Spass mit der „Brennelementesteuer“…

… haben die Energiekonzerne da:

Die Steuer auf Brennelemente von Atomkraftwerken gilt als wichtiger Bestandteil des Sparpakets der Bundesregierung: Sie soll dem Staat 2,3 Milliarden Euro Einnahmen bescheren. Laut eines Medienberichtes drohen die deutschen Stromkonzerne nun mit einer Klage.

Da freu ich mich drauf. Leider haben die Politiker, die das eingerührt haben, keinen Arsch in der Hose, wenn ich was zu melden hätte, würde ich für jeden Pups, den die Konzerne da tun, die Steuer jeweils verdoppeln.
„Was, ihr wollt uns verklagen? 5 Mrd. … Was, das passt Euch nicht? 10 Mrd.“ usw.
Ich gehe stark davon aus, dass „unser Staat“ entweder einknickt oder verlieren wird vor Gericht.
Da gäbs dann noch den Königsweg zu folgendem Thema:

Auch aus Konzernkreisen bei E.ON verlaute, die Steuerpläne verstießen gegen EU-Richtlinien, weil sie die Atomkraft als Energiequelle einseitig belasteten.

Oh ja! Das ist bitter, wie wäre es stattdessen mit marktüblichen Preisen für Versicherungen, wie das „die anderen Energiequellen“ im Gegensatz zur Atomindustrie bezahlen müssen? Oder marktübliche Preise für die „Entsorgung“ des anfallenden Mülls?
Ooops? Doch lieber Peanuts als Steuern bezahlen? Warum nicht gleich so?

Bonusgedanke: Ich weiss nicht, ob ich ein Brett vorm Kopf habe, aber in dem Zusammenhang frage ich mich, ob es von Seiten atomstromfreier Energieversorger nicht vernünftig wäre, medienwirksam gleichzeitig auch die Regierung wegen einseitiger Belastung zu verklagen. Zu einfach, oder warum kommt da keiner drauf?

Quelle: Stromkonzerne drohen Regierung mit Klage (stern.de)

3 Kommentare to “Spass mit der „Brennelementesteuer“…”

  1.  Blacker47 schrieb am 20. Jun 2010 um 12:55

    Der Kleinkrieg um mehr oder weniger zahlen hin und her…

    Aber WARUM ist eine Steuer ein Bestandteil eines SPARpakets? Sparen ist grundsätzlich was anderes als Geld eintreiben. Irgendwie kaputte Logik.

  2.  Mike® schrieb am 12. Nov 2010 um 5:48

    dass „unser Staat“ entweder einknickt oder verlieren wird vor Gericht.

    Mal so als Nachtrag, wo das Thema durchgekaut is:
    Dass die Geschichte am Ende doch so einfach gelöst wird, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet.

  3.  Mike® schrieb am 09. Nov 2013 um 23:05

    Oh ja! Das ist bitter, wie wäre es stattdessen mit marktüblichen Preisen für Versicherungen, wie das „die anderen Energiequellen“ im Gegensatz zur Atomindustrie bezahlen müssen?

    Der Öttinger, also der Typ, der im EU-Parlament die Atomlobby „vertritt“ hat übrigens demletzt – wenn ich mich recht entsinne in der SZ – verlautbaren lassen eine Versicherungspflicht für AKW einführen zu wollen.
    Ich habe nicht verstanden wo der zukünftig irgendwelche Köfferchen herbekommen möchte, hat da jemand ne Idee dazu?

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