Innovative Stellenanzeigen (web-developement)

Wer sich nicht zu melden braucht:

  • Web-Designer(in)
  • Grafiker(in)
  • Musiker(in) zur Vertonung von Web-Seiten

Künstler/Publizisten oder alle, die uns bei Auftragsvergabe eine Abgabepflicht an die Künstlersozialkasse aufbürden würden, brauchen sich erst gar nicht zu melden. Wir vergeben grundsätzlich keinerlei Aufträge an diese Personen. Suchen Sie Ihre Aufträge bitte woanders und bedanken Sie sich bei der Künstlersozialkasse.

Klingt mir nach ’nem Top-Team, wenn einem da das Magengeschwür vom Chef schon in der Stellenanzeige dokumentiert wird.

Link: http://www.juergen-ernst.de/jobs.html

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7 Kommentare to “Innovative Stellenanzeigen (web-developement)”

  1.  frank schrieb am 13. Mai 2007 um 16:42

    Was für‘n Quatsch, die Künstlersozialabgabepflicht hat nichts mit dem Versicherungsstatus des Auftragnehmers zu tun.

    Das Wesen des Jobs ist entscheidend: Werden künstlerische oder publizistische Leistungen von Selbstständigen für ein Unternehmen erbracht, ist die Abgabe in den meisten Fällen zu entrichten. Ob der Selbstständige in der KSK oder woanders versichert ist, spielt überhaupt keine Rolle.

  2.  Mike® schrieb am 13. Mai 2007 um 17:36

    Das kommt da noch dazu, der gute Herr hat da sicher irgendwas durcheinander geworfen, ich hab mich jedenfalls erst mal hauptsächlich an der Formulierung amüsiert 😉

  3.  Flo schrieb am 13. Mai 2007 um 18:31

    Der Teil ganz unten, bei dem darauf eingegangen wird, daß sie keine Word-Files wollen und jeder, der zu blöd ist, das zu verstehen, möge sich bitte auch nicht melden, der könnte von mir sein.

    Aber das mit der Künstlersozialkasse muß ich mir mal genauer anschauen. Also wenn ich mich als Webdesigner selbständig mache und für ein Autohaus eine Website mache, dann müßte ich laut dem seinen Angaben also nochmal was in diese KSK zahlen? Laut Frank wohl nicht so wirklich. Ich bin verwirrt…

    *scroogle anwerf*

  4.  Greg schrieb am 14. Mai 2007 um 0:12

    Ich finde den sympatisch. Würde mich der Quältext der Site nicht so abschrecken, wäre ich fast begeistert 😀

  5.  Mike® schrieb am 14. Mai 2007 um 2:10

    Nein. Ja. Nein. Verflucht! Krankenkasse ist völlig schnurz, wie Frank schon sagt, aaber: die KSK sind schon unbestritten ein ziemlich garstiger Haufen wenn man auf der falschen Seite steht, vergleichbar mit unseren liebreizenden Freunden von GEMA und GEZ.
    Das Gebrüll in der Stellenbeschreibung, kann ich mir ganz vage vorstellen, woher das kommt:

    Die Firma hat einen ursprünglich freiberuflichen Webdesigner (Teilzeit/ befristet) angestellt, der wollte in der KSK bleiben (verständlich bei befristet, ich würd nicht die Rennerei und Bettelei alle vierteljahre durchziehen wollen) und aufgrund Abrechnungen/ whatever wurde die Firma dann geprüft, ob sie Abgabenpflichtig sind. Oops.
    Und weil die so einen bösen „Webdesigner“ beschäftigt haben, müssen die nun theoretisch (und zu Recht!) bis zum Sankt Nimmerleinstag Abgaben zahlen.
    Nicht, weil „Webdesigner“ böse sind, sondern, weil man als Firma, die in dem Geschäftsbereich tätig ist, das tun muss.

  6.  Frank schrieb am 14. Mai 2007 um 2:48

    Jup, genau. Firmen, die künstlerische Dienstleistungen in Anspruch nehmen (also im Prinzip alle Tätigkeiten, wo Nutzungsrechte an den Auftraggeber übertragen werden, z. B. für Logo, Text, Layout) und dafür jemanden engagieren, sind aufgrund des Wesens dieser Tätigkeiten abgabepflichtig.

    Das ist nunmal einer der Eckpfeiler unseres Sozialsystems: Mit den kleinen/grossen Beitrag von vielen Beitragszahlern werden Leistungen erbracht, die von einzelnen Personen nicht zu finanzieren wären/sind. Deswegen ist auch jedes Unternehmen verpflichtet, auf solcherart Dienstleistungen die Künstlersozialabgabe zu zahlen. Krankenkassenbeitrag muss ich ja schliesslich als Angestellter auch permanent zahlen, egal ob ich krank bin oder gesund 😉

    Im Prinzip ist die Stellenausschreibung schon ein Hinweis auf das bewusste Umgehen dieser Pflicht. Wie man so etwas öffentlich auf einer Business-Seite bringen kann ist mir persönlich völlig unverständlich.

    @Flo: Nein, Du musst als Selbstständiger und Erbringer der Leistung keine Künstlersozialabgabe zahlen. Erst wenn Du regelmäßig kreative Dienstleistungen von anderen Freien einkaufst, wärest Du (unaufgefordert) verpflichtet, die 5.irgendwas % an die KSK zu entrichten. Ansonsten gibt es evtl. eine Prüfung und dann kann bis zu 5 Jahre zurück nachgefordert werden…

  7.  Flo schrieb am 14. Mai 2007 um 20:30

    Frank, ich danke für die Erklärung. Ich glaube, jetzt habe ich den tieferen Sinn des ganzen verstanden. In der Form wäre das spontan gesprochen in Ordnung.

    Ich wollte mich halt demnächst wenn irgendwie möglich in der Richtung selbständig machen, bzw ein Webdesign-Gewerbe anmelden und war da jetzt etwas entsetzt.

    Also muß ich als Anbieter für eingesourcedte, selber selbständige Grafiker an die KSK zahlen und der Auftraggeber der Website auch. Ich lasse mich da wohl mal ausführlicher beraten, bzw google noch ein wenig und schreib denen dann eine Mail.

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