Web 2.0 war gestern. Thesen für Web 3.0 (I)

Vorerst:
Web 2.0 ist aus meiner Sicht nicht nur dieses ganze Palaver- und Geplappervernetzungsgedöns, sondern auch alles was damit direkt und indirekt zusammenhängt, was da RSS-Feeds, Infosuchmaschinen usw usf. wären und dergleichen.

Eine grosse Schwäche von Blogs und was man sonst alles noch in die Mitmachweb2.x-Kiste stecken kann, ist, wie Blacker47 hier schon einmal sehr treffend – wenn auch etwas vage – anmork, dass der grösste Teil nach kurzer Zeit kein kalter Kaffee von gestern ist, sondern vergessen/ verdrängt/ durch eine neu Sau ersetzt ist.

Was ich eigentlich loswerden will:
Ich finde das auch hart unschnafte.
Vom Web 3.0 erwarte ich, dass, gesetzt den Fall, ich würde jetzt hier gross und breit die Fürs und Widers über den Fall, dass man einer 106-jährigen ein künstliches Hüftgelenk einbaut, welches ihr ermöglicht mit 107 dann irgendwann wieder laufen zu lernen, breittreten, dass x Monate oder Wochen oder Tage später so eine Art RSS-Dingens mir auch mitteilt, ob sie es tatsächlich geschafft hat, nochmal zu laufen, und wenn ja, wie lange.

Für die, denen das jetzt zu kompliziert ist, den Satz 5 Mal zu lesen und in seinen Verschachtelungen auseinanderzunehmen, nochmal in deutsch:

  1. Frau bekommt mit 106 Jahren ein künstliches Hüftgelenk einoperiert
  2. In einem Jahr ca. wird sie wieder laufen können
  3. Ich möchte eine Benachrichtigung, ob sie das Ding ohne zu laufen mit ins Grab nimmt
  4. Automatisch (!), via RSS-Dingens Web 3.0

Is das was?
Und erzählt mir jetzt bitte nix von so altmodischem Krempel wie Tags oder Trackbacks.

Auch wenn das nur ein Beispiel war, noch der Link mit dem Hüftgelenk:
Mit 106 Jahren (Taz)

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6 Kommentare to “Web 2.0 war gestern. Thesen für Web 3.0 (I)”

  1.  Greg schrieb am 18. Mai 2007 um 18:17

    Web3.0 = Mailbenachrichtigung?

  2.  Blacker47 schrieb am 19. Mai 2007 um 0:53

    Laut einigen Gestalten ist Mail tot.

    Durch Web2.0 verdrängt,
    Die Hälfte der noch verbliebenen Mail-Nutzer schreibt via free-mail-Hoster Webinterfaces, sodas man diese mit störender Werbung bekommt, die andere Hälfte regt sich tatsächlich über vielen Spam auf und kauft dort alleine schon aus Prinzip nicht (Vernunft noch garnicht beachtet).
    Ach und bespitzelt wird man bei uns übrigens auch noch.

    P.S.: Ich mag e-Mail an sich schon sehr.

  3.  Korrupt schrieb am 19. Mai 2007 um 10:48

    „anmork“, ganz herrlich gestorken.

  4.  Greg schrieb am 19. Mai 2007 um 13:38

    Was hat der Werbeanhang mit dem Webinterface zu tun? Das dürfte per POP3 auch so sein. Recht hast du ja trotzdem, aber Netz ohne Email kann bzw. will ich mir gar nicht vorstellen.

  5.  Mike® schrieb am 19. Mai 2007 um 15:31

    Ich muss anmerken, dass ich Mail mittlerweile – mhh – ja, zum Kotzen finde. Mir ist selbst SMS zu lahm, das auszuführen, würde aber jetzt den Rahmen sprengen 😉

    Korrupt: Ja ich bin auch stolz auf mich 😉 Btw: alles Gute und so *Torte reich*

  6.  Blacker47 schrieb am 19. Mai 2007 um 21:53

    Greg, die Freemail-Anbieter die ich so kenne fügen „Werbung-Signatur“ nur bei einem Versand via Webinterface und nicht beim Benutzen von einem Mailprogramm (GMX, Web.de, …). Leider kenne ich zu viele Gestalten, die stur nur das Webinterface (was unbequem und mit Werbung beladen ist) nutzen.

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