Dafür hamse Geld Ⅱ

Vom Fraunhofer-Institut gibt es eine aktuelle Studie: „Zukünftige Informations- und Kommunikationstechniken“, und ich muss sagen, das ist so herzallerliebst und so umfangreich – äääh – dumm (ist nicht das richtige Wort, aber mir fällt kein passenderes ein) und hart wischiwaschi, dass sich einem bei nicht unerheblichem Teil der Fragestellungen (die Antworten/ Prognosen kamen ja eher unter „Zwang“ zustande) die Nägel hochrollen. Ja, genau, die Zehennägel.

Ich mag das Arschwischpapier nicht bis ins letzte Detail beleuchten, wer Langeweile hat, kann sich bei den Links am Ende diesen Beitrags bedienen, ich nehm einfach mal wahlllos 3 Punkte raus und zitier die hier:

Die Konvergenz von Geräten und Diensten ist gewährleistet: der Fernse-
her empfängt SMS, Videoanruf auf Computer ist ebenso möglich wie VoIP über Mobilfunk oder WLAN.

SMS auf‘m Fernseher, yeah, mehr davon. Das ist auf jeden Fall was, was der moderne Mensch noch braucht, aussterbende lahme Technologie auf aussterbendem Medium. SMS auf‘m Fernseher!!1eins
Videoanruf auf Computer wird kommen, ultra, nee? Wie alt is die Kamelle schon? 10 Jahre?
VOIP über Mobilfunk/WLAN? Hab ICH was verpasst, oder in welchem Steinbruch waren DIE verschüttet?

Im „Internet der Dinge“ sind nicht nur Daten, sondern auch viele Geräte
und Alltagsgegenstände direkt über das Internet lokalisierbar und steuerbar.

Huh, innovativ, da kommt Grosses auf uns zu.

Die alltägliche Bedeutung von Open Source Software übersteigt die Bedeutung kommerzieller Software.

Wünschenswert wär’s, aber ich hätte zum Thema auch noch eine Prognose: bis 2035 werden wir diese abgedroschen Phrase noch genau 2.993.345 mal hören müssen.

Bonus-phrasen:

Der Input für Embedded Systems (für spezifische Anwendungen konstruierte IKT-Komponenten, die in Alltagsgegenstände integriert sind) erfolgt im Alltag über elektronische, optische, akustische oder chemische Sensoren; der Output über Motoren oder andere Steuerungseinheiten.

Grandios! Auf solche Ideen muss man erst mal kommen, da tun sich völlig neue Sachen auf!!1eins

Mit dem Einsatz neuer hocheffizienter und sicherer Energiespeicher Batterie/Akkutechnik/Brennstoffzelle) sind die heute noch existierenden Probleme mit der Stromversorgung mobiler IKT-Geräte gelöst.

Wie oft hab ich das schon gehört? Beispiel Notebook: Mein hornaltes Ding zieht ca. 20 Watt, damit begnügt sich kein aktuelles modernes CD-Rom-Laufwerk. Man wird sich in Zukunft was Neues ausdenken, was die Akkuhersteller bei Laune hält. Wie wär’s bspw. mit 3D-Breitwand-Ultra-surround? *Patent anmeld* Mist, gibt’s schon.

Noch irgendwelche Fragen? Erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt.
Links:

4 Kommentare to “Dafür hamse Geld Ⅱ”

  1.  Flo schrieb am 10. Apr 2008 um 22:11

    Ich fand den Artikel eher fad, bzw er spricht mehrere große Themen an und wird damit nur zu einer Wischiwaschi-Zusammenfassung, imho.

    Die Thesen in der Studie hauen jetzt nicht unbedingt soo arg vom Hocker. Warten wir es ab. Ich brauch auf jeden Fall nicht allzuviel KlickiBunti an jeder Ecke, die mir bei meinen Gedanken und meiner Kommunikation Kaufinteressen helfen und auf groß viel mehr läuft das ja letztlich nicht raus. Instant-Kommunikation von nahezu überall aus mit nahezu allem ist auch heute schon größtenteils und fast flächendeckend möglich. Man muß es halt einrichten und daran wird es auch in 25 Jahren noch scheitern, so könnte ich mir das denken.

    Ein Kuhdorf in den Alpen wird weiter ein Kuhdorf in den Alpen bleiben, ebenso wie eine Wüste eine Wüste bleibt. Wenn sich da nichts tut, dann bleibt es auch genauso flächendeckend wie heute. Aber vielleicht haben wir dann in 25 Jahren wenigstens Sender am Armgelenk, die mit Satelliten kommunizieren können, sodass man wirklich überall eine „Verbindung“ hat. Zu was auch immer…

  2.  Mike® schrieb am 10. Apr 2008 um 22:23

    Der Artikel (von Golem) behandelt halt auch nur diesen Wischiwaschi von dem „Papier“. Wenn man die Studie so scannt – siehe MEIN Artikel 😉 – da ist halt nicht viel Angriffsfläche, ausser eben zum Arsch abwischen.
    Golem ist – ganz ungewohnt – beim Thema zu unkritisch und plappert wahrscheinlich die Pressemeldung vom Fraunhofer-institut zu ihrer deppschen Studie nach.

  3.  Flo schrieb am 10. Apr 2008 um 22:28

    So in der Art würde ich das auch sagen. 😉

  4.  Marc schrieb am 11. Apr 2008 um 9:16

    Ich sage voraus, dass in 25 Jahren Haushalte durch hochentwickelte Eingabe-Ausgabe Systeme miteinander vernetzt sind und sich Voraussagen eigentlich namhafter Institute bar jeglicher Substanz mit Hilfe von effizienten, zentral abgelegten Interaktionssystemen leicht auseinander nehmen lassen.

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