was wurde eigentlich aus „Algensprit“?

grad, wo ich auf Telepolis einen aktuellen Artikel zur Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen las, fiel mir wieder ein Artikel von vor Jahren ein, wo es um die Gewinnung von Sprit aus Algen ging. Um mal zu schauen, was sich da getan hat, hab ich den Artikel (Shell will aus Algen Biosprit gewinnen (Dezember 2007)) wieder herausgesucht:

Der Ölkonzern Shell hat mit HR Biopetroleum das Unternehmen Cellana gegründet, um in Hawaii eine Pilotanlage für die Zucht von Algen aufzubauen

Hinter „HR Biopetroleum“ verbirgt verbarg sich ein Link zu dem Pilotprojekt. Mittlerweile hat sich Shell die Domain klauen lassen, und nun ist da Spam zu finden. Auch eine Google-suche nach „Cellana“ ist nur mäßig erfolgreich:

Soon
Cellana’s brand new design and website

Please come back soon, the new Cellana website will be online shortly.

Das steht da so seit ca. 11. Februar 2010. Die aktuellste Version auf Archive.org ist vom 28. Juli 2007 und dort findet sich – Spam.

In einem anderen Artikel auf Telepolis vom November 2007 (Biosprit: Algen 30x ergiebiger als Raps) geht es um eine ähnliche Thematik:

Seit Anfang des Jahres arbeitet das Potsdamer Institut für das amerikanische Start-up Greenfuel, um die Gewinnung von Treibstoff und die Reduzierung von CO2 mit Hilfe von Mikroalgen voranzutreiben.

hier verbirgt sich hinter „Greenfuel“ ein Link, der mich auf einen 404 führt. Soweit so schlecht, rufe ich dann dort die Startseite auf, bekomme ich einen redirect nach /cgi-sys/defaultwebpage.cgi, der mir eine weisse Seite präsentiert.

Eine rosige Zukunft steht uns da bevor, bei solchen Experten.

Ein Kommentar to “was wurde eigentlich aus „Algensprit“?”

  1.  Mike® schrieb am 21. Feb 2014 um 17:22

    „Viel von dem, was diese Firmen 2006, 2007 im Zusammenhang mit Biokraftsstoffen behaupteten, hat sich als viel zu optimistisch herausgestellt“, sagt Gregory Stephanopoulos, Biotechnik- und Chemieingenieur am MIT.

    Nein? Doch! Nein?
    Quelle: Heise.de

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