Zum Einschaltstrom von Energiesparlampen

hört man derzeit im Zusammenhang mit der dämlichen Licht-aus-selbstverarsche wieder und wiederholt die ollen Kamellen, dass Energiesparlampen doch nicht soo der Weisheit letzter Schluss wären.
Speziell wird gern und oft behauptet, dass doch allgemein bekannt wäre, dass Energiesparlampen beim Einschalten soviel Strom verbrauchen würden, wie 10, 20 oder gar 30 Minuten im laufenden Betrieb.
Klingt toll, und wenn man sonst nix hat, wo man kosten- und widerspruchsfrei voller Inbrunst dagegen sein darf, dann nimmt man eben das.

Andere Leute, die auch nur Minimalkenntnisse von Mathematik und ein klein wenig E-technik/Physik haben, die können sich hinsetzen und ausrechnen, dass, wäre das tatsächlich so, bei jedem Einschalten einer solchen Lampe, eine normale haushaltübliche Sicherung käme.

Oder wenn man meint, dass das jetzt von den Werten noch grenzwertig ist, dann kann man in die Rechnung auch mal spassehalber 3 solche Lampen, die man gleichzeitig einschaltet, nehmen, nachrechnen und laut rufen:
Shut! The! Fuck! Up!

Eine ebenso verbreitete unzutreffende Annahme ist, dass Leuchtstofflampen beim Einschalten viel Energie verbrauchen würden. Richtig ist, dass kurzzeitig ein Einschaltstrom fließt, der höher als im Betrieb ist. Der Energieinhalt ist jedoch unbedeutend – die zum Start notwendige Energie ist sehr gering – der Startvorgang ist nur Sekundenbruchteile lang und die aufgenommene Wirkleistung ist dabei oft sogar geringer als im Betrieb.

(wikipedia)

Links (schwer zu finden übrigens zwischen dem ganzen Gefasel im Netz):

4 Kommentare to “Zum Einschaltstrom von Energiesparlampen”

  1.  Christian schrieb am 19. Dez 2007 um 19:45

    Um mal etwas genauer darauf einzugehen. Man sagt, dass eine Energiesparlampe für eine Zeit von 0,6 bis 0,9 Sekunden eine Leistungsaufnahme von bis zu 50 Watt haben kann. Wenn man aber überlegt, dass eine Glühbirne diese Leistungsaufnahme die ganze Zeit hat, merkt man das man immer noch spart bis auf die 0,6 Sekunden.

  2.  Mike® schrieb am 22. Dez 2007 um 19:32

    Sehr schöner bildlicher Vergleich.

  3.  Hannes schrieb am 06. Sep 2009 um 12:04

    Hallo Leute,

    jeder der etwas Kentnisse der Elektrotechnick hat weiß auch, daß es neben Wirkstrom auch die Blindleistung gibt. Da nun mal zu Zünden der Gasentladungskampen (heute Energiesparlampe genannt) ein Kondensator benutzt wird, erfolgt ein relativ hoher Ladestrom zum Zünden (Wirkstrom) und ein um ca. 45 Grad Phasenverschobener Blindstrom. Die aufgenommene Blindleistung ( so der Fachbegriff) muß real erzeugt werden. Es sind zwar keine 20 bis 30 Minuten mehr, in denen vergleichsweise die Glühbirne Leuchten muß. Diese werte stammen von den bekannten Neonröhren.

    Es sind heute ca. 3 bis 5 Minuten. Das macht den Einsatz von Energiesparlampen an allen Stellen, bei denen kurfristik Licht benötigt wird zu Energiefressern. Das beste Beispiel ist die kombination eines Bewgegungsmelders und der sog. Energiesparlampe. Findet sich oft auf Toiletten in der Gastronomie.

    Im Übrigen sollten sich alle, die bei Lichtenergie von Umweltschutz sprechen darüber Nachdenken von was wir überhaupt sprechen. Es handelt sich um ca 3 bis 4 % des Gesamtenergieverbrauchs eines Privathaushaltes.

    Zieht eure Hemden zweimal an – weniger Schmutzwäsche – trinkt euren Kaffee zweimal aus der gleichen Tasse u.s.w..

    Schalte euren Fernseher aus, wenn ihr nicht hinschaut. Das spart wirklich Energie.

    Grüße an alle die noch fähig sind zu erkennen was „Gut und Böse“ ist.

  4.  Michael Bauer schrieb am 11. Feb 2011 um 19:56

    Energiesparlampe ist nicht gleich Energiesparlampe. Mittlerweile gibt es gute, hochentwickelte Lampen, welche speziell für kurze Einschaltzyklen entwickelt wurden.

    Aufklärung und gute Beratung ist hier angebracht.

    Auch gilt das Vorurteil, Energiesparlampen seien für den Aussenbereich nicht verwendbar, nicht wenn man die Entwicklung und Ergebnisse renommierter Hersteller mit einbezieht.

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