Firefox 2.0 und der Iceweasel

Nein, das soll keine Newsmeldung sein, dass der Firefox 2 nun final ist. Das dürfte wohl jeder an irgendeiner Ecke mitbekommen haben. Vielmehr interessant ist das Hin und Her mit den Linuxdistributionen Debian und dessen Ableger Ubuntu.
Debian verfolgt ja eine sehr offene Politik, was eigene Quellen und Pakete angeht. So ist der Firefox, der im Debian GNU/Linux verfügbar ist, nicht der originale der von Mozilla direkt „vertrieben“ wird. Denn die Debian Entwicklergemeinde hat einige Patches in den Firefox eingebaut, um diesen zu erweitern und zu verbessern. Da die Mozilla Lizenz keine Änderungen am Logo erlaubt, entwickelte die Debian gemeinde ein eigenes Logo.
Nach Ansicht von Mozilla verstößt dies insoweit gegen die Lizenz, als dass ein Programm mit diesen Änderungen (Logo, gepatchte Sources) nicht mehr den Namen Firefox tragen dürfe. So heißt von nun an der Firefox unter Debian GNU/Linux Iceweasel. Toll! *Ironie aus*

Gestern erschien neben Firefox 2.0 auch die neue Version 6.10 von Ubuntu (Edgy Eft), die von vornherein mit der Version 2.0 ausgeliefert wird. Die Angst/Sorge bestand darin, dass man befürchtete, nun auch jedes mal den Iceweasel statt des Firefox zu starten. Aber Canonical (Vertreiber der Ubuntu-Distri) konnte sich mit Mozilla nun doch einigen, sodass der Firefox und auch andere Mozilla Produkte unter Ubuntu nicht umbenannt werden.

Im Grunde sind Namen ja nur Schall und Rauch, solange die selbe Technik dahintersteckt. Aber grade im Bereich Firefox, der IMHO die Referenz im OpenSource Bereich ist, sollte doch eine konsequente Beibehaltung des Namens angestrebt werden, oder?

4 Kommentare to “Firefox 2.0 und der Iceweasel”

  1.  Oli schrieb am 27. Okt 2006 um 12:04

    Die Sorge bei Ubuntu war unbegründet, da diese Distro mit Debian nicht mehr viel am Hut hat, sonst könnte man z.B. keine Quellen für direkte Opera Downloads anbieten.
    Das recht offen bei Debian heißt im Klartext, das man als Organisation dahinter vor langer Zeit einen Gesellschaftsvertrag aufstellte der diese Dinge eindeutig definiert. Von daher ist die ganze Sache auch dort nur konsequent.
    Das man bei Mozilla erst gar nicht von Open Source sprechen sollte, bemerkt man bei diesen Dingen. Offen ist offen – schränke ich ein, habe ich irgendetwas nur kein Open Source!

    Aber grade im Bereich Firefox, der IMHO die Referenz im OpenSource Bereich ist

    Die Referenz? Seit wann das? Vielleicht in Windows Gefilden – sonst wohl kaum. Und wie gesagt Open Source bedeutet mehr als nur Quellcode guggen.

    Ein kommerzielles Theme in FF2, solche Dinge hier, das soll Open Source sein? Shayze ich begann vor 10-11 Jahren da mal mit anderen Voraussetzungen in diesem Bereich. Open Source ist das definitiv nicht, wie gesagt wenn man nicht nur Quellcode guggen meint ..

  2.  tiberian schrieb am 27. Okt 2006 um 16:21

    Die Referenz? Seit wann das? Vielleicht in Windows Gefilden – sonst wohl kaum

    Genauso war es von mir gemeint. Hätte es klarer formulieren können. Es geht darum, dass die Idee des OpenSource oft auf FireFox projeziert wird (zB im Bereich von Windows-auf-Linux Umsteiger)

    Die Sorge in Ubuntu war jedoch durchaus berechtigt, dazu ist die verlinkte Maillingliste interessant oder diverse Threads in den Ubuntuforen.
    Das sich dort jetzt geeinigt wurde liegt in meinen Augen an der Publicity. Ubuntu ist die am stärksten wachsende Linux Distribution und ich denke in 1-2 Jahren wird sie die am weit verbreiteste Distri sein. Würde kein gutes Licht auf Mozilla werfen, wenn einem dort der Eiswiesel anlacht.

  3.  Blacker47 schrieb am 29. Okt 2006 um 12:26

    OT: Ubuntu ist stark überbewertet. Habe das mal letztens getestet und kann nur den Kopf schütteln.

    Andere lustige Tatsache: Als ich Firefox 2.0 von den Webseiten runtergeladen hatte, bekam ich als Mirror-Server den netscape.com.

  4.  xantian schrieb am 06. Feb 2007 um 12:47

    „OT: Ubuntu ist stark überbewertet. Habe das mal letztens getestet und kann nur den Kopf schütteln.“

    Kann ich dem zustimmen. Ok in sachen Entwicklung schreitet es wirklich mit gigantischen schritten vorran. Was die entwickler aber in keinster weise beachten ist: SICHERHEIT / STABILITÄT / ORIGINAL(heit).

    Debian habe ich jetzt am laufen, ich muss sagen es hat sich auch einiges getan. Den Streit den die Entwickler (besonders KDE bereich) hatten wollen wir hier nicht ausdiskutieren, hat Debian zugesetzt. Schade!

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