das neue „Leistungsschutz-“recht im Internet…

das geht total klar, was da so in der Mache ist.
Ich hatte kurz überlegt mir über diesen megaabsurden hanebüchenen Bullshit einen Beitrag aus den Rippen zu leiern, der mir aufgrund massiver Verwendung adjektivierender Kenntlichmachung der beteiligten „Politiker“ in Richtung „korrupt“, „faschistoid“ „dumm“, „dummdreist“ „faschistoiddreist“ usw. diverse Abmahnungen einhandeln würde, die mein Peter ‚Koksundnutten‘Hartz4 auf mehrere Jahre auf Niveau ins Negative drücken könnten, zum Glück hab ich auch noch Niggemeier im Feed, der das – zumindest für denkende Menschen – etwas vorsichtiger und vor allem sachlicher UND eindeutiger formulieren kann:
Hurra: Urheberrecht im Internet verbessert! (stefan-niggemeier.de)

Ich kann garnich so viel fressen wie ich kotzen möchte. Dass „Der Spiegel“, „Die Welt“ und die ganzen anderen Verdächtigen das geil finden und forcieren ist ja verständlich, aber dass es Politiker gibt, die noch dümmer oder korrupter als [beliebigen Politiker-Name hier einsetzen] und der ganze nachblubbernde Scheissdreck sind, das WILL ich nicht verstehen.

Btw.: Demletzt ist mir aufgefallen, dass Google die Blogsuche massiv eingeschränkt hat. Im direkten Menü ist sie nicht mehr zu erreichen und wenn man sie dann doch findet so muss man erkennen, dass die Ergebnisse extrem unbefriedigend und dumm sind. (naja, wie bei allen anderen Suchfunktionen zunehmend auch) In dem Zusammenhang ist natürlich zu begrüssen, dass Google auf der News-seite von Seiten abstruser offensichtlich bezahlter Gesetze in die Schranken gewiese wird. Vielleicht kommen die SEO-Kasper bei Google auch mal wieder drauf ECHTE Inhalte zu indizieren statt 3738 nahezu identischer Meldungen von dpa, dapd, afp &Co

Bonus: Wunsch und Wirklichkeit (svenscholz.de) Leider hat Google (&Co) dazu keinen Arsch in der Hose

7 Kommentare to “das neue „Leistungsschutz-“recht im Internet…”

  1.  tux. schrieb am 05. Mrz 2012 um 22:39

    Wer mit Google sucht, ist selbst schuld, wenn er nur Mist findet.

  2.  Mike® schrieb am 06. Mrz 2012 um 3:37

    Was mit dem Thema genau was zu tun hat?

  3.  tux. schrieb am 06. Mrz 2012 um 6:33

    Vieles. Es wird immer Suchmaschinen geben, die drauf scheißen. Dass Google ein ganz schlechtes Beispiel ist, muss bei all den Müllergebnissen aber wohl nicht weiter erläutert werden.

    Nebenbei: In Opera Mini fehlen hier Styles und Kommentarfunktion.

  4.  Mike® schrieb am 21. Jun 2013 um 17:58

    Leider hat Google (&Co) dazu keinen Arsch in der Hose

    Lange hat’s gedauert, nun wird’s spassig:

    vor dem Hintergrund der rechtlichen Unsicherheit, die von dem Gesetz ausgeht, haben wir ein neues Bestätigungssystem eingeführt. Mit diesem bieten wir deutschen Verlagen eine weitere Möglichkeit, uns mitzuteilen, ob ihre Inhalte (weiterhin) bei Google News angezeigt werden sollen

    Heisst auf deutsch: sämtliche Verlage fliegen ab 1. August aus den Google-news raus. Vorausgesetzt, sie melden sich nicht da an, um drinzubleiben.
    Hat sich also übelst gelohnt, das Leistungsschutzrecht.

    Bleiben (mind.) 2 Verlierer übrig:

    • Verlage, die diesen Bullshit nicht unterstützt haben werden gezwungen diesen Bullshit zu unterstützen indem sie gezwungen werden, ihre Daten bei Google abzukippen
    • Alternativen zu Google müssen theoretisch denselben Weg gehen und werden so massiv Besucher/Benutzer verlieren. (Wird wohl kaum einen Verlag geben, der sich die Mühe macht sämtlichen Suchmaschinen, RSS-Aggreagatoren etc. eine explizite Zustimmung zu geben).

    Na? Klingelt’s? Das LSR macht genau das Gegenteil von dem was es soll („Lex Google“)
    Es schaufelt langfristig sämtliche „News“ zu Google und macht es somit noch mächtiger.

    Win-win-win für Google, yeah, bin ma kurz kotzen.

    Quelle: Google News bleibt offene Plattform für alle deutschen Verlage (google-produkte.blogspot.de)

  5.  Flo schrieb am 23. Jun 2013 um 10:43

    Du solltest vielleicht einen neuen Artikel dazu schreiben. Hier gehts glaub unter. Hätte das auch nicht gesehen, wenn ich nicht mal wieder nach neuen Sachen bei Dir gesucht hätte.

