Webseiten zum Blättern

Spiegel-Link: Weiter zu Teil 2 …nerven mich in letzter Zeit wieder vermehrt. Nicht nur bei Spiegel Online sind Artikel immer häufiger auf verschiedene Seiten aufgeteilt. Mike Davidson schrieb dazu gerade einen interessanten Blog-Eintrag. Er vermutet darin, dass der Grund dafür nicht die bessere Bedienbarkeit/ Benutzerfreundlichkeit ist („Because scrolling is so hard.“), sondern dass die Webmaster versuchen, damit die Page-Views in die Höhe zu treiben. So genau hatte ich mir das noch nicht überlegt, aber es ergibt Sinn.

Dass die Anzahl an Page-Views nicht das wichtigste Kriterium bei solchen Entscheidungen sein sollten, findet auch Mike. Besucher zu nerven, um mehr (verschiedene) Werbung einblenden zu können, kann langfristig doch nicht erfolgreich sein. Das hoffe ich zumindest.

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6 Kommentare to “Webseiten zum Blättern”

  1.  Mike® schrieb am 20. Apr 2007 um 13:34

    Besucher zu nerven, um mehr (verschiedene) Werbung einblenden zu können, kann langfristig doch nicht erfolgreich sein.

    Aus „ethischer“ und Benutzer-Sicht ja, das interessiert aber niemanden, diese Seuche wird sich langfristig durchsetzen.
    Zusätzlich werden sich ein paar selbsternannte Usability-Heinis bezahlen lassen, die steif und fest behaupten, dass:

    Because scrolling is so hard.

    Seiten splitten hat aber auch Vorteile, so kann man – denke ich – schon sagen, dass extrem lange Texte auf Webseiten eher abschrecken, in kleine Portiönchen verteilt sieht das anders aus.
    Scheisse, jetzt mach ich schon kostenlos die Vorarbeit für die Usability-heinis.

  2.  Greg schrieb am 20. Apr 2007 um 13:50

    Seiten splitten hat aber auch Vorteile, so kann man – denke ich – schon sagen, dass extrem lange Texte auf Webseiten eher abschrecken, in kleine Portiönchen verteilt sieht das anders aus.

    Jein. Dass schreibt Mike (der andere) zwar auch, aber ich sehe das nicht ganz so. Es sieht abschreckend aus – ok. Wenn mich das abschreckt, dass es sich um so viel Text handelt, dann könnte das daran liegen, dass ich gerade nicht so viel Text lesen möchte. Da fange ich also an, weil ich (an Hand des Scrollbars) denke, dass es nicht so viel ist. Unten merke ich dann, dass ich nichtmal annhähernd alle Infos habe und erst noch 5 weitere Seiten lesen müsste. Ich habe also meine Zeit verschwendet, weil der Sitebetreiber meinte, mir etwas „vortäuschen“ zu müssen. Das sehe ich also nicht als Vorteil. Höchtens noch, dass man sich das zeitlich aufteilen kann und direkte Bookmarks setzen kann, aber das ginge anders auch sinnvoller, denke ich.

  3.  Mike® schrieb am 20. Apr 2007 um 14:53

    Ich habe also meine Zeit verschwendet, weil der Sitebetreiber meinte, mir etwas “vortäuschen” zu müssen.

    Ja, das ist wieder die Kehrseite der Medaille.

  4.  Greg schrieb am 20. Apr 2007 um 18:55

    Bei Google (bzw. bei Suchergebnissen allgemein) finde ich das ja auch relativ sinnvoll. Alle 16 Mio. Ergebnisse auf einer Seite anzuzeigen dürfte wohl etwas unpraktisch werden. Von soeiner Extension halte ich nicht viel, aber du kannst ja mal bloggen, wie es dir beim Testen ergeht 😉

  5.  stephantom schrieb am 20. Apr 2007 um 18:50

    Heute gefunden: Seit irgendeiner Version kann die CustomizeGoogle-Extension die Ergebnisse „streamen“. Soll heißen, die Seitennavigation unten fällt weg, sobald man mit der Seite fast fertig ist, werden neue Ergebnisse unten angehängt.
    Gewöhnungsbedürftig, imho. Mir ist die Einteilung in Seiten irgendwo noch lieber. Ich werd mich aber mal zwingen, die Option längere Zeit auszuprobieren.

  6.  Greg schrieb am 15. Okt 2007 um 23:24

    Wie ich gerade sehe (bzw vor einigen Tage gesehen habe) hat zeit.de immerhin einen Link „Diesen Artikel auf vielen Seiten lesen“. Das ist immerhin schonmal ein Vorteil, allerdings muss ich dann trotzdem einmal mehr unnötig klicken. Wenn man das doch wenigstens per Cookie machen könnte…

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