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Spass mit „übler Nachrede“

hab ich da mit dem geschätzten Herrn Googleberg:

Und dann geht Guttenberg in die Offensive. Die Behauptung, er hätte plagiiert, könne strafrechtliche Relevanz bekommen. Man solle aufpassen, nicht in den Bereich der üblen Nachrede abzudriften, ermahnte er seine Kritiker

Strafrechtlich relevant? Diese Erkenntnisse als handfestes Indiz bzw. möglicherweise gar als Beweis für ein Plagiat herzunehmen hat strafrechtliche Relevanz? Wo lebt der denn? Ich meine, wenn etwas strafrechtliche Relevanz hat, dann ist es, einem solchen Schwindler einen Doktortitel hinterherzuwerfen, aber mich fragt ja zum Glück keiner.

Strafrechtliche Relevanz! Für: „was für ein Dummkopf!“* hab ich leider grad keine Lust mit dem Strafrecht konfrontiert zu werden.

Quelle. Guttenberg: Plagiatsvorwürfe sind „üble Nachrede“ (heise.de/tp)

* Leider grad vergessen, wo ich das herhab, aber für Anführungszeichen war Platz

Das ist doch abstrus!

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat schwerwiegende Fehler bei der Verfassung seiner Dissertation eingestanden. Er habe sich am Wochenende mit der Arbeit eingehend beschäftigt und festgestellt, dass er bei der Bearbeitung der Arbeit „gravierende Fehler“ gemacht habe, die dem „wissenschaftlichen Kodex“ nicht entsprächen, sagte Guttenberg am Montag bei einer CDU-Wahlveranstaltung im hessischen Kelkheim

(FAZ 21.02.2011)

Karl-Theodor zu Guttenberg wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe bei seiner Doktorarbeit getäuscht: Derartige Anschuldigungen seien abstrus, sagte der Verteidigungsminister. Gleichzeitig schloss er nicht aus, dass es zu einzelnen Fehlern gekommen sein könnte.

(SpOn 16.02.2011)

Ich verfolge die Debatte fasziniert. Der Lügenbaron an sich, nunja, da bin ich etwas gespalten, ob man das aus einer „menschlichen Sicht“ zumindest ansatzweise verstehen möchte, aber die Uni in Bayreuth, wie auch die ganzen Claqeure bei der Springerpresse & Co und die sogenannten Volksvertreter mit ihrem widerwärtigen Geseier die machen derb meinen Tag.
Das Rumgehampel der UNI finde ich persönlich am fetzigsten, beim Rest isses eben gelerntes Handwerk.
„Oh sie haben an der UNI Bayreuth promoviert, da haben wir noch diverse Probleme hier mit den Toiletten“. Auweia, ist das erbärmlich. SO sieht das an unseren Unis aus? Da erlügt sich ein angehender Doktor seinen Titel und alles was denen dazu einfällt ist sinngemäss „keine besonderen Vorkommnisse, alles Rechtens“. Yeah.

Ich glaub ich spezialisier mich auf Filesharing. „Hab ich alles unbewusst runtergeladen“. Möglicherweise krieg ich da von der Medienmafia nicht wie üblich eine fette Rechnung, sondern einen Doktor. Wo muss ich runterladen?

Quellen:
Nach Plagiatsvorwürfen – Guttenberg verzichtet auf Doktortitel (faz.net)
Fußnoten-Streit – Dr. Guttenberg nennt Plagiatsvorwürfe abstrus (spiegel.de)

Der lustigste Treppenwitz an der Geschichte, dass trotz der abstrusen (!) Verschwörungstheorien a la „kommunistische Kampagne“ und dergleichen Hirndurchfall ausgerechnet die erzkonservative FAZ am ausgewogensten und ehrlichsten agiert in der Geschichte. Die fallen mir in letzter Zeit des öfteren unangenehm auf, wenn ich nicht ein Abo hätte müsste ich’s spätestens jetzt anmelden.

Spass mit Zahnärzten…

… haben die da bei Telepolis zu den Honorarwünschen:
Zahnärzte wollen 69 Prozent mehr Honorar.
Das is alles ganz toll recherchiert und gruslig und gemein und so weiter, eine Frage hätte ich allerdings:

[...] dass ein Versicherter üblicherweise erst Jahre nach einer Behandlung erfährt, wie gut oder wie schlecht diese war, [...]. So erhält ein Zahnarzt für Pfusch dasselbe Honorar wie für Qualitätsarbeit – was nicht unbedingt Anreize in die richtige Richtung setzt.

