im Kopf

die regelmässige Zeit-rubrik „Stimmt’s“ lese ich immer gern, weil es ständig neuen Stoff zum Klug-scheissen generiert.
Heute allerdings beim Thema „Murks im Getriebe“ muss ich mich fragen, ob der Murks nicht eher beim Autor liegt:

Es scheint vor allem vielen Männern ein Bedürfnis zu sein, während der Fahrt eine Hand stets am Schaltknüppel zu haben, selbst bei Autobahnfahrten im fünften Gang, wenn man ganz gewiss nicht mal schnell für einen Überholsprint runterschalten muss. Vielleicht finden sie das irgendwie sportlich – sicher ist das einhändige Fahren nicht. Der Freizeitchauffeur sollte beide Hände am Lenkrad haben.

Das ist hanebüchener Unsinn. Mit einer Hand am Schalthebel kann man bei Gefahr bremsen UND runterschalten (also auch bremsen) gleichzeitig. Hierbei hat man das Auto viel besser unter Kontrolle als beim alleinigen Bremsen. Des Weiteren halte ich es für ein Gerücht, dass beide Hände am Lenkrad – im Speziellen auf der Autobahn mit seinen bekanntlich scharfen Kurven alle 50 Meter… – sich positiv auf die Sicherheit auswirken.

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