Die Grünen

… sind schon ein lustiges Völkchen.
Schaffen es mit Parolen, hinter denen sich die professionellen Schwindler der grossen Parteien verstecken können konnten, in den Bundestag, um dort mit den sogenannten Sozialdemokraten Angriffskriege und dergleichen zu planen und auszuführen, schaffen es trotz grossformatigem, eindeutigem und grandiosem Scheitern nach ihrem Abgang ein relativ sympathisches Bild zu hinterlassen und so weiter und so fort. Man könnte sicher Romane schreiben dazu; mich tangiert sowas nur peripher, hauptsächlich, da ich aufgrund einerseits meiner altruistischen Grundgesinnung, andererseits aus unübersehbar logistischen Gründen, mich nicht dazu aufraffen könnte, 9/10 des Stimmviehs eine Kugel zwischen die Augen zu spendieren.
Ja, was bleibt da noch? Das Netz:

Die Grünen sind die, die auch im Netz nicht kleckern, sondern auch eine – wie ich persönlich finde – fadenscheinige Aktion starten, die sich an die ganzen „Stopt Schäuble“-etc-aktionen (die ich unterstützenswertwichtig finde) dranhängt.

Die Aktion heisst: „Stoppt Schnüffel-schäuble“, befasst sich hauptsächlich mit dem vielgepriesenen Bundestrojaner, Datenschutz, Privatsphäre und Rechnersicherheit und dem ganzen Krempel und ist auch löblich thematisiert zu werden (dass bei den Grünen in Regierungsverantwortung die Thematik wieder ganz anders aussieht, sollte jedem, der nicht auf der Wurstsuppe dahergeschwommen ist, klar sein), jedenfalls sind die Grünen da up to date und man kann sich da ein Flash-filmchen downloaden. Ganz grosses Kino, jetzt kommt’s: als .exe.
Nee? Doch.

Weil ich ein ganz grosser Grünen-fan bin – von Geburt an und immer schon – und auch sonst auf alles draufklick, was nicht bei 3 auf dem Baum ist, hab ich natürlich nach dem ersten Abschütteln der Zillionen Fragezeichen über meinem Kopf mir das Ding mal runtergeladen und gestartet, und was soll ich sagen: es frisst 95% meiner CPU.
Dahingehend ist das natürlich ein grosser Pluspunkt, eindrucksvoller kann man eigentlich Geschwätz:Nutzen-verhältnis nicht demonstrieren.

Jetzt bin ich unsicher, ob ich vlt. die Botschaft falsch verstanden haben könnte.

Link: Stoppt Schnüffel-schäuble

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2 Kommentare to “Die Grünen”

  1.  Flo schrieb am 26. Jul 2007 um 0:28

    Sehr geehrter Herr Mike aus der bekackten Mitte von irgendwo,

    Sie wundern sich über die hohe Systemauslastung und darüber, wer hier mit Ihnen aus den Lautsprechern spricht? – Seien Sie unbesorgt, ich bin ein Beamter Ihrer Regierung, also ihr Freund, Leiter, Führer und Vater. Sie können mich Double-U-S nennen. (geiles Wortspiel, ne?)

    Wir freuen uns Ihnen dankend mitteilen zu dürfen, daß Sie sich heute freiwillig unseren Bundestrojaner v1.0 installiert haben. Dieser fällt selbstverständlich nicht unter §202, da er via Regierungs-Social Engineering (siehe GG, Artikel 2 [3]: „Erst wir, dann wir, dann vielleicht Sie“) auf Ihre Platte gelangt ist und sie zudem einen schönen Clip bekommen haben, der als Gegenleistung für ihre Mühen angerechnet werden kann und wird.

    Das Kleingedruckte, das Sie auf diese Umstände zum Zeitpunkt des Downloads hingewiesen hätte, haben wir bereits wieder entfernt, weil dies gängige Praxis bei Online-Services ist und bislang vom Gesetz gedeckt wird. Also bitte nicht wundern.

    Wir halten Sie über Neuerungen unseres Trojaners in Form von Pop-Ups auf ihrem Screen oder Direktakustikschaltung eines Live-Operators auf dem laufenden. Dazu möchten wir Sie darauf hinweisen -wie im Kleingedruckten nachzulesen war- jederzeit erreichbar zu sein. Die Fußfessel mit Stromschlag und GPS, die Sie hierfür auch nachts wecken kann, wird morgen von einem GSG-Trupp in Ihrem Schlafzimmer aufs Kopfkissen gelegt. Sollten Sie Probleme beim Anlegen in den nächsten 24h Probleme haben, so wird bei falschem Gebrauch ein Alarm ausgelöst, der den GSG-Trupp wieder zurückholt und der Ihnen dann weiterhilft. Die Türe brauchen Sie nicht zu öffnen – das macht der GSG-Türsteher, der sich hinter der Gardine versteckt hat. Notfalls greift noch unser ausgewechseltes Schloß mit Funköffnung. Keine Sorge, wir finden Sie schon!

    An der von Ihnen monierten hohen Systemauslastung des Trojaners arbeiten bereits ein paar outgesourcedte Chinesen, die via Remote-Verbindung nach Peking eine Analyse ihrer Rechnerstruktur durchführen, um Sie auf etwaige Terrorinstallationen zu überprüfen, die den Bundestrojaner beim Terror Spionieren der Arbeit stören.

    Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und versichern Ihnen, bei Ihrem nächsten mal Falschparken Ihre Zusammenarbeit mit uns zu Ihren Gunsten anzuführen, sodaß sie statt in Guantanamo eine Gehirnwäsche in der heimischen JVA Krümmede (Bochum) antreten dürfen.

    Einen schönen Abend noch und jetzt lächeln Sie doch bitte noch zum Abschluß einmal in die Kamera, die wir in Ihrem Bildschirm installiert haben.

  2.  Greg schrieb am 26. Jul 2007 um 11:47

    Du kennst keine Flashfilem als Exe? Das ist eigentlich eine gängige Praxis.

    Dass das Ding 95% deiner CPU-Leistung frisst, ist natürlich auch energiespartechnisch ein Problem, über das sich die Grünen kümmern sollten. Oder hast du Ökostrom?

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