Ach? Und das unterscheidet sich jetzt von anderen Ärzten oder vielen anderen Berufen signifikant genau worin?

Hatte ich die Süddeutsche eigentlich schon mal?

So mit Computer und so?

Mit der Zeit sind auch die Techniken zum Komprimieren der Daten immer besser geworden, so lässt sich zum Beispiel ein Videofilm von drei Gigabyte inzwischen ohne merkliche Qualitätsverluste auf 50 Megabyte reduzieren.

50 Megabyte? Des Wahnsinns! Das geht viel besser, indem man daumennagelgrosse Filmchen auf 5MB komprimiert. Ich wette nach unten hin geht noch was, man könnte streichholzkopfgrosse Filmchen komprimieren, oder stecknadel … bla.

Quelle: Explosion des Cyberspace (sueddeutsche.de/ Christopher Schrader )

Tolle Firefox-neuerungen

Die etwas Älteren unter uns erinnern sich sicher, dass der Firefox ursprünglich aus dem Grund aus einer Rippe des Mozilla-browsers (heute Seamonkey, wiederum allerdings ein Kind des Firefox, also quasi Mozilla und der Enkel von Mozilla in Personalunion) geschnitten wurde, damit er durch weniger Ballast schneller würde.
Das hat sich natürlich über die Jahre als Quatsch mit Soße herausgestellt, nachdem immer mehr Mist integriert wurde, der dieses Stück Crippleware teilweise tatsächlich langsamer macht, grossteils aber stets Entwicklerkapazitäten gebunden hat (und das weiterhin tun wird), die für wirkliche Verbesserungen permanent und schmerzhaft fehlen.
Grad tickert mir mal wieder eine Glanzleistung aus dem Hause Mozilla rein, wo ich mich frage, ob die da jetzt vollkommen durchdrehen:

[...] 4 Beta 11 [...] Die interessanteste Neuerung ist jedoch die Privatsphären-Funktion “Do Not Track”. Mit ihr können Nutzer Webseiten mitteilen, dass sie kein Tracking durch Werbenetzwerke wünschen.

Löbliche Sache soweit. Ich implementier das mal:

Das erfolgt mittels speziellem HTTP-Header, den der Browser mit jeder Anfrage an einen Server überträgt.
Die Do-Not-Track-Funktion muss in den Browser-Einstellungen aktiviert, ist also optional. Beim Browsen wird sich dadurch laut Mozilla-Blog nichts ändern – zumindest nicht, solange Webseitenbetreiber und Werbetreibende nicht den Do-Not-Track-Header auswerten. Dazu sind sie bisher nicht verpflichtet

Also: Ich schicke im Header die Info mit, dass ich nicht getrackt werden möchte. Der Serverbetreiber wertet diesen Teil des Headers selbstverständlich nicht in meinem Sinne aus, sondern trackt weiter wie gehabt.
Moooment, muss mich mal kurz am Kopf kratzen.
Ääh, noch alle Latten am Zaun?

Also: Google als grösstes Trackingschwein da draussen überweist monatlich dicke Geldbündel an die Mozilla-foundation und denen fällt nix anderes ein, als ihre Entwickler für solchen Schlangenölmist zu bezahlen?
Versteh ich alles nicht, kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen?

P.s. Heute im Usenet gelesen; im FF gibt’s ja dieses tolle Feature sämtliche Urls mit einer Liste auf stopbadware (vormals lief das direkt über Google, aufgrund der Proteste hat man da widerwillig den Umweg der Daten über diese „eigenständige externe“ Domain eingebaut) abzugleichen. Das kann man deaktivieren. Angeblich. Nun hat da der Usenet-fragende seinen Traffic mal mitgeschnitten, und der Firefotz schickt wohl nach wie vor alle Daten weg.

Quelle: Firefox 4 Beta 11 für mehr Privatsphäre (golem.de)

Wenn „Die Süddeutsche“…

was über Computerkram schreibt, dann darf man in aller schönen Regel so einen Müll erwarten:

Geht es aber um das Arbeitsgerät des modernen Büromenschen, den Computer, nimmt man, wenn auch zähneknirschend, in Kauf, dass es quälend lange dauert, bis die Maschine endlich bereit ist, die ersten Eingaben entgegenzunehmen – bis sie also, wie es Computerexperten sagen, gebootet hat.

