Mein lieber Wiglaf Droste

Sei doch bitte in Zukunft so lieb, und schick mir ’ne Mail, wenn Dich und irgend’ne Ische mal wieder der Hafer sticht, und Du regelmäsziger und öfter als sonst ebenjener die Zunge in den Hals und anderen Kram woanders hin stecken darfst.
Weil: Du magst vielleicht gut kochen können, davon bin ich felsenfest überzeugt, Deine peinlich verliebten KochRezeptKolumnen aber kann man sich frohen Mutes in die Haare schmieren. Wenn man’s weiss.
Offenbar hat Dir das schon einer gesteckt und nun haste Dich auf strunzlangweile und steinöde Altmännerstrand- und Urlaubs-reportagen mit niedlichen Seehundfrauen, Strandkörben und derlei Schmonze verlegt. Mag der eine oder andere ja auch ganz prall finden, aber ich frage mich: kannste Dir für so ’nen Rotz nicht besser ein Pseudonym ausdenken? Nee?

Na dann: Schreib mir verfickt nochmal rechtzeitig ’ne Mail, oder lass das Schreiben mit Schmetterlingen im Bauch einfach bleiben. Wäre das beste für alle Beteiligten, Du Arsch mein Freund.

Schöne Woche noch, und: wann ungefähr kann man rechnen is‘ die Ische wieder weg, so 2-3 Wochen?

(Artikel bezieht sich auf: Wiglaf Droste, „Hochseebaden mit Seehundfrau“ Taz vom 11.8. Wahrheit-seite)

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4 Kommentare to “Mein lieber Wiglaf Droste”

  1.  Korrupt schrieb am 13. Aug 2006 um 12:37

    Ach, das ich mir fuer meinen Geschmack jetzt ein wenig zu hart. Es stimmt,schon,manchmal scheints ihm gut zu gehen und dann machen seine Texte einfach keinen rechten Spass. Sorgen wuerd ich mir aber auch machen, wenn das nie vorkommt, ich wuerd mich schon fragen, wie er das auf Dauer durchhalten woellte. Am konkreten Text hat mich das penetrant gripsholmeske btw. mehr genervt wie das zwischenzeitliche Versoehnt-mit-allem, das man bei Droste in seinen kurzen, lebenszufriedenen Phasen aufs Brot bekommt. BTW, dex, man kann ihm das natuerlich an den Kopf schmeissen, aber allein der Titel ist schon eine deutliche Warnung gewesen.

  2.  Mike schrieb am 19. Aug 2006 um 0:35

    Mein lieber Wiglaf,
    es ist mal wieder Freitag, und was seh ich in der Taz? Du hast Dich zusammengerissen und wieder die Dinge beim Namen genannt. Sehr löblich, nächste Woche konzentrierst Du Dich dann wieder drauf, dass auch im Mittelteil Deiner Kolumne alles stimmt, und alles is wieder im grünen Bereich.
    Liebe Grüsse, weiter so 😉

    P.s. Die kleine Unklarheit mit Korrupt haben wir übrigens persönlich mit Fäusten geklärt, nur zur Info, falls sich hier ein KommentarLeser wundert, warum kein verbales Feedback kommt.

  3.  Mike schrieb am 16. Sep 2006 um 3:10

    Droste auf‘m Weg zur Besserung schrub heute in der Taz zum eher faden Thema Papst, Wandern und Pilze sammeln usw.:

    Die natürlichen Feinde des Pilzsuchenden sind Maden, Schnecken und Rentner

    Der Freitag macht wieder Laune.

  4.  Philippi, Ingrid schrieb am 11. Nov 2007 um 18:26

    Bitte Herr Droste, ich habe eine private Frage an Sie und hoffe auf Ihre Antwort. Ich hatte eine beste Freundin, die ich leider aus den Augen verloren habe. Jetzt glaube ich, dass es sich bei meiner Annelie um Ihre Tante Annelie Kotsch handelt. Wenn das so sein sollte, teilen Sie mir doch bitte ihre Anschrift mit, oder bitten Sie Annelie, sich mit mir in Verbindung zu setzen.
    Meine Tel.Nr.: 05731/49321 oder per eMail.
    Ich bedanke mich und hoffe auf Antwort.
    Ingrid Philippi geb. Richter

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