    Ehrlich gesagt war auch mein erster Gedanke -so wie bei wohl grad allen Leuten, die darüber schreiben- „Juhu, fette Aktion, da würde ich sogar mal mit nem Google-Mensch anstoßen.“. Auf der einen Seite finde ich es auch noch immer schlau und gut.

    Was Deinen ersten Kritikpunkt angeht, so kann ich das noch nicht nachvollziehen, was Du meinst. Wieso wird einer gezwungen, sein Zeugs da anzubieten? Google hat es sich davor halt so geholt und jeder Verlag konnte froh drüber sein; Nur waren sie es aber halt nicht. Jetzt fliegen erstmal alle raus.
    Davor, ebenso wie jetzt, kann scheinbar jeder sowohl grundsätzlich entscheiden, obs da hingeht, ebenso wie die Teaserlänge. Ich seh also noch kein „muß“. Und wenn sie es eh nicht wollen, ist doch ihr Ziel erreicht und es gibt erst recht kein „muß“.

    Dein zweiter Kritikpunkt dagegen könnte minimal nachhaltiger werden, aber auch nicht arg, imho. Angenommen, das macht nun jeder Suchmaschinenanbieter und jeder Newssammler so. Da gibts durchaus einige, jo. Wenn man aber einen Praktikant ne Woche hinhocken lässt, der dann jedem von denen eine Mail schreibt und sagt, daß es ok ist, dann wäre die Sache erstmal fertig. Muß ja nicht jeder Popelanbieter dabei sein.
    Das ergäbe fast schon einen temporären Job für jemanden, der sich damit auskennt und der stattdessen bei den Verlagen fragt, ob er sie überall in ihrem Namen eintragen soll. Spart sich jeder ne Menge Arbeit und einer wird nen Monat lang reich. (falls das einer macht, beteilige er mich bitte an meiner Idee :-D)
    Daß Verlage nun nur Google so eine Sache einräumen, halte ich für unwahrscheinlich. Blöd wären sie ja.

  6.  Mike® schrieb am 23. Jun 2013 um 19:11

    1.

    Wieso wird einer gezwungen, sein Zeugs da anzubieten?

    deswegen:

    Google hat es sich davor halt so geholt und jeder Verlag konnte froh drüber sein

    Alle diejenigen, die bisher zufrieden damit waren, dass ihre Inhalte automatisch gefunden (und verlinkt) wurden müssen jetzt manuell eingreifen.
    2.

    Wenn man aber einen Praktikant ne Woche hinhocken lässt, der dann jedem von denen eine Mail schreibt und sagt, daß es ok ist, dann wäre die Sache erstmal fertig.

    Das macht aber keiner. Der überbezahlte Webdepp in Firma XY sagt, über Google kommen 99% aller Besucher, dann wird das eben nur in Google eingetragen. Alle Alternativen werden hinten runterfallen. Davon ab kostet ein Praktikant auch Geld, was er besser in Kaffeekochen investiert.

    Spart sich jeder ne Menge Arbeit und einer wird nen Monat lang reich.

    Nein, s.O. Niemand wird Geld ausgeben, damit „ich“ News-anreisser bspw. in Netvibes lesen kann. (wenn man mal davon absieht, dass ich da mangels Relevanz schon lange keinen Verlagskram mehr drin hab)

    Bonus: als „Alternativer“ könnte man natürlich auch die Google-news abschnorcheln und weitergeben. Ich bezweifle allerdings, dass sich das Google langfristig gefallen lassen wird. Kann man sich also aussuchen, ob man normal so Pleite geht, oder wartet bis einen Google in die Pleite klagt.

  7.  Mike® schrieb am 25. Jun 2013 um 22:20

    Die Kretins haben echt den Schuss nicht gehört:

    Mindestanforderung muss sein, dass Google alle Dienste, einschließlich seiner eigenen, den genau gleichen Vorgaben unterwirft, also alle Seiten nach denselben Algorithmen durchsucht, indexiert, bewertet, darstellt und sanktioniert.

    Kann die mal jemand wecken? Genau das macht das Gesetz „für“ das Leistungsschutzrecht (nicht). Von ein paar Verlegern bestellt, bezahlt und nun isses auch wieder nicht recht?

    Es ist zum Heulen, wenn man ein wenig Restverstand hat, muss man diesen Riesenscheisshaufen namens Google gegen merk- und denkbefreite Lobbyisten aus irgendwelchen überbezahlten Rechtsabteilungen von irgendwelchen Boulevardmedien verteidigen.

    Klassische Lose-Lose-Situation. Können die Verlage nicht einfach leise sterben und Google weist man mit „echten“ Gesetzen in die Schranken? Nein?

    Quelle: Deutsche Verleger wollen Google-Suche einschränken (golem.de)

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