Trash-Log XHTML, CSS, PHP. Webauthoring. Trash.

Wenn ich den aktuellen Spiegeltitel sehe…

dann kommt mir das Kotzen:
„Der Mann, der die Zukunft erfand“ (Jobs)
m(

Was hat der denn erfunden?

Saturn jetzt mit Online-shop…

Wollte mir grad im Super-duper-neuen Onlineshop von Saturn ’ne neue Waschmaschine, das neue Album von Blümchen und einen Haartrockner bestellen, „lauf ich so“ zur Kasse stelle ich fest:

In Ihrem Warenkorb sind keine Produkte

Keine Cookies, kein Einkauf, schön, dass Otto-Normal-DAU das erst am Ende des „Einkaufs“ feststellen darf.

Da waren Fachkräfte am Werk, das wird sowas von einschlagen in der Saturn-bilanz, dass es eine wahre Freude ist!

Edit: Die „kaufen“-Buttons laufen über Javascript, sollte man JS deaktiviert haben, erfährt man wenigstens gleich beim ersten Versuch, dass man sich den Spass sparen kann.

Es relauncht mal wieder – heute: FAZ

Viele auffällige Neuerungen gibt’s scheinbar keine, was sofort ins Auge fällt ist die überaus innovative Farbgebung der aktiven Menüpunkte. Für diejenigen, die zu faul zum rüberklicken sind; kucksu Teaser hier. (Siehe Update…)
Das Gute dabei: der aktive Hauptpunkt sieht nur normal blöd aus.

Wenn man sich den Spass etwas genauer anschaut, erkennt man als Laie schön, was man für moderne Webauftritte 2011 zwingend benötigt (kleiner Ausriss):

  • XHTML 1.1 liefern wir (nach wie vor) als text/html aus
  • 130 Fehler in 1700 Zeilen HTML-Code, das gab’s tatsächlich auch schon scheisser, allerdings nur von wenig seriösen Quellen überliefert
  • 31 Javascripte für eine 08/15-Seite mit 2-3 „Funktionen“
  • knapp 3000 (dreitausend(!)) CSS-Selektoren (Beispiel)
  • feste Container-Höhen, so dass bei text-zoom alles munter durcheinanderpurzelt (Screenshot)
  • Kein Hover-feedback in Aufklappmenüs (Siehe nächster Punkt)
  • Kein display:block für die Submenü-punkte
  • Eine Überschrift auf der ganzen Seite, das wäre im Bereich „Politik“ der aktuelle Link in der Breadcrumb.
    Nicht ausgezeichnet ist die eigentliche Seitenüberschrift (oben in der Mitte das grosse Wort „Politik“). Desweiteren nicht als Überschriften gekennzeichnet sind die Themen, Zwischenüberschriften usw. Auf den Artikelseiten gibt es keine Breadcrumb mehr, stattdessen als einzige Überschrift eine (wenigstens vernünftig ausgezeichnete) Artikelüberschrift.
  • Auf Einzelseiten fehlt wie gesagt die Breadcrumb und somit eine Orientierung wo man sich befindet. Ja, genau, die hässliche Hervorhebung im (Unter-)Menü ist auch verschwunden

Soviel erstmal zu den objektiven Gesichtspalmen, subjektiv gäbs am Layout sicherlich noch einiges weiter zu kritteln, bzw. frage ich mich, obs so hohe Teaser-bilder in den Artikeln wirklich braucht, und/oder ob die tolle Artikel|Bilder|Video|Lesermeinung-Zeile nicht besser irgendwo anders aufgehoben wäre als ausgerechnet direkt mitten im Text.
Alles in allem erscheint mir der Spass sehr eng, viel und unaufgeräumt. Da könnte sich ein Grafiker/Designer sicherlich einen schönen Abend um die Ohren schlagen, was man da alles falsch gemacht hat…

  • Update1:
    Das mit dem Schwarz auf Dunkelgrau ist ein Bug in einer meiner Erweiterungen. Ich weiss noch nicht, welches, muss ich mal bei Langeweile checken.
  • Update2:
    1 Jahr haben die dafür gebraucht! … sagt zumindest das Design Tagebuch (nur echt mit Deppenleerzeichen)

Meine Noten:
Layout/Design: 3-
Code: 5+

Nochmal neumachen bitte.

