Transrapid Kollision

Transrapid.de schreibt hier:

Der Fahrweg der Magnetschwebebahn wird kreuzungsfrei geführt. Andere Verkehrswege queren im Regelfall unterhalb des Transrapid-Fahrweges. Daher ist eine Kollision mit anderen Verkehrssystemen völlig unmöglich.

Durch das Prinzip des Langstatorantriebs ist auch eine Kollision von Transrapid-Fahrzeugen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit (Auffahren eines schnelleren Fahrzeuges auf ein langsameres) oder gar in entgegengesetzter Richtung (Frontal-Zusammenstoß) ausgeschlossen.

Uuuh, na dann ist ja alles gut.

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16 Kommentare to “Transrapid Kollision”

  1.  ClemensBW schrieb am 22. Sep 2006 um 16:59

    Da steht nix, was ist, wenn Fahrzeug Nummer 1 stehen sollte 😉

    Ich finde nur, dass die Kommentare im Heiseforum relativ krass sind.

    mfg

  2.  njus schrieb am 22. Sep 2006 um 17:36

    Da hätte auch nie so ein Werkzeugwagen stehen dürfen. Aber ich vermute der Reparierwagen hat einen eigenen Antrieb der nicht über die Schiene läuft.
    Das heise-Forum übertrifft sich bei dem Thema völlig an Inkompetenz. Man sollte mal überlegen wie der selbe Unfall bei einem ICE ausgegangen wäre. Ein Aufprall mit über 200 km/h gegen ein tonnenschweres Hindernis ist kein Pappenstiel. Das dürfte die Leute im wahrsten Sinne des Wortes vom Hocker reissen (darf sich jeder mal ausrechnen wieviele g da kurzfristig auf den Körper einwirken).

  3.  Mike schrieb am 22. Sep 2006 um 17:44

    Da hätte auch nie so ein Werkzeugwagen stehen dürfen.

    Naja Siemens macht’s möglich…

  4.  crashkid schrieb am 22. Sep 2006 um 19:37

    Traurig was da passiert ist, aber das verdeutlicht einfach immer wieder, dass man sich eben nicht zu 100% blind auf die Technik verlassen kann und das menschliches Versagen eben auch immer wieder zu Unfaellen beitraegt. Dass der Transrapid haette bremsen muessen, wenn ein Gegenstand die Bahn blockiert, und dass dieser Wagen da nie haette stehen duerfen, woran wiederrum Menschen schuld sind, sind alles Dinge, die verhinderbar waeren. Hoffen wir, dass soetwas in Zukunft nicht mehr passiert.

  5.  Blacker47 schrieb am 22. Sep 2006 um 22:18

    Sicherheitsbestimmungen? Nein, für sowas haben wir keine Zeit.

  6.  njus schrieb am 23. Sep 2006 um 9:17

    „Dass der Transrapid haette bremsen muessen, “
    Wo steht denn, dass er nicht gebremst hat? Es heisst „Aufprall mit 170″ er hat also vermutlich gebremst nur halt zu spät (entweder hat jemand die Notbremse gedrückt [gehe ich mal davon aus] oder ein automat. Bremssystem). Im Transrapid gibt es keine Gurte und die Fahrgäste dürfen auch stehen, da kann man eben nicht so schnell bremsen. Im Prinzip kann man mit stehenden Fahrgästen im Gang nämlich fast gar nicht bremsen ohne, dass die durch den halben Zug fliegen. Ich finde das auch sehr unverantwortlich 400 km/h ohne angeschnallt zu sein. Es könnte ja mal eine Brücke einstürzen oder eine Erdbeben geben oder ein Waldbrand etc. Meiner Ansicht nach sollte auch hier Sicherheit vor Komfort gehen. Im Flugzeug muss man sich beim Start auch Angurten.

  7.  crashkid schrieb am 23. Sep 2006 um 11:09

    „Wo steht denn, dass er nicht gebremst hat? Es heisst “Aufprall mit 170″ er hat also vermutlich gebremst […]“

    Meinen gestrigen Informationen zufolge hatte niemand gebremst. Diese Information scheint sich in der Zwischenzeit aber geaendert zu haben, daher bitte ich darum in meiner obrigen Aussage den Teil gedanklich zu streichen. Danke fuer die Richtigstellung, njus.

    Btw, mit den Gurten und einer Anschnallpflicht gebe ich dir im Uebrigen recht. Es ist schon grob fahrlaessig noch nicht einmal Gurte zur Verfuegung zu stellen.

  8.  Greg schrieb am 23. Sep 2006 um 12:00

    Btw, mit den Gurten und einer Anschnallpflicht gebe ich dir im Uebrigen recht. Es ist schon grob fahrlaessig noch nicht einmal Gurte zur Verfuegung zu stellen.

    Naja, in Bahnen und Bussen ist das halt Standard. Ich weiß auch nicht, ob es bei einem Transrapid sinnvoll wäre sich anzuschnallen, wenn man mit 500 kmh irgendwo aufprallen würde. Ob das der Nacken überhaupt mitmacht? Klingt für mich eher nach gefühlter Sicherheit.

