Genome, DNA und so Zeuch…

Ich les grad nen Artikel in TR über Biotech 2014, was da so alles wundersames und weltbewegendes passiert ist. Paar halbwegs spannende Sachen dabei, aber weitgehend harmloslangweilig. Warum ich mir den Mund fusslig rede, es ist natürlich auch reichlich Quatsch zugange.

Der Artikel is hier: Biotech 2014: DNA, Hirnforschung und ein Paradox.

Fange ich gleich mit der paradoxen – haha! – Überschrift an, die wird am Ende des Artikels aufgelöst:

In genmaipulierten[sic!] Pflanzen aber sehen die europäischen Länder weitaus weniger Wert und haben sie weitestgehend verboten. […] Von ihm stammt auch unser Lieblingszitat des Jahres: „In Europa laufen gentechnisch veränderte Menschen herum, die keine gentechnisch veränderten Lebensmittel essen.“

Der Satz muss korrekt lauten:

„In Europa laufen eine wahrscheinlich mit zwei gentechnisch unverdächtigen Händen abzählbare Anzahl gentechnisch veränderte Menschen herum, die keine weitestgehend gentechnisch veränderten Lebensmittel essen.“

Kann ja jedem ma…

Was mir auch noch aufgefallen is (kann der Autor nix für):

Der Suchriese Google reagierte darauf am konsequenten[sic!] und startete ein wissenschaftliches Projekt für das Sammeln von biologischen Daten über gesunde Menschen; außerdem können Genome für 25 Dollar pro Jahr auf Google-Servern gespeichert werden.

Damit ich das richtig verstehe: ich „schenke“ einem Milliardenkonzern einen tendentiell recht wertvollen Datensatz, damit die damit arbeiten können und da krieg ich jährlich 25$ für? Wo muss ich unterschreiben?
Nee warte: ICH muss denen Geld dafür geben? Noch alle Latten am Zaun?

Getestet: „Dittman Pfefferonen“

Genauer: Feinkost Dittman (ein riesiger „Konzern“), „Pfefferonen handgepflückt scharf“

Ein übles Zeug, erstmal richtig lecker, dann fängt die Fresse an zu brennen, und man hälts nicht aus und schiebt immer noch eins und noch eins nach.

Kaufempfehlung: täglich.

Leistungsschutzrecht, die Drölfte

Golem meint:

Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein

Guter Plot schonmal fürn Anfang. Wird aber besser:

Die Presseverleger hätten die VG Media daher „ganz überwiegend angewiesen, ab dem 23. Oktober 2014 gegenüber Google eine widerrufliche ‚Gratiseinwilligung‘ in die unentgeltliche Nutzung ihrer Presseerzeugnisse zu erklären“

Auf deutsch: die merken tatsächlich mittlerweile scheinbar, dass sie hart dumm sind und bisher nicht verstanden haben wie eine Suchmaschine funktioniert, das nicht verstehen wollten oder gar so tun, als würden sie es nicht verstehen. Ich tendiere ja zu letzterem, anders ist das:

widerrufliche

schwer zu erklären.
Ach geht noch weiter:

Die Verleger „sehen sich angesichts der überwältigenden Marktmacht von Google zu diesem außergewöhnlichen Schritt gezwungen“, hieß es in der Erklärung weiter.

Die überwältigende Marktmacht kann und konnte man seit dem Entstehen von google und anderen Suchmaschinen recht einfach mit einer robots.txt brechen.
Und: gezwungen – haha! Man hätte sich einfach das schwachsinnige Gesetz sparen und stattdessen Energie in Journalismus investieren können.
Das ganze substanzlose Gefasel darum ist meines Erachtens Mimimi von beschränkten BWLern.

Quelle: Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein (golem.de)

Das Warten hat ein Ende!

Diese „Swatch“-uhren (WERNER-deutsch: Quatsch-uhr), die waren ja -zig Jahre immer gern ein sprudelnder Quell heiteren Gelächters, nun endlich schickt sich Apple ernsthaft und hartnäckig an, diese Position endlich streitig zu machen.

Ich bin sicher, die sind auf nem recht guten Weg, so einen Klumpen Plaste könnte ich mir beim besten Willen nich blöder, dümmer und teurer ausdenken.

Aber es hat eine Radkrone!

Deine Mudder hat ne Radkrone!

Gute Nachrichten, Freunde!

