Populäre populäre Irrtümer

 das sind so Dinger, die ich ganz interessant finde.
In Spinat ist viel Eisen drin, ist so eine schöne Geschichte, wo man trotz der Tatsache, dass in Spinat tatsächlich viel Eisen drin ist, man mittlerweile im Kindergarten lernt, dass es eine urbane Legende ist.
Das ist nicht weiter schlimm, weil besonders viel Eisen isses dann auch wieder nicht.

Meinereiner hat im Kindergarten gelernt, dass die Geschichte mit dem besonders viel Eisen daher kommt, dass bei der ersten populären Messung eine Kommastelle verrückt wurde. (Hat gerade jemand gelacht? Deutsch ist eine wundervolle Sprache.)
siehe auch: Falsches Komma (zeit.de /stimmt’s?)

Nun gerade aber mal wieder, wo sich auch der Kreis schliesst, warum ich hier solch furztrockenen Kram daherdeliere, ist’s so, dass ich bei SpOns mal wieder vorbeigeschaut habe, wo es einen Artikel namens HARTNÄCKIGE IRRTÜMER – Mythen, an die selbst Mediziner glauben gibt, in dem man wie gewohnt ohne Quellennachweis nachlesen kann, dass:

Der Physiologe Gustav von Bunge hatte korrekt den Eisengehalt von 100 Gramm Spinat mit 35 Milligramm bestimmt. Allerdings hatte er getrockneten Spinat untersucht, der zehnmal so viel Eisen enthält wie die gleiche Menge frischen Krautes.

was man dann nach kurzer Recherche als der Wikipedia entnommen vermuten darf.

Feinstens, ich tendiere dazu, dem Spiegel/ Wikipedia hier einen Irrtum zu unterstellen, wer wettet dagegen?

Links:

2 Kommentare to “Populäre populäre Irrtümer”

  1.  Mike® schrieb am 23. Dez 2007 um 6:16

    Etwas differenzierter konnte man übrigens die Geschichte im – oha! – Spiegel 2005 lesen:

    Eine andere Version der Geschichte gibt einem schlichten Kommafehler die Schuld an der Mythenbildung.

    Macht Spinat wirklich stark? (SpOn)

  2.  Popeye schrieb am 23. Dez 2007 um 16:59

    Ich bin Popeye, der fehlernährte Seemann!

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