… die lob ich mir.
Da kann man nämlich nicht wie in unserer gelobten freiheitlich demokratischen Grundordnung nur über Meinungsfreiheit fabulieren, und für jeden 2. Satz, den man ins Netz schreibt eine Stunde Gesetzes- und Formulierungsrecherche betreiben, nein, da werden rundheraus die Kürzungen der Sozialleistungen mit den Kosten der Bankenrettung gegengerechnet und als Ergebnis kommt eine Summe raus, für die man in .de mal locker flockig 60 Tagessätze bekommt. (Finde leider gerade die Geschichte nicht mehr, wo zur Einführung der Hartz4-Gesetze jemand eingefahren ist, weil er in einem Forum sinngemäss schrieb: „ich kann verstehen, dass die ARGE-Schergen jetzt auch mal auf’s Maul bekommen“)
In Irland heist die Summe: „Sie verdienen es erschossen zu werden“ (heise.de/tp)
… nehme ich mir fest vor, nächstes Jahr dann wirklich und wahrhaftig den ganzen Tag in einer Höhle zu verbringen um mir diesen ganzen Stuss nicht mehr reinziehen zu müssen. Es ist halb 3 und ich habs wieder nicht geschafft.
Nächstes Jahr dann aber, kein Scherz!
sagt zumindest der Fokus, und die müssen es ja wissen:
Deutsche und österreichische Forscher haben das Problem gelöst, Ökostrom zu speichern: Sie haben ihn in Erdgas umgewandelt.
Geilomat, oder?
Auf Telepolis gibt’s noch ein paar winzige Details dazu, nirgends aber sehe ich Aussagen über die Wirtschaftlichkeit. Ich denke, dass nicht mehr als 50% übrigbleiben.
Und da kann man mal anfangen zu Rechnen:
Bei einer angenommenen (Energie-)Wirtschaftlichkeit von 100% mache ich aus einer KWH Stunde Strom zum Durchschnittspreis von 14 Cent eine Kilowattstunde Gas zum Durchschnittspreis von 6 Cent.
Das würde heissen, um (Geld-)wirtschaftlich zu bleiben, benötige ich Strom zum Maximalpreis von 6 Cent, bei einer realistischen (Energie-)wirtschaftlichkeit um die 50% also Strom zum Preis von 3 Cent.
Ääähm. Nee, oder? Wo ist mein Denkfehler?
Commerzbank überrascht mit Milliardenverlust
Wo ist die versprochene Überraschung?
Quelle: Commerzbank überrascht mit Milliardenverlust (stern.de)
In den USA wird Zunahme der Langzeitarbeitslosen befürchtet
Sind die nicht schon fett genug da?
Oder könntest Du die Arbeitslosenzahlen gemeint haben? Eher unwahrscheinlich.
Quelle: In den USA wird Zunahme der Langzeitarbeitslosen befürchtet (heise.de/tp)
NordLB fällt Millionenbetrügern zum Opfer
Die Bankenkrise hat die NordLB nach eigenen Angaben ohne größeren Schaden überstanden. Doch im normalen Geschäftsbetrieb ist sie jetzt gestolpert. Eine Tochter der Landesbank wurde um einen hohen Millionenbetrag betrogen.
Millionenbetrüger? Warum zur Hölle krieg ich den Zirkelbezug nicht aufgelöst?
Quelle: NordLB fällt Millionenbetrügern zum Opfer (stern.de)
Wenn ich hier sämtliche Vorzeichen vertausche, also „Ex-Nazis“ zu „Alt-Kommunisten“, „CIA“ durch „KGB“, ein bisschen an den Namen drehe usw. komme ich dann auf so differenzierte Darstellungen, wie ich die hier bei Dir lesen kann? Oder?
Dagegen notiert das Parteiorgan Neues Deutschland […] Die Stasi ist geboren. „Das Gesetz“, […] „wurde […] ohne Diskussion unter großem Beifall des Hauses einstimmig verabschiedet.“
„Ohne Diskussion“, das ist der SED-Führung wichtig. […]
Ärm, die gemeinen Zonis haben da ohne grosse Debatte und ohne das Volk einzubeziehen einen Geheim(!)dienst gegründet? Wie undemokratisch! In einer Demokratie würde man doch das Volk befragen, ob es sich bespitzeln lassen will, nicht wahr?