Spass mit Datenschutz…

haben die da im Kieler Landtag:

Aus dem Kieler Landtag wehte dem schleswig-holsteinischen Landesdatenschützer Thilo Weichert am Donnerstag heftiger Wind entgegen. „Drohgebärden sind nicht nur kontraproduktiv, sie sind auch rechtlich fragwürdig“, sagte Ministerpräsident Peter Harry Carstensen

Ich bin da nicht so tief drin in der Materie, aber versteh ich das richtig, dass der Herr Carstensen Straftaten tolerieren will? Dass er meint, das Internet wäre ein rechtsfreier Raum?
Das is ja mal putzig, wo in der Politik doch sonst das Geschrei nach KinderbergwerkAbmahnungen gross ist, wenn sich 11-Jährige Katzenbilder aus dem Internet laden oder ein paar MP3s.

Quelle: Politiker kritisieren Datenschützer-Haltung zu Facebook (heise.de)

Spiegel-leser wissen mehr

In einem 1000 Worte dicken nichtssagenden Artikel: „Frauen mit Spirale haben seltener Gebärmutterhalskrebs“ wird an einer einzigen Stelle die Pille behandelt. Die lautet so:

Dennoch finden viele Mediziner die Ergebnisse sehr bemerkenswert, zumal einige Verhütungsmittel wie etwa die Pille durch den Eingriff in den Hormonhaushalt eher unter dem Verdacht stehen, nach langjähriger Einnahme das Risiko für manche Krebsarten zu erhöhen.

Grosses Kino. Die Pille steht nicht im Verdacht krebserregend zu sein, nein, sie steht im Verdacht das Risiko zu erhöhen. Das Risiko, sich den Krebs zu holen ist also nach wie vor – ääh – irgendwo.
Weiterhin im Artikel nicht zu finden sind Informationen darüber, wie hoch das Krebsrisiko (bzw konkreter das Risiko durch HPV Krebs zu bekommen) bei anderen alternativen Verhütungsmethoden ist.
Lustiger Treppenwitz des investigativen Journalismus:
wenn ich den Artikel richtig verstehe, wurden nur nicht durch HPV infizierte Frauen untersucht. (Wenn ich den falsch verstehe, wurden nur bei den Spiralenträgern nur nicht infizierte Frauen untersucht)

Quelle: Internet.

Um klar zu sehen…

Golem zur Besprechung eines Smartphones:

Außerdem gibt es einen Steckplatz für Micro-SD-Karten mit bis zu 32 GByte. Dem Vormodell lag noch eine Speicherkarte mit 8 GByte bei, beim Pro+ gibt es keine mehr dazu. Eine Verschlechterung gibt es auch bezüglich der Mobilfunkfunktionen

(Hervorhebung von mir)

Das „auch“ bezieht sich nach meinen bescheidenen Deutschkenntnissen auf die SD-Karte, ne? Die grosse Quizfrage ist nun; wo ist da bitte die Verschlechterung? Was soll $Käufer mit einer 8GB-SD-Karte anfangen? Zu den anderen 15 ins Kramfach legen?
Das einzig Sinnvolle wäre, eine 32GB-karte dazuzulegen, diese würde das Gerät aber unnötig verteuern.
Meine Meinung: Keine SD-Karte ist für alle Parteien das wirtschaftlich und ökologisch sinnvollste, der User kann dann selbst entscheiden, ob die Karte aus seinem alten Handy reicht, oder ob er sich eine in der Grösse seiner persönlichen Prioritäten zukauft.

Btw: Apropos Verschlechterung; Jemand ’ne Idee, wann endlich die ersten SDXC-Smartphones kommen? Der Standard ist afaik 2 Jahre alt und nix in der Richtung in Sicht…
Btw²: Bin mal gespannt, wann der erste Trouble von Blackberry zu dem Design kommt…

Quelle: Gingerbread-Smartphone mit Hardwaretastatur (golem.de)

Gute Argumente gegen das (60W-)Glühbirnenverbot…

hat die TAZ da zu bieten heut:

[...] Und das geschieht dann zu einem Zeitpunkt, an dem wir Absehbarerweise, ohne jede Atomenergie und absolut Klimaneutral, so viel erneuerbaren Strom produzieren werden, dass wir uns ums Stromsparen, anders als bei Öl und Gas, keine Gedanken mehr machen müssen

Na, wenn das keine Argumente sind – äääh – kann mich mal wer kneifen?

