Font-Tags bei der taz

Über den Relaunch von taz.de berichteten wir damals (Juni ‚07). Was damals nicht aufgefallen ist (oder noch nicht vorkam), war ein HTML-Element, deren Einsatz schlicht peinlich ist. Zurück in die Zukunft Vergangenheit, denkt man da. Es geht um das font-Element.

Typografie-Definitionen gehörten schon zum Repertoire von CSS 1, womit das font bereits seit 1996 überflüssig ist. Vorzuwerfen ist das allerdings nicht den Webentwicklern, sondern einem Phänomen, das wohl jeder aus Foren und aus HTML-Mails kennt: User finden eine andere Schriftart schöner (gerne genommen wird z.B. Comic Sans MS) und ändern sie manuell.

Dass dieses Phänomen wohl auch bei der taz vorliegt, sieht man daran, dass es nur bei einigen Artikeln vorommt, also nicht von einem Template eingebaut wird. Im Quelltext sieht das dann so aus:

<font face="Helvetica,Arial,Lucida">...</font>

Dass keine generische Schriftart mit angegeben wird, wundert da nicht mehr wirklich.

5 Kommentare to “Font-Tags bei der taz”

  1.  Marc schrieb am 16. Okt 2008 um 14:06

    Repertoire…. vorkommt. Genug verbessert.

    Zum font-Tag: Aktuell arbeite ich mit einer Agentur mit proprietärem/eigenentwickeltem CMS zusammen. Katastrophe! Angeblich ist es nicht möglich die Schriftformatierungen aus dem Editor rauszunehmen… Ein einzelnes Icon kann nicht ausgeblendet werden?! Tja, willkommen in der Vergangenheit. Den Redakteuren kann man da nicht wirklich einen Vorwurf machen, die kopieren gutgläubig aus WORD rein und gut is.

  2.  Greg schrieb am 16. Okt 2008 um 19:05

    Repertoire verbessert, danke.

    Das habe ich mir auch überlegt, dass die das aus Word reinkopieren, aber übernimmt der Editor dann wirklich die Formatierung? Finde ich heftig. Die taz benutzt aber auch kein eigenes CMS, sondern Typo3. Damit kenne ich mich zwar nicht aus, da es aber auch andere Typo3-Seiten gibt, die keine Font-Elemente benutzen, muss das ja eigentlich damit möglich sein.

  3.  Gerald – hyperkontext schrieb am 17. Okt 2008 um 12:25

    Hier ein Zitat aus einem kürzlich erschienen Artikel auf thinkvitamin.com mit dem Titel Accessibility In Suit And Tie:

    You can cure this by with a CSS rule that naughtily over-writes the tag: font {color:red; font-size:xx-large; text-decoration:blink; background-color:yellow;} which means content authors see hideous flashing text. It will, I guarantee, encourage them to write proper headings.

    Bei Gerrit wird auch ganz wild im Moment kommentiert: WYSIWYG in CMS – gut oder schlecht?

  4.  Marc schrieb am 17. Okt 2008 um 16:25

    Damit kenne ich mich zwar nicht aus, da es aber auch andere Typo3-Seiten gibt, die keine Font-Elemente benutzen, muss das ja eigentlich damit möglich sein.

    Ist immer eine Sache der Einstellung im Editor sowie der Schulung von Redakteuren. Ich erwähne ca. 17 Mal bei einer Schulung, dass Text NIE DIREKT aus Word kopiert werden darf, sondern immer über den Button „paste as plein text“ kopiert werden muss. Hilft aber nicht immer. Sicherlich kann man auch beim Einfügen eine Funktion ausführen, die dann Formatierungen IMMER löscht. Bei der TAZ lief dann wohl was schief. Oder die haben dden Editor echt nicht beschnitten und haben noch Buttons für Schriftart, Schriftfarbe und – meinem Favoriten – Texthintergrund.

  5.  Greg schrieb am 17. Okt 2008 um 16:32

    Stimmt, Gerald, sowas hatte ich auch schon gelesen. Könnte man echt mal umsetzen. Ich weiß nicht, ob man bei Windows keinen Unterschied bei der Schrift sieht, bei Ubuntu sieht man den aber jedenfalls auch ohne extra hässliche CSS-Definitionen.

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