Doch seit Geräte auf dem Markt sind wie das iPad, das mit einem einzigen Knopfdruck nahezu verzögerungsfrei aus dem Schlaf erwacht, steigen die Ansprüche. „Die Bootzeit ist die wichtigste Messlatte für die Nutzerzufriedenheit“,

Was zur Hölle hat das Ipad da im Artikel verloren?
Und wie kann es sein, dass die Bootzeit von den bösen lahmen Computern mit dem Aufwachen aus dem Standby des guten tollen Ipads verglichen wird? Andersrum wärs zu auffällig gewesen?
Ist das der sogenannte seriöse Journalismus, von dem man immer so viel hört?

Quelle: Computer-Startprobleme – Wenn der Rechner lahmt (sueddeutsche.de/ Helmut Martin-Jung)

Bastian Sicks Bücher verkaufen sich schlecht…

… zumindest in Apotheken, ich weiss auch nich warum.

Tatsachenbehauptung? Satire? Abmahnfähig?

Wenn ich mir das Trara da so anschaue um eine angebliche Satire der Welt, die auf Google angeblich sinnentstellend verkürzt wiedergegeben wurde, dann fällt mir wirklich nix mehr ein. Na doch, paar Sachen schon, aber bei derart dünnhäutigen Prozesshanseln … naja.

Wenig überraschend geht es im Verfahren des Buchautors Sick gegen Google um dessen Kernkompetenz: das geschriebene Wort. Genau gesagt um ein einziges Wort – “Satire”. Dieses Wort vermisste Sick, als er seinen Namen googelte. Auf der ersten Seite der Google-Suchergebnisse zu “Bastian Sick” tauchte folgender Treffer auf:

Showbusiness: Eklat – Bastian Sick tritt unter Buhrufen ab…

Kernkompetenz. Gnihihi.

Googles Sorgen mit einem gekränkten Autor (lawblog.de)
(Satire) (Notizblog)

Spass mit Verlegern…

hab ich da grad riesigen:

Seit Apple vor wenigen Tagen Sonys Reader-App ablehnte, wird die Kritik von Verlagen zunehmend lauter. Die Branche ist verärgert über Apples neue Marschrichtung, […] Sie fühlt sich zum Teil sogar durch die Änderung der Regeln „hinters Licht geführt“ und um ihren Gewinn betrogen.

Hahaha! Jahrelang haben die sogenannten seriösen Medien sich und den Konsumenten die Taschen bezüglich der Apple-Spielzeuge vollgelogen und nun ist das Geheule gross?
Das is so geil, ich wünsche mir, dass Apple das noch eine Weile aushält.

Quelle: Verlage fühlen sich von Apple betrogen (heise.de)

Spass mit SMS…

haben die da bei Vodafone:

Der Mobilfunkbetreiber Vodafone Egypt protestiert gegen SMS, die auf Veranlassung der ägyptischen Regierung verschickt werden.

Verrückt oder? Auf Veranlassung der Regierung werden SMS verschickt? Wo war eigentlich Vodafones grosses Maul die vergangenen Tage, als Vodafone auf Veranlassung der Regierung den Hebel umlegte? Im wohlverdienten Urlaub?
Lustig, nee? Nee, garnich, DAS ist lustig:

die ägyptischen Behörden könnten die Mobilfunkanbieter – neben Vodafone sind das Mobinil und Etisalat – nach den Telecom-Gesetzen dazu zwingen, bestimmte Kurzmitteilungen zu versenden; dabei hätten die Unternehmen auf den Inhalt der Botschaften keinen Einfluss und könnten auch nicht auf sie antworten

Frag mich jetzt bitte keiner, seit wann es diese Gesetze gibt, aber das Gemaule von Vodafone zu DIESEM Zeitpunkt empfinde ich als mehr als schäbig.

Quelle: Vodafone kritisiert ägyptische Regierung (heise.de)

Facebook ist Admins Liebling

Ein gutes haben diese ganze SchmeissfliegenLemming-Plattformen ja dann doch, Filter drauf, Klappe tot. Ich wünschte es gäbe mehr Deppen da draussen…

Was ich allerdings nicht ganz verstehe:

Immerhin 14,2% der OpenDNS-Benutzer haben facebook.com in ihrer Blacklist eingetragen. Noch vor myspace.com (9,9%) und YouTube (8,1%). Zugleich haben aber 12,6% facebook.com in ihrer Whitelist aufgenommen, gestatten also den Besuch der Website ausdrücklich.

(Hervorhebung von mir)
Etwas irreführend allerdings auch dabei, dass nicht auf firmeninterne Filter eingegangen wird. Schliesslich gibt’s da draussen auch noch 2-3 blickigere Admins, die aus Datenschutzgründen nicht alles bei OpenDNS abkippen.

Fast ein Viertel der Unternehmen sperren Facebook – wenn sie es können (intern.de)

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