Quelle: Zeit, für die Glühbirne zu streiten (taz.de)

Spass mit Facebook…

haben die da in Schleswig-Holstein.

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) fordert alle Stellen in Schleswig-Holstein auf, ihre Fanpages bei Facebook und Social-Plugins wie den „Gefällt mir“-Button auf ihren Webseiten zu entfernen. Nach eingehender technischer und rechtlicher Analyse kommt das ULD zu dem Ergebnis, dass derartige Angebote gegen das Telemediengesetz (TMG) und gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bzw. das Landesdatenschutzgesetz Schleswig-Holstein (LDSG SH) verstoßen.
[…]Erfolgt dies nicht bis Ende September 2011, wird das ULD weitergehende Maßnahmen ergreifen.

Das macht mal meinen Tag.
Was noch mehr meinen Tag macht sind die Kommentare in diversen Blogs und Co dazu, wo die ganzen Fratzenbuch-deppen auftauchen und bspw. bei Perun so schlagkräftige wie ausführliche Argumente wie „lächerlich“ anzubieten haben. Oder bei Faz.net, wo das gestern schon thematisiert wurde, wo dann die (pro-fratzenbuch-) Kommentatoren systembedingt so dumm sind, dass sie es nicht mal bis zum „lächerlich“ schaffen, sondern nur wie gewohnt mit VTs hantieren. Was mich da mal wieder wundert, dass einerseits der FAZ-Artikel relativ sachlich daherkommt, und andererseits einige wenige andere Kommentare tatsächlich auch von denkenden Menschen kommen.

Wo war ich? Ach, Schleswig-Holstein. Die Faz hat meinen wertvollen Kommentar von gestern nicht veröffentlicht. Ich nehme an, dass es daran liegt, dass da nur unfähige Internetausdrucker am Werke sind, und nicht, weil in meinem Kommentar das Wort NegerNazis vorkam – ääh, ach Schleswig Holstein.
Zu wünschen wäre, dass auch in anderen Ländern Empfehlungs- und entscheidungsbefugtes Menschenmaterial bezahlt wird um diesem Dreck endlich datenschutzkonform die Schranken zu weisen.

Update: Grad bei Netzpolitik.org gefunden:
Kommentar: Schleswig Holstein darf nicht mehr Liken bzw.: Kommentar: Trotz Schönheitsfehler: Richtig so, ULD! … sehr lesenswert.

Adobe Muse – Noch mehr Müll ins Web!

Grad über einen Artikel bei Heise gestolpert und dachte mir; da riskierste mal 2 Klicks.
Der erste Klick landet bei auch bei Heise, im Artikel Adobe Muse: Ohne Code zur standardkonformen Webseite. Das is ma stark.

Der Titel is schon geil.
Standardkonform? Welcher Standard? HTML? Nichtmal das bekommen sie mit ihren Divs gebacken.

Anwender, die die Software dann weiter nutzen wollen, können sich wahlweise für ein monatliches oder ein jährliches Abo-Modell entscheiden. Die Preise beginnen bei 15 US-Dollar im Monat

Yeah, 15 Dollar/Monat, wo kann ich bestellen?

Der zweite Klick landet bei Adobe und das Fazit übertrifft alle Erwartungen, das is so dermassen dumm, da bleibt einem die Spucke weg. Keine Überschriften, (entgegen der heisemeldung) keine Alternativ-attribute, kein Markup kein NIX. DIVs und Ps und Grafiken, fertich.

Dafür simmer 89 auffe Strasse!

Über Alkoholpreise in der DDR…

Weiss die ZEIT interessantes zu berichten:

Eine weitverbreitete Art dieser Selbststilllegung, die immer zur Selbstzerstörung tendierte, war exzessiver Alkoholkonsum. Staatlicherseits unternahm man wenig dagegen, der Stoff blieb über all diese Jahre hin ebenso billig wie das Mischbrot und der Zucker. Seltsamer- oder vielmehr logischerweise zählte er auch niemals zu den Mangelwaren.

Flasche Goldbrand: 14,50 Mark, Kiste Bier: 14,40 Mark. Brot 0,93 Mark. Grundlohn etwa 500-700 Mark.
Heute im goldenen Westen ist der Alk wie jeder weiss unbezahlbar teuer, das Brot gibt’s umsonst und die 2,5 Millionen Alkoholiker sind auch alle ausnahmslos trockene Ex-Zonis.

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