Verschwörungstheorien, SpOn

hätte ich auch eine ganze Menge auf Lager.
Eine geht so:

Um 2 Seiten inhaltsfreies unsägliches nichtssagendes tendentiöses Gewäsch über das ominöse Bienensterben bei der Spiegeljauche – ohne auch nur einmal eins der Wörter „Gen-mais“, „Gen-soja“ oder überhaupt auch nur ansatzweise die Thematik der kalten Enteignung konventioneller Bauern durch „Gendreck“ anzuschneiden – unterzubringen geht so:

  • Kaffeemaschine von Monsanto zu Weihnachten
  • Segeltörn von BASF im August
  • Ski-Urlaub von Syngenta im Februar

Noch was vergessen? Drauf geschissen, schiebt Euch doch bitte trotzdem Euer Britney-Spears-Konzert in Euern puderzuckergepuderten Arsch, ihr widerlichen *carrier lost*.
Danke.

Link: Bienensterben könnte Lebensmittelkrise auslösen

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5 Kommentare to “Verschwörungstheorien, SpOn”

  1.  Zapp schrieb am 04. Mai 2007 um 12:23

    Mich würde ja interessieren, wie transgener Mais und Soja das Bienensterben in Europa auslösen können, wo beides hier nur in absolut unbedeutender Menge angebaut wird? Eine Schweizer Biene hat z.B. mit Sicherheit noch nie eine gentechnisch veränderte Pflanze gesehen und trotzdem sterben hier die Bienenvölker.
    Zu *diesem Thema* erscheint mir das eindreschen auf die Gentechnik genauso ein Reflex zu sein, wie das Eindreschen auf den Mobilfunk, der ja auch fürs Bienensterben verantwortlich sein soll.

  2.  Mike® schrieb am 04. Mai 2007 um 17:37

    Hi Zapp, das war sicher etwas missverständlich formuliert, ich stimme Dir auch zu, dass die Korrelation Bienensterben < -> Gendreck etwas arg dünn ist, im Gespräch ist sie trotzdem – ausser bei SpOn (zumindest in besagtem Artikel)
    Wo ich als Paranoiker Dir nicht ganz zustimmen mag, das wäre die „unbedeutende Menge“. Niemand ausser die Gen-Konzerne selbst, weiss, wieviel davon aufs Feld kommt, man kann sich da immer nur aus kleinen Entgleisungen seine persönlichen Verschwörungstheorien zusammenklauben. Mal stolpert man über eine kleine Fussnote, dass manipuliertes Gelumpe „versehentlich“ unter anderem Namen verkauft wurde, in einer anderen Fussnote kann man über „verunreinigtes“ Saatgut staunen usw. usf.
    Nochmal zur Klärung: ich behaupte nicht, dass dieses Genzeug für’s Bienensterben verantwortlich wäre, man weiss es einfach nicht, und die Erwähnung finde ich notwendig.

  3.  Zapp schrieb am 04. Mai 2007 um 18:00

    Hi Mike,
    ja, da hast du auch wieder recht, wenn schon der Mobilfunk als mögliche Ursache erwähnt wird, hatte man die Gentechnik-Theorie erwähnen können.

    Mal ganz ehrlich (und im Zusammenhang mit dem Spiegel-Artikel etwas Off Topic), sehe ich in den Grundlagen für die Verschwörungstheorien eher ein absolutes PR-Desaster der GMO-Firmen, als eine internationale Verschwörung. Die sind IMHO wirklich so doof, dass es zu Verunreinigungen und Verwechslungen kommen kann. Dass das nun auch nicht gerade mein Vertrauen in diese Firmen stärkt, ist klar.
    Aber die Firmen hätten ja auch keinen Vorteil davon, wenn sie ihr transgenes Saatgut willentlich als „normales“ verkaufen würden. Sie könnten dessen Vorteile nicht vermarkten und wenn es rauskommen würde, wäre der Schaden für die Unternehmen immens. Und der Anbau von „getarnten“ GM-Pflanzen lässt sich prinzipiell ziemlich leicht nachweisen.
    Daher bleibe ich bei meiner “unbedeutenden Menge”. 😉

    Disclaimer: Ich bin Pflanzenphysiologe und betreibe an einer Uni Grundlagenforschung, zu der auch das Erstellen transgener Pflanzen gehört. Es handelt sich aber nicht um Nahrungs- sondern um reine Modellpflanzen, die das Labor auch nie verlassen werden und ohne die die moderne Biologie nicht vorstellbar ist. Finanziell hatte ich mit den entsprechenden Firmen noch nie etwas zu tun.

  4.  Mike® schrieb am 07. Mai 2007 um 0:36

    Mal was ganz anderes dazu: Genmanipulierter Hanf. Wo? Im SpOn, wo sonst.
    Spiegelkritik/ Cannabis
    Nun wissen wir auch, wie das Bienensterben in die Schweiz kommt 😀

  5.  Zapp schrieb am 07. Mai 2007 um 9:17

    Nette Geschichte, jetzt weiss ich endlich, in welchem Bereich die Zukunft der Gentechnik in Europa liegt. 🙂

    Bei der kurzen Suche danach, ob man Cannabis überhaupt transformieren (und so gentechnisch verändern) kann, bin ich übrigens auf ein Paper gestossen, in dem es um den höheren THC-Gehalt geht:

    „Samples of cannabis preparations from randomly selected coffee shops were analyzed […]. In 2004, the average THC level of Dutch home-grown marijuana (Nederwiet) (20.4% THC) was significantly higher than that of imported marijuana (7.0% THC). Hashish derived from Dutch marijuana (Nederhasj) contained 39.3% THC in 2004, compared with 18.2% THC in imported hashish. The average THC percentage of Dutch marijuana, Dutch hashish and imported hashish was significantly higher than in previous years. It nearly doubled over 5 years. During this period, the THC percentage in imported marijuana remained unchanged. A higher price had to be paid for cannabis with higher levels of THC“
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/

    Die Gentechniker scheinen also in Holland zu sitzen, sterben da vielleicht auch mehr Bienen? 😉

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