Spitzel unter sich (zeit.de)
lang ist’s her, dass wir 2 Beiden uns miteinander gequält haben. Bzw. war das Vergnügen eher einseitig.
Heute durfte ich meine Mathekenntnisse mithilfe der Zeit wieder etwas auffrischen:
Die Internationale Raumstation (ISS) bekommt eine Aussichtsplattform. Sieben Fenster hat die domartige Aluminiumkonstruktion. Sie erlauben nicht nur eine 360-Grad-Rundumsicht, sondern dank einer Öffnung im Dach auch einen Blick in die dritte Dimension.
Wenn man sich den popligen Balkon so anschaut, ich hätte schwören können, dass das 180° incl. 3D abzüglich – grob übern Daumen gepeilt – 25°+x durch ins Bild ragende Bauteile wären, aber wie gesagt; lang ist’s her.
Lustiger Zusatzgag: 300 Millionen Euro kostet das Balkönchen, hätte ich nicht billiger machen können.
Quelle: Ein Balkon für die Raumstation (zeit.de)
weil es kein Multitasking kann, keinen USB-Anschluss hat, kein Flash, keinen HDMI-Ausgang, weil es die Besitzer gängelt und noch eine ziemlich lange Liste, die beim Iphone schon galt und gilt, nein, das Problem ist ein anderes, Achtung, jetzt kommt’s:
Tieferer Grund der Enttäuschung ist eine Verklärung des Internets und digitaler Technologien, die schon früh begann. Was nicht zuletzt daran liegt, dass die Welt der kalifornischen Computerpioniere entscheidend von der psychedelischen Kultur der sechziger Jahre geprägt wurde, die ähnlich weltfremd mit sich und ihren Werken umging.
Glasklare Analyse, der Regenwald wird auch nicht für die Süddeutsche Zeitung abgeholzt, sondern wird verklärt. Gut dass wir das endlich verklärt haben.
Quelle: Das Märchen vom digitalen LSD (sueddeutsche.de)
Momentan gibt’s viel Wirbel um eine geplante Tagesschau-app, wo man sich an den Kopf greifen muss, mit welchen Argumenten dagegen geschossen wird. Speziell Springer, die mit Bild und Welt zum gefühlt einedillionsten Male testen wollen, wie man im Netz mit Paid-content aufs Maul fällt, faseln einen durchsichtigen Nonsens daher, dass einem schlecht wird.
Wobei, mit dem auf’s Maul fallen wird wohl doch etwas schwerer, wenn’s um Apple-fanbois und Iphone-deppen geht:
In Apples „App Store“ landeten die Programme ganz vorne, wenn auch diverse Käufer sich beschwerten, nicht mitbekommen zu haben, dass die Bild- und Welt-Apps monatlich neu gekauft werden müssen.
Die Elite sozusagen.
Ääh, was wollte ich? Ach ja:
Bei Springer reagierte man mit Befremden: „Es gehört ganz sicher nicht zum Grundversorgungsauftrag öffentlich-rechtlicher Fernsehanstalten, kostenlose Applets auf dem iPhone zur Verfügung zu stellen“, ließ Sprecherin Edda Fels der Presse mitteilen. Das sei eine „nicht tolerierbare Marktverzerrung“.
Das ist Unfug, bzw. das Pferd von hinten aufgezäumt. Die öffentliche Grundversorgung gehört selbstverständlich auf Geräte mit Internetzugang, und siehe da – tada! – da ist sie auch schon. Tagesschau.de kann jeder Interessierte entweder direkt in einem mobilen Browser lesen, oder „halb“-direkt in einem RSS-Reader. Für dünne Leitungen oder kleine Displays gibt’s eine Mobilversion ohne oder mit Bildern, offline für Unterwegs ohne Netz gibt’s eine Avantgo-version. (Von letzterem kann man sicherlich halten was man will…)
Und genau da ist der springende Punkt, keine Sau braucht eine Extrawurst für ein einziges Gerät, da wird das Geld des Gebührenzahlers für pseudoelitären Spielkram zum Fenster rausgeworfen.
Quelle: Springer fühlt sich verapplet (taz.de)