Ich hätt ja gern die Taz verlinkt, wo ich heut ne Schlagzeile hatte, die mir den Tag derb versüsst hat, aber die sind entweder zu blöde tagesaktuelle Nachrichten auch im Netz zu haben oder zu blöde tagesaktuelle Nachrichten auch im Netz zu haben oder gar beides, so wirds die SZ:

Neunjährige tötet Schießlehrer mit Uzi

Fazit: Die Dummen sterben möglicherweise doch aus, weiter so!

Facebook…

facebook hat im vierten Quartal 2013 den Umsatz […] auf 2,6 Milliarden US-Dollar gesteigert. […] Der Gewinn […] stieg auf 523 Millionen US-Dollar.

Auf gut deutsch: die gaben im letzten Quartal 2 MRD Dollar für laufende Kosten aus. Kann mich mal wer kneifen? Wofür gibt man bei der Müllhalde Geld für laufende Kosten aus? Entwickelt wird da genau nix (zumindest nix kostenintensives) und die Server (Traffic+Wartung) können unmöglich solche Kosten verursachen.

Jemand ne Idee, wie man mit so nem simplen Konzept so viel Geld verbrennen kann?

Quelle:  Facebook macht 523 Millionen US-Dollar Gewinn (golem.de)

20 Mio Euro

in Bitcoins.
Stramme Nummer: Drogenmarkplatz Silk Road: US-Behörden beschlagnahmen fast 30.000 Bitcoin (heise)

Nochmal für mich zum Mitschreiben: da häuft ein Krimineller 20 Mio digitale Euro an, hat keine Insel in der Südsee und legt die Kohle auf einen offenbar recht zugänglichen Rechner ab und lässt sich damit erwischen? Wie blöd is der denn?
Ab in den Knast mit dem!

Unterstützenswerte „Epetitionen“…

sind recht dünn gesät, vor allem, wo die aus demokratischem Standpunkt im Wert sowieso nahezu null tendieren. Drölf Dillionen Demokraten können ihren Willi unter so ein Scheissding setzen, am Ende sagt unser gewähltes Parlament sinnegmäss „Drölf Dillionen können mir den Buckel runterrutschen“ und wertlos ist das mühsame Geklicke.

Grad tickert mir aber wieder eine Petition in mein Internet rein und ich freue mich, dass das wieder eine ist, wo eindeutig formuliert ist, wie ernst es der Petent mit der Demokratie meint:

Der Deutsche Bundestag wird gebeten, die Erhebung von Gebühren für den Zugang zu amtlichen Informationen nach dem Informationsfreiheitsgesetz in denen Fällen einzuschränken oder ganz aufzuheben, wenn der Antrag von einem Medienvertreter oder im Zusammenhang mit der Tätigkeit gemeinnütziger Organisationen gestellt wird.

Lustig, ne? Nee, warte kommt noch besser:

Gebühren sollten möglichst nur noch erhoben werden, wenn der Informationszugang ausschließlich im finanziellen Eigeninteresse des Antragstellers liegt.

Auf Deutsch: Medienvertreter wie ZEIT, Spiegel oder andere staatstragende Boulevardmedien, die kein „finanzielles Eigeninteresse“ vertreten, sollen Informationen für Umme bekommen, Otto Privatmann aber selbstverständlich nicht, der ist kein „Medienvertreter“ und kein  „gemeinnütziger Verein“. Top Petition…

Quorum erreicht

Super Sache zu wissen, wieviel Handpuppen offenbar beim Boulevardgeschmier so in Lohn und Brot stehen. (Oder wieviel Deppendemokraten das Kleingedruckte nicht gelesen haben)
Bleibt zu hoffen, dass die Quatsch-petition den Lauf aller bisherigen geht. Man spricht mal kurz drüber und verwirft es.

Neues von der Denic

Denic will Domains nach Vertragsende nicht mehr sofort löschen

trudelts mir grad im Feedreader von:
http://www.internet-law.de/2013/05/denic-will-domains-nach-vertragsende-nicht-mehr-sofort-loschen.html
rein und denke so kurz; 2013 schon?

Beim Lesen der Hintergründe löst sich dann mein Unglauben in Wohlgefallen auf:

Der alte Domaininhaber hat während eines Zeitraums von sieben Tagen dann die Möglichkeit einen sog. Restore-Auftrag zu erteilen

Puh, satte 7 Tage, ich dachte schon, da würde irgendwer irgendwas merken.

Verworrene Zeiten…

der Spiegel heute so in einem Artikel zu einem begnadeten Spinner:

Es waren verworrene Zeiten. Braun und grün schlossen sich so wenig aus wie anthroposophisch und ewig rechts.

Is nich wahr, sowas gabs mal? Verrückt, kann man sich heute garnich ausdenken sowas.

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