Gleichgeschaltete Medien vs Stasi

Es ist absolut unglaublich, was da gerade ein – ähem – Absch seriöse lupenreine Demokraten und eine stiefelleckende Linke in devotem vorauseilendem Gehorsam in den Medien für ein widerliches durchsichtiges Schmierentheater veranstaltet.
Die nahezu komplette Journaille überschlägt und überbietet sich in einem derart scheinheiligen Lügengebilde, dass einem echt die Worte fehlen, und man sich an die gleichgeschaltete Presse in der DDR zurückerinnern möchte.

Damit keine Missverständnisse entstehen: ich finde die Äusserung der Frau Wegner mehr als suboptimal, aber bedenklich? Wo denn bitte, verfluchte Scheisse?
Die Frau hat nicht, wie überall dreist und unwidersprochen dahergelogen wird, gesagt, dass sie DIE STASI“ wiederhaben möchte.
Nee? Is‘n Ding.

Ein paar Schmankerl:

  • Stasi-Befürworterin Wegner lehnt Rücktritt ab
  • STASI-VERHARMLOSUNG Linkspartei streitet über DKP-Hardliner
  • CSU warnt vor Verhöhnung der SED-Opfer
  • Wegner hatte die Wiedereinführung der Stasi gefordert

Schicke Liste, nicht? Problem dabei: es ist von vorn bis hinten erstunken und erlogen.

Irgendwie erinnert mich das grad auch an die Nazigeschichte mit der – wie hiess die noch? – Herman. Die muss man auch nicht toll gefunden haben, aber dass die das Naziregime wiederhaben wollen würde, war mir damals auch irgendwie entgangen, wenn man mal das Lügengeschmier in den Medien ausser acht lässt.

Herrje, da fällt mir nix mehr ein. *kopflos ab*

Bisschen ausführlicher:
Ach halt doch die Klappe, Mahlzahn (nemetico.myblog.de)
wer sich das nicht alles durchlesen mag, kann mal hier die Kommentare scannen, da sind etliche dabei, die diesen Schmutz als das entlarven, was es ist: Schmutz:
„Auferstanden aus Ruinen“ – Die Wiedergeburt der DKP (daserste.ndr.de)

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6 Kommentare to “Gleichgeschaltete Medien vs Stasi”

  1.  Greg schrieb am 17. Feb 2008 um 19:06

    „So ein Organ“ muss es laut ihr wieder geben, wenn es ein sozialistisches System gibt. Als Verharmlosung sehe ich das übrigens auch. Selbst wenn man der Meinung ist, dass die Stasi dazu gedacht war, „fremde Kräfte“ davon abzuhalten das System zu zerstören, so bezweifelt ja wohl niemand, dass sie eben auch die eigene Bevölkerung drangsaliert hat und der Gesellschaft ihren Willen aufgezwängt hat. Man hat das System nicht nur nach außen geschützt, sondern eben auch gegen große Teile der Bevölkerung.

    Würde es „so ein Organ“ in der BRD geben, würde sie als DKP-Mitglied längst weggesperrt. Die DKP wurde eben jahrelang finanziell von der DDR unterstützt um den Sozialismus in die BRD zu tragen. Diese bösen Einflüsse von außen müssten demnach also auch abgewehrt werden.

    Ein Blick auf die Website der DKP lohnt sich übrigens. Dort findet man nicht nur politisch sehr interessante Forderungen wie diese: „Nokia muss ohne Abfindung in öffentliches Eigentum überführt werden.“ Dass ein solche Aktion die verständliche Flucht der meisten anderen ausländischen Unternehmen zur Folge haben würden und „die Öffentlichkeit“ wohl kaum alles übernehmen würde, scheint man offenbar nicht so kritisch zu sehen.

    Lustiger finde ich aber den Netscape 4-Button. Statt „reaktionäre Kräfte“ sollte die DKP lieber reaktionäre Browser abwehren.

  2.  Mike® schrieb am 21. Feb 2008 um 23:26

    Man muss hier eine klare Trennung ziehen zwischen DKP und Linke/PDS/SED einerseits, andererseits sollte man das – meiner Meinung nach – in Relation stellen zu VS, BND deutsche Politik heute usw.
    Die DKP als Ganzes hat in weiten Teilen gar keine Vorstellung von dem, was früher in der Zone abging. Im Gegensatz zu hochdekorierten westdeutschen Politikern, die auch schon in einer ganz anderen Diktatur dienen durften. Leicht OffTopic: Wenn ich die „deutsche“ Stauffenberg-debatte so sehe, dann kommt mir die Galle hoch, da sind Politiker ohne Konsequenzen in öffentlichen Ämtern, die einen Nazi öffentlich ehren und keiner kaum einer beschwert sich. Ach, was fasel ich für einen Quatsch von wegen OffTopic, das passt wie die Faust auf’s Auge.
    Nazis gut finden und posthum mit Orden dekorieren ist schnafte, Mauer nicht. Was für riesengrosser Haufen widerlicher Scheisse.

