„Spiegel Wissen“: Wundern und Warten statt finden

Von der Idee her finde ich, ist die Suche auf wissen.spiegel.de nicht wirklich dumm.
Man kann in allen Artikeln aus dem Spiegel seit 1947 suchen und man kann gleichzeitig in anderen Datenbanken mitsuchen. Gefällt mir.

Die Umsetzung allerdings ist irgendwie unter aller Granate, das dürfte wohl die erste Suchfunktion einer Webseite sein, für die man eine achtseitige Bedienungsanleitung benötigt.
Herrlich!

Technisch geht ohne Javascript mal garnix, besonders dürfte das alle erfreuen, die sich 10 Minuten an den schicken „bitte warten“-Grafiken erfreuen, um dann entnervt aufzugeben.

Hat man Javascript aktiv, kann man sich nach einer Suche (herrje, warum zur Hölle kann man das VORHER nicht auswählen?) noch einige Fragezeichen überm Kopf generieren, wenn man auf der rechten Seite versucht, Quellen zu selektieren.
Standard ist, dass alle Quellen markiert sind und Klick setzt einzelne Punkte deaktiv. Gross, ich hab’s nicht allein rausgefunden, sondern in der Bedienungsanleitung gelesen 😮

Zillionen Tonnen an Ajax wurde da verbaut, was eigentlich begrüssenswert wäre, wenn nicht bei Punkten, wo es hilfreich sein könnte, die Seite neu laden muss. Erweiterte Suchmaske wäre so ein Fall, wo ich mich frage, warum das nicht per Ajax reinkommt.

Grossartig, dass trotz gesetztem Cookie die Auswahl der Datenbanken (wo man sich auch fragen muss, wer auf SpOn die Wikipedia durchsuchen will…) bspw. nach Klick auf einfache/erweiterte Suche im Nirvana verschwindet und man ein weiteres Mal sich das zurechtklickern muss.

Der Suchbegriff kann nicht per Enter losgeschickt werden, nein, man wird ferngesteuert und muss zur Maus greifen und über den halben viertel Schirm um einen Button zu drücken.

Die Suchergebnisse bei „alle anzeigen“ haben interessanterweise die „Pagination-navi“ oben. Finde ich persönlich ultradufte, da kommt mein Scrollfinger nicht aus der Übung. Runterscrollen+Ergebnisse sichten, Hochscrollen, Klicken, Runterscrollen, yeah, mehr davon bitte.

Nicht, dass ich hier den falschen Eindruck erwecke, ich hätte ausnahmsweise für meinen Beitrag etwas intensiver recherchiert, nein, um die Knüppel zu zählen, die man da zwischen die Beine geworfen bekommt, braucht’s 5 Minuten…

Momentan ist das alles noch hart lahm, bleibt zu hoffen, dass sich das die Tage ändern wird.

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Ein Kommentar to “„Spiegel Wissen“: Wundern und Warten statt finden”

  1.  Mike® schrieb am 24. Okt 2009 um 3:02

    anderthalb Jahre ist’s nun her, da ich diesen Artikel schrieb. Letzte Woche hab ich es endlich geschafft, meinen Browser auf die aktuellste Version zu bringen (SM 2.0 RC) und was haben mir die Webdeppen von Deutschlands ehemaligen Nachrichtenmagazin mitzuteilen? Nichts? Nee, viel innovativer:

    * Bitte beachten Sie:
    * Einige Funktionen von SPIEGEL Wissen könnten mit Ihrem Browser nur eingeschränkt nutzbar sein, da ihr Browser technisch veraltet ist. Auftretende Probleme können eventuell durch einen Wechsel auf eine neuere Browser-Version behoben werden.

    Ein Glück ist das technische Niveau bei SPONs auf der selben Höhe, wie das journalistische. Nicht, dass jemand anfängt sich Sorgen zu machen.

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