Gendreck töten

Genmanipulierte „Nahrung“ ist Totschlag, Felder umpflügen Notwehr. Die Gen-Verbrecher gehören enteignet, und diejenigen, die Aussaat genehmigen, in den Knast.

Sehr viel schöner auf den Punkt bringen und doch ausführlich behandeln kann man die Schweinerei kaum noch: Tödliche Nahrung.

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8 Kommentare to “Gendreck töten”

  1.  Greg schrieb am 29. Jun 2007 um 20:36

    Unsinn.

  2.  Mike® schrieb am 29. Jun 2007 um 23:29

    Mhh?

  3.  Greg schrieb am 30. Jun 2007 um 11:01

    Ich kann da keine sinnvollen Argumente rausdestillieren.

    Der Artikel behauptet, Genpflanzen würden töten und verlinkt dazu auf einen IndyMedia-Artikel, der behauptet, es sein dadurch „Kindern und alte Menschen“ gestorben wären. Wie die dadurch gestorben sein sollen, steht da nicht. Bestimmt sind die durch durch Handys verursachten Elektrosmog gestorben :rolleyes:

  4.  Mike® schrieb am 30. Jun 2007 um 15:52

    Ok, allerdings kann man sich an 5 Fingern abzählen, dass noch viele sterben werden.
    Nämlich konventionelle oder Bio-bauern, die sich, hochoffiziell ihrer Lebensgrundlage beraubt, auf den Dachboden hängen.
    Aktueller Fall:

    Zudem sei es dem Imker zuzumuten, seine Bienen für die relativ kurze Zeit der Maisblüte an einen Standort zu versetzen, von dem aus sie die Gen-Maisfelder nicht erreichen.

    (Tagesspiegel)
    Lustig, nicht?
    Ja, bei Imkern kann man noch mit aller Liebe zum Gendreck zwei Augen zudrücken, was machen andere Bauern?
    Die werden gezwungen, es diesem asozialen rücksichtslosen Pack gleichzutun oder aufzugeben.
    Wie nennt man das? Enteignung. Kriminell ist das. Als kriminell empfinde ich schon ein solch zynisches Urteil.

    Abgesehen davon, dass die Genlobby und ihre willigen Helfer offenbar einen Freifahrtsschein haben, was Unbedenklichkeit betrifft, ist das schon ein starkes Stück, wie hier die Beweislast umgekehrt wird.
    Die Leute sollen sich nicht so haben, ist alles halb so schlimm, und wenn sie ein Problem haben, werden sie noch ausgelacht und relativiert.

    Ich geh mal paar Politikern und Lobbyisten auf’s Maul hauen, tut nicht weh, Ehrenwort und nach ein paar Wochen ist das auch nicht mehr nachweisbar.

  5.  Greg schrieb am 30. Jun 2007 um 19:39

    Die Bauern sähen doch so oder so jedes Jahr neue Pflanzen, oder sehe ich das falsch? Die Pflanzen werden also nicht verunreinigt, da dazu die bestaubten Pflanzen weiter als Saatgut verwendet werden, sie werden aber nur geerntet.

    Ich glaube eher, dass da Alarm gegen den Kapitalismus geschlagen werden soll, der natürlich x-mal produktiver als die herkömmliche Methoden ist. Mit dem Afukommen von Autos haben sich bestimmt auch einige Kutschenbauer ihrer Existenzgrundlage beraubt gesehen und sich erhängt. Eine gute Sache war’s wohl trotzdem.

  6.  Mike® schrieb am 30. Jun 2007 um 22:36

    Ich glaube, Du hast da mehrere ganz entscheidende Dinge nicht oder falsch verstanden, oder übersehen.
    Extrembeispiel:
    Ich baue Bio-Mais an, nicht nur aus politischer oder ökologischer „Verblendung“, sondern aus verschiedenen Gründen. Einer der Gründe ist ein finanzieller.
    Ich bin nämlich auch Kapitalist und für vernünftige Nahrung bekomme ich einen vernünftigen Preis.
    Um auf meinen Krempel das Biosiegel draufpappen zu dürfen muss ich – weiss es nicht ganz genau – 3 oder 5 Jahre Bio anbauen, aber als konventionell verkaufen.
    In dem Jahr, wo ich endlich meinen Bio-Mais auch als Biomais verkaufen darf, schmeisst mein Nachbar Gen-mais auf seinen Acker, die Insekten die das Pestizid- und Gen-Massaker da drüben überleben, bestäuben meinen Mais und ich kann mir einen Strick nehmen.
    Got it?

    Noch was: „Produktiver“ ist Genmanipuliertes Saatgut nur in einem Falle, nämlich in der Kasse der Chemiekonzerne. Hinzu kommt, dass man, soweit ich weiss, dann auch noch jedes Jahr das Saatgut von den Konzernen kaufen muss, statt welches aus seiner Vorjahresernte zu verwenden.

  7.  Zapp schrieb am 01. Jul 2007 um 11:48

    Kleine fachliche Korrektur: Mais wird durch Wind bestäubt, fast gar nicht durch Insekten.

    Und mindestens in der für den Weltmarkt produzierenden Landwirtschaft wird eh jedes Jahr neues Saatgut gekauft, da das Hybridsaatgut sonst deutlich weniger Ertrag liefert. Die konventionellen Hochleistungssorten sind übrigens auch schon lange von den grossen Saatgutfirmen „patentiert“.
    Viele Diskussionen, die sich nun um die Gentechnik drehen, sind IMHO eher ein Ausdruck der Kritik an der industriellen Landwirtschaft.

    Die Rechtfertigung von Sachbeschädigung und der Zerstörung von jahrelanger Arbeit (bei Forschungsfeldern) als „Notwehr“ ist für mich in einer Demokratie und einem Rechtsstaat nicht diskusssionswürdig.

  8.  Greg schrieb am 01. Jul 2007 um 14:25

    Und mindestens in der für den Weltmarkt produzierenden Landwirtschaft wird eh jedes Jahr neues Saatgut gekauft, da das Hybridsaatgut sonst deutlich weniger Ertrag liefert.

    Meine Rede, deswegen wird da auch nichts „verunreinigt“.

    Auch ansonsten bin ich da voll Zapps Ansicht. Ich weiß jetzt nicht genau, wie das bei Mais ist, aber das Produkt wird dorch durch eine eventuelle Bestäubung nicht weniger „Bio“, oder?

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