Regenwald abholzen ist klimaneutral.

These:

Wenn ich Regenwald (in linksgrün-versifften Kreisen als CO2-Senke vergrämt) abholze und gegen Methan-emittierende Weiden ersetze, dann ist das klimaneutral.

Beweis: https://www.frankshalbwissen.de/2019/03/09/fleischessen-ist-klimaneutral/

Ich werde da nicht kommentieren, weil der liebe Frank die interessante Gabe hat, Widerlegungen oder Differenzierungen seiner durchaus interessanten und nachdenkenswerten Sichtweisen durch Wiederholung der besonders dummen Argumente zu kontern. (Siehe Kommentare dort.)

Nun denn:

Bei diesen Vergleichen fällt nur immer unter den Tisch, dass das CO2, welches von der Kuh emittiert wird

Sachlich richtig, inhaltlich falsch. Die Kuh emittiert CO2. Das Problem aber ist: die Kuh emittiert Methan. Wenn man die Kuh aus der Rechnung herausnimmt: Man etabliert ein System, welches CO2+x in Methan umwandelt. Und wenn man den ganzen Kontext incl. gerodetem Regenwald hernimmt: Das System Weide wandelt Sauerstoff in Methan um. Der ganze Absatz ist Murx, weil Murx. These kaputt. Kommt aber leider noch mehr Quatsch:

Fleischessen ist also bis hierher erst einmal absolut klimaneutral. Es bringt deshalb überhaupt nichts, aus Klimaschutz-Gründen Veganer zu werden.

Unabhängig davon, dass die Schlussfolgerung Quatsch ist (s.o.), keine Ahnung, was da Veganer plötzlich im Thema verloren haben.

Ok im näxten Absatz geht’s dann drum, dass der Regenwald ja eh abgeholzt ist und nicht wieder aufgeforstet wird und anstatt Weide da nix wächst, also ist die Viehzucht nicht so schlimm. m(
Neuer Regenwald wird sicher nur für Veganer abgeholzt. (Das hab ich jetzt so gesagt.)

Sie würden auf ihren Agrarflächen dann eben etwas anderes anbauen, irgendetwas, was man in den veganen Rest der Welt exportieren kann

vs:

Das ist aber falsch. 77% der Agrarfläche sind Grasland. Dieser größte Anteil sind Weiden, „die nicht in Ackerland umgewandelt werden können und daher nur zum Weiden von Tieren genutzt werden können“

Nein? Doch! Oh!
Der gute Mann braucht gerade mal 2 Absätze um seine Argumentation kaputtzumachen, merkts nur nicht.

In Indonesien werden Wälder übrigens auch ohne den Hintergrund des Fleischkonsums abgeholzt. Dort geht es um Palmöl, also ein rein pflanzliches Agrarprodukt. Pflanzenöl ist auch für Veganer wichtig und die Ölpalme ist weit abgeschlagen die ergiebigste Ölpflanze. Sind Pflanzenprodukte also auch klimaschädlich?

Ein Dings, ääh Strohmann, wie einem Kommentator zu anderem Thema auffällt.
Es ist klimaneutral, Regenwald in Südamerika abzuholzen, damit dort Rinder die Atmosphäre mit Methan vollfurzen, weil in Indonesien auch Regenwälder abgeholzt werden für Palmöl, was auch Veganer nutzen.
Was? Wo kommen jetzt die Veganer schon wieder her? Was haben die Veganer mit Palmöl zu tun?

Das ist natürlich auch etwas knifflig, nicht den dummen Standard-Veganer-Diss herzunehmen, dass die Veganer ja Soja-Ersatz verwenden, wo ja auch potentiell Regenwald abgeholzt wird. Oh, hab nix gesagt:

Soja ist übrigens auch für Veganer eine wichtige Nahrungsgrundlage und den brasilianischen Bauern dürfte egal sein, ob er von Rindern oder Veganern verdaut wird

Lol.

Der Importanteil von Futtermitteln beträgt nur etwa 7 %.

7% Regenwald nur für Deutschland abholzen ist klimaneutral.

Aus den Kommentaren:

Oh bitte nicht schon wieder den Unsinn mit dem Wasserverbrauch!

[...] es werden der Wasserbedarf im Schlachthof für die Reinigung mit berechnet – dadurch fehlt aber nirgends Wasser!

Ja, man könnte das „nicht verbrauchte Wasser“ in Flaschen abfüllen und verkaufen. m(

 

 

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