Gewalttätige Religionen

In Frankreich wird gerade ein Lehrer für die Behauptung:

Der Islam sei im Unterschied zur christlichen und jüdischen Religion ein Glaube, der auf „Hass und Gewalt“ basiert.

und andere dämliche und falsche ähnliche Verallgemeinerungen von religiösen Fanatikern mit dem Tode bedroht.
So weit so schlecht, die Diskussion, ob er sich das selbst zuzuschreiben hat, wird woanders geführt, hier frage ich mich mal:
Äääh, ob die liebenden Pazifisten von nebenan eigentlich – ähnlich wie beim Karikaturenstreit, wo für Gewalttätigkeit thematisierende, auch teils schlechte und dumme Karikaturen, Leute ihr Leben lassen mussten – schon mal was von Pawlow gehört haben? Nee?
Ich weiss nicht Recht, man hört immer so viel über Ehre und derlei Kategorien, ich frag mich, wie sich das vereinbart, wenn man auf derlei plumpe Provokationen derart peinlich zeigt, wes Geistes Kind man ist.

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3 Kommentare to “Gewalttätige Religionen”

  1.  Oli schrieb am 03. Okt 2006 um 11:49

    Ja im Prinzip ack, aber ein kleines aber gibts dennoch – warum strengen unsere Spacken nicht einmal ihr Hirn an und stochern nicht immer rassistisch geprägt in einem Vespennest herum? Es gibt dort hammerharte Fanatiker, die Völker in vielen Ländern dort (die Hauptstädte sind Augenwischerei für die Medien) haben noch eine Gesinnung wie zu Zeiten unseres Mittelalter … wo bleibt insofern unsere Intelligenz, mal etwas zurückzuschrauben?
    Der Klügere gibt nach, ne? Bei uns ist Volk größtenteils aufgeklärter, insofern das es Religion nicht alles glaubt, keinesfalls aber ist es intelligenter und hämmert ebenso.

    Ich weiss nicht Recht, man hört immer so viel über Ehre und derlei Kategorien, ich frag mich, wie sich das vereinbart, wenn man auf derlei plumpe Provokationen derart peinlich zeigt, wes Geistes Kind man ist.

    Die westliche Welt förderte dieses religiöse Niemandsland dort unten, die Briten fröhnten ihrer Kolonien und ließen ein Disaster zurück, die Nazis paktierten mit Diktatoren dort unten und ließen ein Disaster zurück, die Amis später paktierten mit den Söhnen der gleichen Diktatoren (z.B. dem Schah von Persien) und ließen ein Disaster zurück bzw. sind noch involviert. Wir schufen unsere eigene Nemesis in Form des Terrors und versuchen gerade gekonnt dies zu verschleiern. Wie dumm also kann Westen noch sein?
    Es gibt zwei Möglichkeiten, die Pazifisten als auch Rassisten erzürnen wird – entweder ich geh dort unten raus und überlass die Länder sich selbst, imo der beste und logischste Weg seit Jahrhunderten, oder ich mache alles konsequent platt, ohne Rücksicht auf Verluste. Der jetzige Weg, die Operation dort ist nichts halbes und nichts ganzes, damit wird nichts erreicht.

    Rumsticheln, mit dem Finger tief in die Wunde bohren und sich später erhaben auf die Position des überlegenden Friedensapostels zurückzuziehen, wirkt nach Jahrzehnten bzw. gar Jahrhunderten, einfach nur noch lächerlich. Und genau damit können die Fanatiker dort unten bei den, zugegebermaßen naiven Massen (um es mal höflich auszudrücken), punkten. Nein das Problem ist weitaus komplexer als ich bin intelligent, du bist intelligent – wir alles sind ganz schlau, ansonsten würde es wohl selbst bei uns hier, im intelligenten Teil der Welt gesitteter abgehen.
    Der erste Schritt zur omnipotenten Erkenntnis, es gibt halt Arschlöcher auf beiden Seiten.

  2.  maloXP schrieb am 05. Okt 2006 um 23:18

    Hallo Mike,

    gewaltbereite Islamisten gibt es. Es sind ein paar Tausend unter 1,2 Milliarden friedlichen Moslems. Ich finde, wir – also der Westen – gehen ein bisschen zu hysterisch mit der so genannten Terrorgefahr um. Die Erkenntnis, dass eine Religion nicht friedlich oder gewalttätig sein kann, allenfalls die Menschen, die ihr anhängen ist leider offenbar in viele Köpfe noch nicht vorgedrungen. Und ja, wer so eine stumpfe Verallgemeinerung riesiger Bevölkerungsgruppen absondert wie dieser Lehrer, weiß doch genau, wie die Reaktionen aus der muslimischen Community ausfallen. Das war eine kalkulierte Provokation, genau wie damals der K-Streit. Der Zweck ist natürlich, aus den Reaktionen auf die Provokation eine Reaktion auf die Reaktion herbeizuführen: Eine Empörung in den Massen, in der die ursprüngliche Provokation nur noch als Äußerung von Meinungsfreiheit verklärt wird. „Typisch Islam!“
    Ich möchte zudem daran erinnern, dass Morddrohungen auch schon gegen Fußballschiedrichter, alle möglichen Politiker etc. ausgesprochen worden sind.
    Olis letzten Satz möchte ich hiermit unterschreiben und um „Wirrköpfe“ erweitern.

    Gruß,
    maloXP

  3.  Mike schrieb am 06. Okt 2006 um 0:23

    Ack soweit, bis auf die gefährliche Verharmlosung „paar Tausend“.
    Paar Tausend „Aufwiegler“ und Anführer wäre treffender. Wenn ich „die paar Tausend“ Mordopfer allein im Irak sehe, dann kann man sich mit gesunden Menschenverstand interpolieren, dass allein da mehr als eine Hand voll gewaltbereite Fanatiker ihre Finger im Spiel haben.

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