Anzünden alles! (update)

Der Spiegel heute jedenfalls so:

Es ist der Abend des 12. Februar, und Pachomow geht ins Marengo, sein Lieblingsrestaurant in Lipezk, einer Industriestadt 370 Kilometer von Moskau entfernt. Es liegt zwischen dem Kino Himbeere und dem Stripclub Anzünderin, der Rindfleischsalat trägt den Namen Camorra.

Dass das Kino in Wirklichkeit Малина (Malina) heisst, geschenkt, einen Stripclub „Anzünderin“ wage ich dann aber doch zu bezweifeln.

Also kuckmerma, oh ein Stripclub um die Ecke namens Zажигалка (Saschigalka).
Als erst mal naheliegende Übersetzung für nicht des russischen kundige Spiegeljournaille hätte ich jetzt eigentlich „Feuerzeug“ erwartet. Das merkt aber ein Kleinkind, dass das eher komisch klingt in dem Zusammenhang.

Man könnte sich nun etwas an „зажигать“ abarbeiten, wo (neben anzünden) treffendere Übersetzungen bei rumkommen wie „(jmd.) anfeuern, begeistern, Party machen“, PONS meint noch „Zuhörer mitreissen“ usw. usf.

Nee, man musste auf Teufel komm raus was übersetzen, und dann nimmt man am besten eine Deutung, die kein Russe je gehört hat und die in keinem Wörterbuch auch nur näherungsweise zu finden ist.

Edit: Bonuswitz: jetzt habe ich auch noch das Restaurant gefunden, vorhin nur halbherzig gesucht und – tada! – natürlich liegt es nicht „zwischen dem Kino und dem Nachtklub“ sondern ganz ordinär und langweilig zwischen zwei Supermärkten.
Nochma Edit: den Bonuswitz nehme ich zurück, wenn ich die Grafik jetzt richtig interpretiere, liegt das Marengo direkt neben dem Kino also im weitesten Sinne doch „zwischen“ den Objekten.

Dafür simmer 89 auffe Strasse!

Sätze, die mir auch gern eingefallen wären drölfeinachtzig

Hätte die absurde Story jemand als Drehbuch bei Filmproduzenten eingereicht, hätte das Sekretariat vermutlich längst Weisung erhalten, weitere Einsendungen dieses Autors ungeöffnet entweder zu entsorgen oder an die ARD-Tatort-Redaktionen weiterzuleiten.

Ich hab nicht gelacht.

Quelle: Ich bin der Bombenleger (heise.de/tp)

Korinthe: „Vergangenheit des Universums“

Alma – Neues Teleskop schaut in die Vergangenheit des Universums

Jedes scheiss-verfickte hornalte Teleskop schaut in die Vergangenheit (eines Teils) des Universums.

Quelle: Neues Teleskop schaut in die Vergangenheit des Universums (golem.de)

Spiegel-korrekturen…

… sind manchmal ein Quell der Freude.
Da hat sich offenbar jemand beschwert, dass die Behauptung im letzten Heft zum Thema Drogenkrieg:

Kampf gegen eine 500-Milliarden-Dollar-Industrie, gegen einen Markt, größer als der von Autos

hanebüchener Bullshit – ääh *hüstel* „nicht präzise“ sei.
Die Richtigstellung des Spiegel dazu:

[...] das war gemeint, weltweit kaufen mehr Menschen illegale Drogen (etwa 200 Millionen im Jahr 2010) als neue Automobile (etwa 75 Millionen)

Beim nächsten Mal dann vielleicht doch besser Brot nehmen für Vergleiche zu 500MRD-Dollarmärkten – oder mehr Autowerbung, die zwingen wir in die Knie mit ihren bösen Drogen…

Stoiber on drums…

war schon im Original so halbwegs – wissenschon.
Grad gehts mal wieder modi- und interpretiert etwas innovativ durchs Netz und ich meine, ich hab das ohne Instrumenten- und Notenkenntnisse 7 Uhr morgens schon besser hinbekommen.
Links zur Einschlafhilfe bitte selber raussuchen.

Don Alphonso kann auch sachlich…

… und ich muss sagen, das ist tatsächlich weitgehend recht solide.
Leider konnte ich es mir nicht verkneifen ein paar Links in seinem Artikel zu klicken und da zeigt sich, dass man die Sachlichkeit in die Tonne treten kann, wenn man ohne konkrete Vorwarnung auf Seiten landet, wo sich Dummköpfin und Dummköpfin die Klinke in die Hand geben.

Da geht er hin, der Alphonso, wie die Altvorderen ihn kennen. Schade.

Link: Frau Guttenbergs Nichten: Wie man den Feminismus und den Netzdiskurs ruiniert (faz-community.faz.net)

Bereits…

Der aktuelle „bereits“ Spiegel so:

Die Niederlande, bislang Europas zweitgrößter Nerzpelzproduzent, besiegelten bereits im Dezember das Ende ihrer gesamten Pelztierzucht.

Fett! Bereits im Dezember! Das ist schon übelst über 2 Wochen her!

Spass mit Winfuture.de…

Winfuture.de, Eigenwerbung: „Die ganze Welt der IT“ jedenfalls heute zur Einstellung der bisher schon halbherzigen 64-bit-bemühungen Mozillas so:

In einer Diskussion des Mozilla-Teams bei Google Groups verkündete Engineering-Manager […]

Kann die mal bitte jemand in ihr bescheuertes Scheiss-“IT“-buch zurückschicken? Google Groups ist primär ein Usenet-Aggregator und eher sekundär eine „Group“.
Mozilla macht zum Glück (noch?) nichts anderes als alle anderen, die halbwegs von 12 bis Mittag denken können; sie diskutieren ihre Themen im Usenet … Google ist dann nur der, der die Diskussion DORT DANN zwecks Datenkraking aufsammelt und sich via Gehirnakrobaten wie Winfuture.de aneignet bzw andichten lässt.
Weiter so jedenfalls:

Letztlich verkündete Smedberg aber am Mittwoch, dass er die Erstellung von Nightly- und Hourly-Builds für die 64-Bit-Version eingestellt habe.

Wie nun, doch kein „Aus“? Alphas, Betas und Stables gibt’s weiterhin?

Quelle:

Gurus bei Heise…

Heise so:

Windows 8: Schlechte Note vom Design-Guru

Moment, noch nicht lachen!

Das Fazit ist vernichtend: „Too bad“ lautet die lapidare Bewertung der neuen Benutzeroberfläche von Windows 8, mit der sich der Webdesignexperte Jakob Nielsen auf seiner Website befasst. Nielsen gilt unter Software-Designern als eine der führenden Autoritäten in Sachen Benutzerschnittstellen und „Usability“.

(Hervorhebungen von mir)

Das hätte ich mir nicht bescheuerter ausdenken können.

Quelle: Windows 8: Schlechte Note vom Design-Guru (heise.de)

bahnbrechende Neuigkeiten im aktuellen „Spiegel“

Das Institut für Zeitgeschichte hat die Vergangenheit des Bundes der Vertriebenen untersucht: An der Spitze des Verbands standen fast ausnahmslos NS-belastete Funktionäre

(Seite 60)

Is nich wahr?

Update: Die Titanic hat da hier etwas weiter recherchiert.

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