    Mittlerweile leben wir in einer Demokratie, da ist es nicht mehr wirklich nötig, Leute wegzusperren, und auch da sage ich; hey stop mal, was war denn bspw. in Heiligendamm&Co?
    Inwieweit unterscheidet sich das denn konkret von der „Diktatur in der DDR“? Dass im Nachhinein die Gerichte einen ganzen Packen „Maßnahmen“ für illegal erklärt haben? Da wird sich die bundesdeutsche Stasi ganz dolle schämen. Ich weine gleich!

    Ich widerspreche hier auch nicht, wie ich oben schon schrieb, finde ich die Äusserung suboptimal, ich finde nur schlicht die Reaktion widerlich, selektiv und entlarvend.
    Was ist eigentlich aus dem Öttinger geworden? Wurde der von seiner Partei ausgeschlossen? Ich erinner mich grad nicht…
    Oder – ähem – gestern in der Taz gelesen, wo ist eigentlich der Aufschrei zu:

    Innenstaatssekretär August Hanning hat sich für eine polizeiliche Videoüberwachung auch in Wohnräumen ausgesprochen.

    (taz)
    Was? Zur? Hölle? Videoüberwachung in Wohnräumen.

  3.  Mike® schrieb am 21. Feb 2008 um 23:45

    Ach hier noch ein Beitrag zum Thema, den ich nicht uneingeschränkt teile, der aber doch die ganze Geschichte unvoreingenommen von „Aussen“ betrachtet, wie ich finde:
    http://www.spiegelfechter.com/.....tchenfrage

  4.  Greg schrieb am 22. Feb 2008 um 0:16

    Staufenberg wird nicht dafür geehrt, dass er ein Nazi war, sondern dass er versucht hat Hitler zu töten. Die Mauer hingegen hat nichts positives gebracht.

    Inwieweit unterscheidet sich das denn konkret von der “Diktatur in der DDR”? Dass im Nachhinein die Gerichte einen ganzen Packen “Maßnahmen” für illegal erklärt haben?

    Da wurden jedenfalls niemand erschossen. Auch von Jahrelangen Haftstrafen weiß ich nichts? Und Rechtsstaat heißt ja nicht, dass nichts unrechtliches passieren kann, aber immerhin haben die Gerichte vernünftig geurteilt. Klar ist es trotzdem Unrecht, was da passiert ist, aber im Gegensatz zu den Aktionen, die die DDR-Führung in soeinem Fall unternommen hätte, sind die ziemlich glimpflich davongekommen!

  5.  Keulchen schrieb am 28. Feb 2008 um 0:32

    [quote comment="34337"]Staufenberg wird nicht dafür geehrt, dass er ein Nazi war, sondern dass er versucht hat Hitler zu töten. [/quote]
    Mag ja sein, aber mit welchem Hintergrund? Stauffenberg war bestimmt kein Freund der Demokratie. Das kann man schon daran sehen, dass der Kreisauer Kreis sich auf keine Staatsform nach dem Sturz des Naziregimes einigen konnte. Wozu schafft man also eine derart krasse Gedenkkultur oder trägt mindestens zu deren Erhaltung bei? Ich verstehs nicht (und ich bin da im nachhinein auch recht dankbar in bezug auf meine Geschichtslehrerin/-referendarin, dass ich zu dem thema – stauffenberg und elser – eine 16-seitige arbeit schreiben musste). Der liebe Graf eignet sich vllt noch als (schlechter) Legitimationsgrund für die Bundeswehr. Für mehr nicht.

    Ich geb mal ein paar Quellen aus meiner Arbeit an:
    http://www.asfrab.de/media/pdf.....onen01.pdf
    http://www.bundesarchiv.de/imp.....-44/10.jpg
    gibts im taz archiv: Luik, A. (31. 3 1995). „Ich sprenge die Regierung in…“. die tageszeitung . (ansonsten bei bedarf mal melden. die liegt hier noch irgendwo rum)

  6.  Sven schrieb am 29. Feb 2008 um 12:11

    Hätte Staufenberg es geschafft, Hitler zu töten würde es keine Demokraten geben, die ihn posthum ehren könnten. Dann wäre D eine Militärdiktatur und kein einziger Jude weniger tot.

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