  9.  crashkid schrieb am 23. Sep 2006 um 12:38

    Ich weiß auch nicht, ob es bei einem Transrapid sinnvoll wäre sich anzuschnallen, wenn man mit 500 kmh irgendwo aufprallen würde.

    Man faehrt ja nicht immer mit 500 km/h, Greg. Bei 170 km/h z.B. wuerde ein Gurt sicher Sinn machen.

  10.  Greg schrieb am 23. Sep 2006 um 12:43

    Ja, stimmt schon. Das Argument gilt dann aber halt für alle Busse und Bahnen. Und da würde ich mich ungern anschnallen, auch wenn es sicherer ist.

  11.  crashkid schrieb am 23. Sep 2006 um 12:47

    Da gebe ich dir Recht. Aber wenigstens die _Moeglichkeit_ zum Anschnallen sollte bestehen. Und nicht mal das war hier gegeben …

  12.  Blacker47 schrieb am 23. Sep 2006 um 17:09

    Nacken kann man mit rückwärts angebrachten Sitzen schützen.

    Bei Fahrschule lernt man, dass man so schnell fahren soll, dass man im Falle eines plötzlich auftretenden Hindernisses immer noch rechtzeitig anhalten kann. Sowas MUSS auch für andere Verkehrsmittel gelten. Nicht nur menschliches Versagen könnte für ein solches Hindernis sorgen. Ein auf dem Gleis schlafender Albatros, Sabotage, Naturkatastrophe und was auch immer können ein plötzliches Anhalten des Zuges erfordern.

    Bei so schnellem und sicherlich bei Fahrpreis oberhalb von ICE liegendem Zug ist es unverständlich es ohne einen Zugführer fahren zu lassen.

    Und trotzdem darf es nicht passieren, dass da ein Werkwagen auf dem Gleis ist.

  13.  Greg schrieb am 23. Sep 2006 um 17:21

    Nacken kann man mit rückwärts angebrachten Sitzen schützen.

    Naja, man kann wohl kaum alle Sitze gegen die Fahrtrichtung stellen. Abgesehen davor, dass einige Leute sowas nicht ab können, ist es auch irgendwie unpraktisch/unkomfortabel.

    Dass der bremsen können muss, ist klar. So genau kenne ich mich mit der Sachlage allerdings auch nicht aus.

  14.  Hans schrieb am 23. Sep 2006 um 18:21

    Bei Fahrschule lernt man, dass man so schnell fahren soll, dass man im Falle eines plötzlich auftretenden Hindernisses immer noch rechtzeitig anhalten kann. Sowas MUSS auch für andere Verkehrsmittel gelten.

    Bahn- bzw. Schienenverkehrssysteme funktionieren da nach anderen Regeln: Dort wird nicht auf Sicht gefahren, sondern nach Signalen. Wegen des langen Bremsweges (hängt mit dem geringen Rollwiderstand, einem Systemmerkmal der Rad-Schiene-Technologie zusammen) wird dem Lokführer bereits 1000 m vor einem Signal mittels Vorsignal angekündigt, ob dort freie Fahrt, Fahrt mit Geschwindigkeitsbeschränkung oder Halt zu erwarten ist. Ein Anhalten vor plötzlich auftretenden Hindernissen ist somit nicht möglich.
    Beim Transrapid ist nun die Antriebs- und Sicherungstechnik mit in der Fahrbahn. Das Hilfsfahrzeug auf der Strecke nutzt allerdings nicht diese Technik, sondern fährt mit einem Dieselmotor. Somit kommt hier wieder der Faktor Mensch ins Spiel.
    Abgesehen davon sollte man auch nicht vergessen, dass im Straßenverkehr in Deutschland täglich so viele Menschen sterben wie bei diesem Unfall. Dort wird das aber so hingenommen…

  15.  Wunder der Technik « Trash Log Blog Archive schrieb am 08. Okt 2006 um 4:54

    [...] Irgendwie ist das an mir als grosser Fan ausgereifter Technik vorbeigegangen, jedenfalls durfte ich aus mir unerklärlichen Gründen erst heute in der Zeit lesen, dass diese beiden Flugzeuge, die sich demletzt ein klein wenig touchierten, und den Angehörigen von - ääh - 200 Leuten somit 'ne fette Abfindung bescheren dürften, mit einem Anti-Kollisions-system ausgestattet waren. [...]

  16.  Blacker47 schrieb am 13. Okt 2006 um 14:13

    Bin mal Zufällig auf folgendes gestoßen:

    Bereits im Jahr 2004 Unfall auf Transrapid-Strecke

    Auf der Transrapid-Strecke im Emsland hat es bereits im Dezember 2004 einen schweren Zwischenfall gegeben, ohne dass daraus Konsequenzen für das Sicherheitskonzept gezogen wurden.

    Quelle

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