DKB: Moderne Infrastruktur, alte Methoden

Soeben erreichte mich ein Anruf (0800er-Nummer, die mein Telefon leider nicht gespeichert hat), nach dessen Annahme ich direkt zu einer (offenbar) Callcenter-Angestellten durchgestellt wurde. Die wollte mir – wie man das von „Telefonmarketing“ kennt – natürlich was aufschwatzen. Und zwar irgendein Konto mit kostenloser bla bei der „DKB, einer Tochter der Bayerischen Landesbank“. Auf die Frage, woher sie meine Nummer hat, erklärte sie mir „gerne“, die käme von ihrem „Auftraggeber“, eben jener DKB (Deutsche Kreditbank). Auf soeine unbefriedigende Antwort musste ich selbstverständlich nochmal nachfragen. Wieder ein Ausweichmanöver: aus meinen Ausführungen entnehme sie, dass ich nicht an einem $kostenloserKram interessiert sei. Recht hat sie, beantwortet aber meine Frage nicht, also wieder nachgehakt. „Auf diese konkrete Frage“ könne sie mir jetzt „spontan keine detaillierte Antwort geben“. Ich sollte mich bei Interesse doch an die DKB wenden. Aha.

Ich konnte mir eigentlich nicht vorstellen, dass eine Landesbank (ok, die haben in letzter Zeit auch nicht alles richtig gemacht) solche Methoden anwendet. Wikipedia bestätigt das allerdings:

Die Deutsche Kreditbank AG – kurz DKB – ist ein Unternehmen der BayernLB mit Firmensitz in Berlin. Die Unternehmensstrategie beruht auf dem Einsatz einer modernen Infrastruktur mit wenigen Filialen und intensiver Nutzung des Onlinebankings, sowie der Fokussierung auf ausgewählte Kundengruppen mit niedrigem Risikoprofil, wie z. B. Privatkunden. (Hervorhebung von mir)

Nagut, dann gucke ich mir die „moderne Infrastruktur“ mal an – dkb.de ist die offizielle Website. Für den Lacher des Tages bin ich der Callcenter-Tante inzwischen doch dankbar.

8 Kommentare to “DKB: Moderne Infrastruktur, alte Methoden”

  1.  Mike® schrieb am 19. Jun 2008 um 18:37

    Uah, Mist, ich klick natürlich wieder auf den Link.

  2.  Greg schrieb am 19. Jun 2008 um 18:48

    Nette finde ich dieses „Popup“, das zwar ohne JS an, aber nicht aus geht 😉

  3.  ralf schrieb am 19. Jun 2008 um 19:52

    Also das Popup geht bei mir (Opera 9.5) 1a zu.

    Der beschreibende Text in Wikipedia klingt mir irgendwie reichlich nach (ungewünschter) Werbung.
    Evtl. hat den ja irgendein Mitarbeiter der DKB selbst eingefügt…

  4.  Blacker47 schrieb am 20. Jun 2008 um 11:25

    Da würde man doch viel Vertrauen in ihr Onlinebanking haben. In der Fachsprache auch „Kreditwürdigkeit“ genannt. *lach*

    Das mit dem „Popup“ ist echt mal total bescheuert.

  5.  Greg schrieb am 20. Jun 2008 um 12:44

    Ralf: Das Popup geht bei dir zu, wenn JavaScript deaktiviert ist?!

  6.  ralf schrieb am 20. Jun 2008 um 17:29

    Hoi Greg, natürlich hatte ich Javascript nicht deaktiviert, da hab ich wohl den Kommentar diesbezüglich falsch gelesen..

  7.  Christoph schrieb am 26. Aug 2008 um 22:50

    Ich bezweifle, dass das Call Center von der DKB beauftragt war, das werden Vermittler auf Provisionsbasis gewesen sein, die die Adressen irgendwo gekauft haben ;-(

  8.  Greg schrieb am 26. Aug 2008 um 22:54

    Ja, das ist wahrscheinlich. Allerdings finde ich es trotzdem unseriös, dass eine Bank sowas macht (also Provision an „Vermittler“ zahlt).

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